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Die niederländische Küste ist ein Traum für Meeresangler. Ob in den
Binnenmeeren auf Hecht und Zander, in der Brandung auf Wolfsbarsch und Plattfische oder auf Dorsch vom Kutter - der Meeresangler kommt hier auf seine Kosten. Der Sommer steht bei den Kutteranglern klar im Zeichen
der Makrelen. Ende September beginnt dann aber die Zeit des “little Big-Game”, Fische jenseits der 25 kg Marke warten auf Sie. Ab November geht es dann so richtig zur Sache. Große Garnelenschwärme ziehen den
Wittling an, dieser beißt im Spätherbst auf alles was sich im Wasser bewegt. Und Flundern, Seezungen, Schollen und Aale als Beifang - sicher nicht zu verachten. Doch zurück zum Wittling: Dieser früher oft als
“Katzenfutter” verpönte Fisch ist im Ansehen der Angler mittlerweile gestiegen. Als Favoriten unter den Naturködern gelten klar Watt- und Seeringelwürmer. Doch auch mit Pilker, Twister und Beifängern haben Sie
Chancen auf den Wittling. Für das Bootsangeln verwenden Sie am besten recht steife Montagen, ideal sind Abstandshalter mit einem Wirbel am Ende. Das Vorfach solle nicht länger sein als 1,2 bis 1,4 m und ruhig
einen Durchmesser von 0,45 haben. Die richtige Hakengröße ist 4/0, nur wenn Sie auch auf Plattfische aus sind sollten Sie kleinere nehmen. Und schieben Sie auch einige fluogelbe Perlen auf die Montage, gerade auf
Wittlinge üben diese eine große Anziehungskraft aus. Eines dürfen Sie auf gar keinen Fall vergessen - stabile Bleie. Der Gezeitenstrom vor der niederländischen Küste ist recht heftig. Bleie von 175 bis 250 g mit
stabilen Krallen sind angesagt.
Jedes Jahr kommen aber auch große Mengen Dorsche unter die Küste. Insbesondere im Bereich von Wracks sind diese dann zu finden. Hier finden sie Nahrung im Überfluss: Schollen,
Krebse und Massen an Garnelen. Viele Reedereien organisieren Fahrten zu diesen Wracks. Der aktuelle niederländische Rekord liegt derzeit bei 31 kg - gefangen natürlich beim Wrackangeln. Da das angeln am Wrack
viele Pilker kostet, ist selber gießen zu empfehlen. Als Formen sind “Sandaal” und “Hering” zu empfehlen. Auch die Mitnahme einer Ersatzspule mit Schnur (0,35er geflochten) ist beim Wrackangeln anzuraten. Nehmen Sie
auch einige Beifänger und Gummimakks mit, um bei schlechten Beißtagen etwas zu experimentieren. In den Niederländer wird üblicherweise nicht vom treibenden Boot aus geangelt, diese liegen vor Anker. Damit müssen
Sie Ihre Montage werfen, bitte einen Wurf immer mit “Casting” ankündigen.
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