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Goldorfen werden verschont
Abwassertests künftig mit Fischeiern
<Berlin, 26.11.2004> Der bislang bei Abwasseruntersuchungen übliche
Goldorfen-Fischtest wird abgeschafft und durch ein tierschutzgerechtes Verfahren ersetzt. Künftig werden nicht mehr Fische, sondern Fischeier dem Abwasser ausgesetzt, um dessen Giftigkeit zu ermitteln. Der Bundesrat
billigte heute die von Bundesumweltminister Jürgen Trittin erarbeitete Novelle zum Abwasserabgabengesetz. Die neue Regelung tritt am 1. Januar 2005 in Kraft.
Damit wird einer nachdrücklichen Forderung von
Tierschützern, die die Goldorfe zum "Versuchstier des Jahres 2003" erklärt hatten, entsprochen. Der Goldorfen-Test wurde in den siebziger Jahren eingeführt, nachdem in Oberflächengewässern häufig
Fischsterben beobachtet worden waren.
Mit Hilfe des neu entwickelten Fischei-Tests können die bisherigen Untersuchungen mit ca. 40.000 bis 50.000 Fischen pro Jahr vollständig entfallen. Der Eitest besitzt die
gleiche Aussagekraft und Zuverlässigkeit wie der Goldorfen-Test. Erforderlich ist der Einsatz eines biologischen Testverfahrens weiterhin, weil unerwünschte biologische Wirkungen im Abwasser mit
chemisch-physikalischen Messmethoden allein nicht hinreichend erfasst werden können.
Die Goldorfe ist keine eigenständige Fischart, sondern es handelt sich hierbei um eine Farbvariante des Alands.
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