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zwei Tipps aus der Urlaubslektüren-Kiste
von Dr. Reiner Weick
Nachdem wir im vergangen Jahr auf Langeland, unserer dänischen Urlaubsinsel, geradezu Mallorca-Temperaturen zu Land und zu Wasser erlebt hatten, die Kinder gar nicht mehr
aus der Ostsee -
und die Meerforellen überhaupt nicht in Küstennähe - gewollt hatten, war meine „geheime Hoffnung“ für diesen Sommer eher eine Kaltwetterperiode und schönes, kühles Ostseewasser und damit auch die Silberbarren in erreichbarer Wurfweite gewesen. Zur Einstimmung und Optimierung meiner Ausrüstung hatte ich das Buch „Meerforellen und Lachse – Angeln an dt. Küsten, in Europa und Übersee“ gewählt. Schon vor einigen Jahren erschienen, waren mir die bekannten Müller-Rüschlikon-Autoren Thomas Hasenkrug und Frank Weissert Garanten hoher Qualität.
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Besonders wichtig war mir dabei der Blick über die rein
praktischen Aspekte wie „Geräte“ und „Fangtechniken“ auf die Biologie und Ökologie der Zielfische. Daneben waren die übersichtlichen Zusammenfassungen, Begriffserklärungen und „Facts & Figures“, die
sich in vom Haupttext abgehobenen gelben Kästen präsentieren, allemal hilfreich. Nun ja, mit der Schlechtwetterperiode in diesem Sommer wurde es ja nun bekanntlich nichts und die Chance auf Meerforellen
Mitte August war derart gering, dass sogar die Forellenprofis der Angelläden um Bagenkop und Tryggelev resigniert abwinkten. Zum Glück hatte ich noch ein zweites Büchlein im Koffer, das hier Rat und Tat
wusste. Vom gleichen Verlag und in 2003 erstmals erschienen ist Matthias Wendts „Küstenangeln an Nord- und Ostsee“. Gerade für uns Binnenlandangler, die sich zwar an ihren heimischen Baggerseen,
Stauwerken und Flussabschnitten zu Hause fühlen, aber in den – eben immer viel zu
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kurzen – Urlaubsaufenthalten mit einem doch sehr andersartigen und
anfangs zumeist unbekannten Gewässer und Zielfischen konfrontiert werden, ist das Buch eine Fundgrube. Und auch wer seinen Urlaubsort nicht in der fast 90 Buchseiten (von 148) langen Detailbeschreibung dt. Nord- und
Ostseefangplätze findet, hat seinen Gewinn: Zum einen kann man hilfreiche Vergleiche zum eigenen Standort ziehen, zum anderen bekommt man Appetit auf neue Urlaubs- und Jagdgründe. Konkrete Hilfe waren mir aber die
ganz allgemeinen Tipps, Tricks und Erläuterungen zu den Angeltechniken und Zielfischarten und den hierfür geeignetesten Ködern. So vertraute ich auf Wendts Rat und kaufte mir vor Ort einen wunderschönen
schwarz-silbernen Filur-Blinker für das Fischen nach Sonnenuntergang. Dieser kam dann auch prompt an meiner leichten Spinnrute zum Einsatz, nachdem sich das Wasser nach einem kurzen stürmischen Intermezzo mit
tüchtig-hohen Ostseewellen und bergweise angespültem Kraut, wieder etwas beruhigt hatte. Und siehe da, kaum war die Dämmerung hereingebrochen und das Leuchtfeuer von Gulstav, der Südspitze Langelands in der Ferne zu
ahnen, da konnte ich einen netten Dorsch zur näheren Bekanntschaft mit diesem Nachtblinker, der dann später zu Hause auch auf heimische Räuber zum Einsatz kommen sollte, überreden.
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Matthias Wendt, Küstenangeln an Nord- und Ostsee
Verlag Müller-Rüschlikon Preis 14,90 EUR (D) erschienen 2003 148 Seiten 138 Farbabbildungen, gebunden ISBN 3-275-01449-8
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Thomas Hasenkrug / Frank Weissert; Meerforellen und
Lachse Verlag Müller-Rüschlikon Preis 16,00 EUR (D) erschienen 1999 144 Seiten 1122 Farbabbildungen und 45 Zeichnungen, gebunden ISBN 3-275-01285-
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Einen herzlichen Dank an Dr. Reiner Weick für diese Rezension.
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