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Würmer züchten oder hältern
Selbst gefangene oder gekaufte Würmer, die man vom letzen Angeltag
übrig hat, kann man gut hältern. Bis zu 6 Monaten lassen sich die Würmer aufbewahren – Sie vermeiden für den nächsten Angeltag die zeitaufwändige Suche oder sparen Geld für einen Neukauf. Verwenden Sie dazu
einen Plastikbehälter mit den Abmessungen von ca. 40x40x40 cm. Füllen Sie in diesen folgende Schichten ein:
- 2 cm Katzenstreu
- 10 cm Blumenerde
- 1 cm Kaffeesatz, grünes (frisches) Laub – geht auch gemischt
Auf diese 3 Schichten einen halber Liter Wasser verteilen,
verwenden Sie für die gleichmäßige Verteilung einfach einen Blumensprüher. Dann geht es weiter mit:
- 2 cm Katzenstreu
- 10 cm Blumenerde, vermischt mit klein gerissenen Wellpappschnipseln
Darauf dann wieder einen halben Liter Wasser geben. Im Übrigen
können Sie statt Katzenstreu auch Stroh verwenden, statt Blumenerde auch Erde von frischen Maulwurfshügeln oder statt Wellpappe die Eierkartonverpackung.
Damit ist die „Kiste“ für das Hältern der Würmer
fertig. Stellen Sie diese an einen kühleren Platz, am Besten in den Keller. Am günstigsten ist eine Temperatur von 8 bis 10°C, vermeiden Sie Temperaturen von über 20°C. Ab dieser
Temperatur gehen z.B. Mistwürmer ein. Nahrung bekommen die Würmer aus dem eingefügtem Kaffeesatz, Laub und der Pappe.
Wichtig ist die richtige Feuchtigkeit in der
Wurmzucht. Auf keinen Fall darf es zu trocken werden, die Würmer gehen sofort ein. Je nach Aufbewahrungsort ist tägliches wässern Pflicht. Verwenden Sie dazu, zur gleichmäßigen
Verteilung, ebenfalls einen handelsüblichen Blumensprüher. Die richtige Feuchte überprüfen Sie durch einen beherzten Griff in die Kiste. Die Erde muss immer handfeucht sein. Und auf keinen Fall darf der Inhalt zu
nass sein, ansonsten schimmelt Ihnen die gesamte Kiste samt Inhalt weg.
Aller 6 Monate sollten Sie den Inhalt der Kiste komplett wechseln.
Geeignet zur Zucht sind Rotwürmer (Eisenia foetida) und Dendrobena (Eisenia Hortensis), andere Würmer lassen sich nicht züchten. Zur Zucht verwenden Sie eine
Kiste mit Inhalt, wie oben beschrieben. Ganz oben auf legen Sie dazu noch eine Mischung aus Kaffeesatz, frischem Laub, Salatblättern bzw. anderen Gemüseblättern.
Bitte kein Obst, Fleisch etc. das würde nur schimmeln. Wöchentlich entfernen Sie vertrocknete oder verschimmelte Nahrung und fügen frische Nahrung hinzu.
Legen Sie dann ca. 25 Rotwürmer und Dendrobena (nicht gemischt) auf die Nahrung.
Dann heißt es warten, nach ca. 10 Wochen können Sie mit Nachwuchs rechnen. Damit keine Fliegen oder Ungeziefer in die Kiste können, legen Sie über die Kiste ein Baumwolltuch und binden dieses fest.
Legen Sie neue Würmer, oder Würmer die Sie vom Angeln wieder mit zurückbringen,
immer oben auf den Inhalt. Kranke Würmer bleiben oben liegen, während sich die anderen „einwühlen“. Entfernen Sie nach einem Tag alle Würmer, die sich noch an der Oberfläche befinden.
Unter Umständen kann es passieren, dass der gesamte Besitz stirbt, Ursache können Infektionen oder Parasiten sein. Dann hilft es nur, wenn Sie die Kiste entleeren, sorgfältig reinigen und vor Neuem beginnen.
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