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Hai und Harn
Im Gegensatz zu allen anderen Knochenfischen urinieren Haie nicht - sie behalten Ihren Urin im Blutkreislauf. Dieser Vorteil für die Fische
ist ein Nachteil für den Gourmet. Denn Haifleisch, frisch aufgeschnitten, verströmt einen aufdringlichen Ammoniakgeruch. Angler, die vor Helgoland das Glück hatten einen Hundshai zu fangen, können
dies sicher bestätigen.
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Vielleicht liegt hier auch der Ursprung des Namens “Hundshai”
begründet, da er einer penetranten “Hundsgeruch” verströmt.
Doch wie diesen Geruch loswerden, damit das Fleisch verwertet werden kann? Schauen wir uns dies doch einfach von den Fischhändlern ab.
Diese lagern den ausgeweideten Hai mindestens 48 Stunden in einem Kühlraum, der Geruch verflüchtigt sich vollständig. Danach können Sie tadellos schmackhafte Haikoteletts anfertigen, welche sich für eine spätere
Verwendung einfrieren lassen.
Als häufigstes Produkt im Handel sind so genannte “Schillerlocken” erhältlich, es handelt sich dabei um geräucherte Bauchlappen des Dornhais.
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Neben dem Dornhai ist auch das Fleisch von Glatt- und Heringshai
begehrt. Der Heringshai ist wegen seines kalbfleischartig schmeckenden Fleisches sogar so begehrt, dass dafür hohe Kilopreise gezahlt werden.
In der Nordsee finden sich mehr Haiarten als viele von uns
vermuten. Insgesamt zehn Haiarten tummeln sich hier. Der gefährlichste ist der
- Blauhai - der Räuber, auch Menschenhai genannt, wird vier Meter lang, ist aber äußerst selten, außerdem:
- Dornhai, bis 1 Meter lang
- Fleckhai (1 Meter), nur in der nördlichen Nordsee
- Fuchshai (bis 5 Meter), sehr seltener Irrgast
- Glatthai, (bis 2 Meter), sehr selten, taucht meist in der südlichen Nordsee auf
- Grauhai (bis 5 Meter), schmackhaftes Fleisch
- Heringshai (bis 4 Meter), er räubert am liebsten unter Heringen
- Hundshai (bis 2 Meter), sehr häufig in der südlichen Nordsee
- Kleinflecken-Katzenhai (bis 1 Meter), vereinzelt bei Helgoland
- Riesenhai (bis 9 Meter), genannt "Walhai", ein harmloser Planktonfresser
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