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    Meldung markierter Hechte

    Im Jahr 2000 wurde begonnen die Küstengewässer von Mecklenburg-Vorpommern u. a. mit Hecht zu besetzten. So wurden im Herbst 2000 an den Besatzorten Freest und Rankwitz insgesamt ca. 11.000 einsömmrige Hechte im Peenestrom ausgebracht.
    Um den Erfolg dieser Aufwendungen zu dokumentieren und um Grundlagen für die weitere Planung des Besatzes zu schaffen, wird die Maßnahme durch das Institut für Fischerei der LFA mit einem umfangreichen Markierungsprogramm begleitet. Im ersten Besatzjahr wurden dazu ca. 3.700 Satzfische markiert.
    Seit dieser Zeit erhielt das Institut ca. 100 Rückmeldungen von markierten Hechten aus dem Gebiet des Peenestroms. Diese Zahl lässt erste Auswertungen zu und ermutigt das Markierungsprogramm in verstärktem Umfang fortzusetzen.

    Im Jahr 2001 wurde der Hechtbesatz mit ca. 24.000 einsömmrigen Hechten im selben Gebiet fortgesetzt werden. Durch das Institut für Fischerei wurde wiederum ein großer Teil der Satzfische markiert.

    Der Erfolg der Markierungsaktion hängt wesentlich von der Mitarbeit der Fischer und Angler ab, die auf gekennzeichnete Fische achten und diese dann melden.
    Aus diesem Anlass soll die Markierung nochmals kurz beschrieben werden:

    Markierung der Hechte - Beispielsfoto
    Markierung der Hechte - Skizze

    Die Hechte wurden entweder am Ansatz der Brustflossen (Variante I) oder Bauchflossen (Variante II) beidseitig mit blauen Farbpunkten markiert (siehe Skizzen).
    In der Regel sollten an jedem Flossenansatz ein bis mehrere Farbpunkte sichtbar sein. Es kann jedoch im Laufe der Zeit zur Abschwächung von Punkten (auch ungleichmäßig) kommen.

    Bitte leiten Sie jede Information über auffällige Färbungen im gekennzeichneten Bereich weiter! Zum Ablesen des Markierungstyps wird die Bauchseite des Fisches in Schwimmrichtung betrachtet (siehe Skizzen).
    Wichtig für die spätere Auswertung sind folgende Angaben: genauer Fangort (möglichst Kartenkopie mit Kreuz), genaues Fangdatum, Länge und Gewicht des Fisches, Markierungsvariante (Brust- oder Bauchflossen, siehe Skizze).

    Die Meldung markierter Fische sollte, möglichst mit Foto, an nachstehende Adresse erfolgen:

    Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV
    Institut für Fischerei
    An der Jägerbäk 2, 18069 Rostock
    Tel.: 0381/809250
    Fax: 0381/82091
    E-mail:
    lfa-fisch@web.de

    Alle Fischmeister des Landesamtes für Fischerei nehmen ebenfalls Fangmeldungen markierter Hechte entgegen.

    18439 Stralsund, Querkanal 6, Tel.: 0 38 31 / 29 32 62
    18581 Lauterbach, Chausseestraße 4, Tel.: 03 83 01 / 4 68
    17440 Freest, Dorfstr. 29, Tel.: 03 83 70 / 2 03 27
    17406 Rankwitz, Dorfstr. 1, Tel.: 03 83 72 / 7 05 10
    17373 Ueckermünde, Altes Bollwerk 9-11, Tel.: 03 97 71 / 2 27 00


    Jede exakte Meldung wird mit 5 prämiert; bitte geben Sie deshalb bei Ihrer Meldung Ihre vollständige Adresse und Bankverbindung an.
    Der Verzehr der gefangenen (maßigen) Hechte ist selbstverständlich möglich.

    Auf der Grundlage einer ausreichenden Zahl von Rückmeldungen kann später der Erfolg der Besatzmaßnahmen bewertet und die Planung weiterer Besatzaktionen vorgenommen werden. Erste Auswertungen der Rückmeldungen von Satzfischen des Jahres 2000 lassen vermuten, dass eine spürbare Bestandsaufstockung beim Hecht im Gebiet des Peenestroms machbar ist. Eine abschließende Auswertung wird jedoch erst nach mehrjährigen Untersuchungen möglich sein. Die Mitarbeit der Angler ist Grundlage für eine erfolgreiche Auswertung des Hechtbesatzes und auch für die Planung künftiger Maßnahmen zur Bestandsstützung beim Hecht und bei anderen Fischarten.

    Der Besatz wurde übrigens aus Mitteln der Fischereiabgabe finanziert, allein 2000/2001 wurden ca. 150.000 € dafür verwendet. Das entspricht einem Drittel der durch die Fischereiabgabe beim Verkauf der Angelkarten für die Küstengewässer zur Verfügung stehenden Mittel.

    Autor: <og>, 10.07.2002, nach Informationen der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV




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