|
Fische in Finnland
Der Barsch ist der häufigste Fisch Finnlands und Nationalfisch. Abgesehen von den Berggewässern ist er im ganzen Land verbreitet. Seine Nahrung ist
vielfältig. Die Jungen fressen Wasserflöhe und Ruderfüßler. Nach einer Phase, in der Bodenlebewesen ihre Nahrung bilden, beginnen die Barsche, auch andere Fische zu fressen. Fisch bildet erst bei 25-30 cm langen
Barschen den Hauptteil ihrer Nahrung. Der Barsch laicht im Mai, wenn sich das Wasser auf 6-8 °C erwärmt hat. Die wichtigsten Fanggeräte sind Reuse, Netz, Angel und Eisangel.
Unter den Äschen gibt es Fluss-,
See- und Meeresbewohner. Die Äsche braucht kühles und sauerstoffreiches Wasser. Ihre wichtigste Nahrung sind Bodenlebewesen wie Insektenlarven, Weichtiere und Schalentiere. Sie frisst auch kleine Fische. Sie laicht
im Mai/Juni, wenn das Wasser eine Temperatur von etwa 5 °C hat. Die Hauptfangmethode ist das Angeln, z.B. mit der Fliegenrute.
Der Hecht ist neben dem Barsch der häufigste Fisch in den finnischen Binnengewässern. Der Hecht ist in
Bezug auf die Wasserqualität anspruchslos. Die Wasservegetation hat dagegen eine große Bedeutung. Der Hecht ist ein stationärer Fisch. Er ist ein Raubfisch und bevorzugt schon ab einer Größe von 4-5 cm Fische als
Nahrung. Die Laichzeit setzt sofort nach der Eisschmelze im April/Mai ein. Hechte werden sowohl professionell als auch von Anglern gefangen, wobei sehr
unterschiedliche Methoden angewendet werden. Netze und Ruten sind sicher die üblichsten Geräte. Es sei noch erwähnt, dass die größten Hechte in der Regel weibliche Tiere sind.
Der Zander bevorzugt trübe und tiefe, offene Gewässer. In kleinen Seen fühlt er sich nicht wohl. Der Zander hat einen hohen Sauerstoffbedarf und braucht warmes
Wasser, weshalb er in Nordfinnland so gut wie gar nicht anzutreffen ist. Die Jungfische fressen Zooplankton, der ausgewachsene Zander ist ein Raubfisch. Er
nimmt bereits ab einer Größe von 5-15 cm Fischnahrung zu sich. Die Laichzeit ist im Mai/Juni. Die wichtigsten Fanggeräte sind Netz und Angelrute, in der Regel mit Blinker oder Spinner.
Der Lachs ist ein Wanderfisch. Zur
Fortpflanzung steigt er in die Flüsse auf, zum Wachsen wandert der junge Lachs ins Meer. Der Binnenlachs der Art „Salmo salar“ lebt in Seen. In Finnland kommt er in seiner ursprünglichen Form nur in den
Wassern des Vuoksi vor. Der Lachs braucht sauberes und kühles Wasser. Die Jungfische fressen Insekten, Bodenlebewesen und kleine Schalentiere. Später ernährt sich der
Lachs von Fischen, Wasserinsekten und kleinen Schalentieren. Die Lachse laichen im Herbst, im Oktober/November. Die vorrangigen Fanggeräte sind Netz, Lachsschnüre, Reuse, Spinnangel und Fliegenrute.
In Finnland gibt es viele verschiedene Maränenarten, von denen die ursprünglichen Formen mit dem lateinischen Namen „Coregonus lavaretus“ bezeichnet werden. Die
Maräne ist im ganzen Land verbreitet, aber längst nicht in jedem See anzutreffen. Maränen brauchen kühles und sauerstoffreiches Wasser. Die einzelnen Arten leben von
unterschiedlicher Nahrung. Die Arten mit weit auseinander stehenden Zähnen sind auf Bodenlebewesen spezialisiert, die Arten mit eng stehenden Zähnen leben von
Zooplankton. Die Maräne laicht im Herbst, im September/Oktober, wenn die Wassertemperatur auf 2-5 °C gesunken ist. Das vorrangige Fanggerät ist das Netz,
aber Maränen werden auch mit der Eisangel, dem Zugnetz und der Reuse gefangen. In Finnland ist durch Fischbesatz auch die aus Sibirien stammende Peledmaräne
(Coregonus peled) heimisch geworden, die sich in einigen Gewässern sogar fortpflanzt.
Die Forelle ist in ganz Finnland verbreitet, jedoch nur in klaren und sauberen
Gewässern anzutreffen. Bei den Forellen werden nach dem Lebensraum drei Formen unterschieden: die Meer-, die See- und die Bachforelle. Die Meer- und die Seeforelle
wandern, aber die Bachforelle zeigt dieses Verhalten nicht. Im Fluss frisst die junge Forelle Bodenlebewesen und Insekten. Später im Meer bzw. im See sind Fische die
wichtigste Nahrung. Die Meerforelle lebt hauptsächlich von Strömlingen und Stichlingen, die Seeforelle jagt kleine Maränen, Stinte und Zwergstichlinge. Die
Bachforelle ernährt sich ihr ganzes Leben von Insekten, Bodenlebewesen und sogar Krebstieren. Die Forelle laicht im Herbst. Die üblichsten Fanggeräte sind Netz, Blinker und Fliege, auf dem Meer auch die Reuse. |