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WWF, Wassersportler und Angler schützen Ostsee-Lagune
Greifswalder Bodden über freiwillige Vereinbarungen - Naturschützer, Angler, Segler, Kanuten, Surfer und Motorbootfahrer in einem Boot
Als Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen der
Umweltorganisation WWF und Wassersport- und Angelverbänden wurden am 21. Februar 2004 in der Hansestadt Greifswald freiwillige Vereinbarungen zum Schutz der Ostsee-Lagune Greifswalder Bodden/Strelasund geschlossen.
Wassersportler und Angler verpflichten sich dabei in dem südlich der Insel Rügen gelegenen Gebiet zur freiwilligen Einhaltung von jahreszeitlich abhängigen Schutzgebieten bzw. Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Cathrin Münster vom WWF erläutert "Das Gebiet ist ein bedeutender "Rastplatz und Tankstelle" für Zugvögel aus Afrika und Skandinavien. Gleichzeitig ist es ein beliebtes Angel- und
Wassersportrevier. Da kann es leicht mal eng werden". Ihr Kollege Markus Hammer ergänzt "zahlreiche Treffen, gemeinsame Bootstouren und viel Geduld waren nötig, um untereinander Verständnis zu wecken
und Vereinbarungen zu erarbeiten, die für Naturschützer, Wassersportler und Angler ein Gewinn sind."
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Damit sowohl einheimische als auch auswärtige Wassersportler und
Angler von den getroffenen Vereinbarungen erfahren, hat der WWF gemeinsam mit den beteiligten Verbänden und Vereinen ein ausgeklügeltes Informationssystem eingerichtet. Mit Hilfe der Internetseite www.wassersport-im-bodden.de , Faltblättern, Postern, Schaukästen und dem Revierführer "Boddenatlas" können sie sich über die Vereinbarungen informieren und gleichzeitig Interessantes und Wissenswertes zur Region finden.
Die Vereinbarung, der auch gewerbliche Anbieter wie Reiseveranstalter beigetreten sind, findet eine große Resonanz in der Region. Das Projekt soll aber nicht nur auf den Greifswalder Bodden beschränkt bleiben:
Als Modell für die Zusammenführung scheinbar widerstreitender Interessen könnte es schon bald bundesweit Schule machen.
In den nächsten Monaten finden jetzt weitere Abstimmungen statt, um die geplanten
Erweiterung des Naturschutzgebietes in den Gebieten Peenemünder Haken, Struck, Ruden und im Strelasund vorzunehmen.
Insgesamt gesehen ein pragmatischer Ansatz, um die Interessen des Natur- und Tierschutzes
und der Anwohner, die sehr stark vom Tourismus abhängen, abzuwägen. Mit den jetzt gefundenen Lösungen können insbesondere wir Angler gut leben - hoffentlich wird sich ein derartiger Realismus auch in anderen
Gebieten durchsetzen.
Hechte im Greifswalder Bodden
Seit Jahren stehen Sie immer in den Meldungen diverser Zeitschriften und Hitlisten - Hechte aus den Boddengewässern um Rügen. Anfang der 90er
Jahre noch ein Geheimtipp, sind die Gewässer inzwischen bekannt und die Anzahl der Angler entsprechend hoch. Auch wenn nicht jeder dort seinen Hecht fängt (die Wasserfläche ist recht groß), so wird inzwischen doch
ein großer Druck auf Meister Esox ausgeübt. Und leider, auch angestachelt durch dumm-reisserische Artikel in der “Fachpresse”, wird viel zu viel entnommen.
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Quelle: angelwoche
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Ich kann nur hoffen, dass sich immer mehr verantwort-
ungsbewußte Angler finden, die ihren Fang wieder releasen und damit nachhaltig zur Erhaltung der derzeit noch guten Bestände beitragen.
Wenn Sie im Greifswalder Bodden Ihren Hecht fangen wollen
und bereit sind, diesen auch wieder zu releasen, so kann ich Ihnen nur das Team um Mathias Fuhrmann von bodden-angeln.de empfehlen.
“Beim Hecht achten wir daher darauf, dass nur verletzte Fische und bei Bedarf der sogenannte Abendbrothecht entnommen wird. ...
Die anderen Hechte, insbesondere die Laichhechte und die kapitalen Hechtdamen, werden unbeschadet zurückgesetzt.”
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Autor: <og>, 12.04.2004
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