|
Häufige Verlagerung des Bachlaufs infolge Seitenerosion
mit Uferabbrüchen, Mäanderdurchbrüchen und Abschnürungen von Altarmen sind kennzeichnend für Sandbäche. Die Sohle besteht überwiegend aus Sand, was für diesen Bachtyp namens gebend ist. Das Wasser
ist weich und kalkarm und leicht sauer bis neutral. Es hat einen geringen Nährstoffgehalt und ist im Vergleich zum Organischen Bach klar. Der Sandbach bildet
Mäander mit Gleit- und Prallhang. Das Bachbett hat eine kastenförmige Ausprägung und ist flach. Vor allem im Bereich von Strömungshindernissen gibt es jedoch Kolke, Tiefenrinnen und Sandbänke. Nur bei
besonders hohem Hochwasser überflutet der Bach den Auenbereich. Traubenkirschen-Erlen-Eschenwälder oder Eichen-Hainbuchenwälder mit geringer Deckung der Krautschicht sind typische bachbegleitende
Wälder. Wasserhahnenfuß, Brunnenkresse und Kanadische Wasserpest sind charakteristische Wasserpflanzen. Auch der Sandbach ist vergleichsweise artenarm. Als Fische und Fischartige sind hier Schmerle und Bachneunauge zu nennen.
|