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Baskenland

   

Die Mehrzahl der Angler(-urlauber) denkt bei Spanien am ehesten an Waller im Ebro. Spanien hat aber natürlich noch ein paar andere Gewässer und Fischarten zu bieten. Besonders das Baskenland wartet mit so manchen Überraschungen auf.

Am dritten Wochenende im März beginnt in den meisten Provinzen Spaniens die Angelsaison. In den ersten Tagen der Saison werden sehr viele und schöne Hechte und Forellen gefangen. Gerade zu Saisonbeginn werden in den Stauseen Ullibarri-Gamboa, Urrunaga und Albina viele Hechte und Forellen gefangen.

   
   

Ullibarri-Gamboa                                                         Stausee Urrunaga

   

Die einheimischen Angler verwenden dabei leichte Spinnruten und fischen mit Spinner und Stahlvorfach. Wer gezielt den Forellen nachstellen will, sollte natürlich ein Stahlvorfach einsetzen. Forellen von 5 kg, Hechte von 10 kg – damit müssen Sie rechnen, ein Rekordhecht von 19 kg wurde im Sommer 2002 im Stausee Urrunaga gefangen.
In den Stauseen findet man die Forellen im Oberflächenwasser, dort wo sich auch die Lauben aufhalten. Die Hechte stehen tiefer in Grundnähe und lauern den Barschen, Barben und Krebsen auf. Um an den Stauseen auf Raubfische zu angeln sind das Frühjahr und der Herbst empfehlenswert. Und dann gibt es in Spanien noch ein Fisch, mit dem wohl die wenigsten Angler rechnen - der Lachs.
Viele davon stammen aus einem natürlichen Wildbestand. Der Lachs ist in vielen Flüssen entlang der Nordküste Spaniens zu Hause. Ab dem Frühjahr gehen die ersten Lachse an die Angel, manche nahe der 10kg-Marke. Ab Ende Mai, steigen dann immer mehr Lachse auf.

Zu den Aufsteigern gehört im Frühjahr auch die sehr scheuen Meerforellen, gute Fangaussichten haben Sie am ehesten in den frühen Morgen- und in den Abendstunden. Die Nachtfischerei auf Meerforellen ist in Spanien übrigens verboten. Die Lachsflüsse verfügen dazu zugleich über einen guten Bestand an Bachforellen. Diese wilden Bachforellen in den meist kristallklaren Bächen sind meist wunderbar gezeichnet.

     

Rio Urederra

   

Der Rio Urederra in der Provinz Navarra und auch der Rio Najerilla in Rioja haben einen sehr guten Bestand an Bachforellen. Negativ ist nur, dass die Erlaubnisscheine verlost werden und Urlauber damit keine Chance haben.
Versuchen Sie daher Ihr Glück am Rio Zadorra, im Bereich unterhalb des Stausees Ullibarri-Gamboa. Der Bestand an Bachforellen ist hier ebenfalls sehr gut, Exemplare von über 3kg sind jederzeit möglich. Bitte beachten Sie, dass dort  „coto sin muerte“ - catch & release – vorgeschrieben ist. Gute Chancen haben Sie auch an vielen anderen Flussabschnitten, dort benötigt man nur einen Erlaubnisschein der jeweiligen Provinz.

„Cotos intensivo“ heißt sinngemäß „intensiv besetztes“ (Gewässer) – hier werden Bach- und Regenbogenforellen besetzt. Während in den oben genannten Flüssen nur Wildstämme vorkommen, werden in vielen anderen Flüssen und Bächen Forellen besetzt. Beispielsweise im Rio Ega bei Estella. Oft werden hier Bach- und Regenbogenforellen bis 5 kg gefangen. Auch in einigen der vielen Stauseen werden in jedem Jahr Forellen besetzt, z.B. im  Stausee Ortigoza.

   

In Nordspanien gibt in den dortigen Gewässern auch einen feinen Bestand an großen Barben. Ab Juni, wenn die Wassertemperaturen steigen, lohnt der Ansitz. „Spanische“  Barben in den Stauseen wandern zum Laichen in die kiesigen Uferbereiche oder ziehen in die Flüsse. Das der Ebro ein Paradies für Karpfenangler ist – ein alter Hut. Doch auch im Baskenland haben Sie gute bis sehr gute Chancen auf gewaltige Rüssler.
Die Karpfen der großen Stauseen werden kaum beangelt, da man sie nicht leicht findet. Gute Erfolgsaussichten hat man im Herbst im Stausee Ortigosa bei niedrigem Wasserstand. Die Karpfen werden dabei hauptsächlich mit einem Kombiköder aus Mais und Wurm, auf Grund gelegt oder an der treibenden Pose angeboten, gefangen. Dabei können Sie Karpfen bis 10 kg fangen, der Durchschnitt liegt bei 3 bis 4 kg.
Doch auch an den Flüssen können Sie Ihr Glück auf Karpfen versuchen. Anziehungspunkt für Karpfen und Barben bilden die langsamen, gleichmäßigen Strömungen hinter Steinen oder Gehölz. Die Karpfen in den Flüssen sind schlanker und auch deutlich kleiner, die meisten bringen 1 bis 2 kg auf die Waage.

Schwarzbarsch – bei diesem Namen kribbelt es den Raubfischanglern in den Fingern. Illegal eingebürgert, hat sich die Angelei weiten Teilen Spaniens nunmehr darauf eingerichtet, viele Spanier sind begeistert vom Fang dieser Fische. Noch vor wenigen Jahren gab es in den Stauseen des Baskenlandes sehr viele und große Schwarzbarsche, auf Grund des hohen Angeldruckes ist der Bestand leider  zurückgegangen.
Zwischen den Ästen im Wasser stehender Bäume haben Sie die besten Chancen. Neben diversen Spinnködern lohnt auch immer ein Versuch mit „amerikanischen Methoden“.




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