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Wenn Kormorane an einer Gewässerstrecke auftreten, können sie
binnen weniger Tage enorme Prozentsätze herausfressen, häufig mehr als die Hälfte, im Extremfall über 80 % des lokalen Fischbestandes.
Das kann kein anderes fischfressendes Tier. Das könnten, selbst
wenn sie wollten, auch Angler nicht erreichen.
Im Kormoran leben Faden-, Saug- und Bandwürmer, deren Larven sich auf Fische und von dort auf den Menschen übertragen. Das berichtet Prof. L. W. Reimer in
der Fachzeitschrift „Fischer & Teichwirt". Durch die starke Vermehrung der Vögel nahm der Parasitenbefall stark zu. Über 90 % der Vögel waren befallen. In einem einzigen Vogel fand man bis zu Tausend
Bandwürmer.
Die Larven der Würmer nisten sich im Darm und in den Eingeweiden von beinahe allen Fischen ein und können beim Verzehr der Fische auf den Menschen übertragen werden. Bekannt sind insbesondere der
Fischfinnenbandwurm und der Katzer, eine Fadenwurmart, die beim Menschen im Darm leben kann. Der Autor warnt: da mit der massiven Zunahme der Kormorane auch gesundheitliche Risiken für den Menschen zunehmen, sollte
in der Frage der Bestandsdichte ein Kompromiss gefunden werden.
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