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Die Lippe bei Werne
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Schon seit längerer Zeit war es tagsüber so sonnig und schön, dass
ich es kaum erwarten konnte, endlich wieder einmal zu angeln. Am Samstag, dem 22. Februar 2003, machten wir es wahr und fuhren an unsere „alte“ Weser um auf Barben zu angeln. Aber leider wurde es ein Schneidertag,
dass Wasser war doch noch etwas zu kalt für die Fische.
Als uns am nächsten Morgen erneut der schönste Sonnenschein weckte, überlegten wir, was man an diesem herrlichen Tag wohl machen könnte. Mitte der
Woche hatten wir endlich unsere „Kanalkarten“ vom LFV Westfalen bekommen und so beschlossen wir, uns einige der „neuen“ Gewässer einmal anzuschauen. Da wir dieses Mal mit dem Cabrio fahren wollten, überlegten wir,
wo wir mit wenig Gepäck, d.h. jeder mit nur einer Teleskoprute, hinfahren könnten. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn es standen außerdem dem Dortmund-Ems-Kanal auch noch der Datteln-Hamm-Kanal, der
Rhein-Herne-Kanal und der Weser-Datteln-Kanal zur Verfügung. Wir entschieden uns für ersteren und fuhren in Richtung Münster bzw. Hiltrup.
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Dort angekommen erwies sich das Angeln als sehr schwierig, es
schwammen viele und vor allen große Eisstücke auf dem Kanal. Also setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren weiter. In der Nähe von Amelbüren hielten wir erneut an und versuchten dort am Kanal unser Glück mit
Blinker und Twister. Das Wasser war fast eisfrei und auch gut zugänglich. Die Fische wollten jedoch auch hier nicht beißen.
Nachdem wir uns dort eine halbe Stunde aufgehalten hatten, entschlossen wir uns es
einmal an der Lippe zu probieren. Also fuhren wir nach Werne, genauer: nach Stockum bei Hamm. Trotz Karte des LFV war es nicht einfach, eine Straße zu finden, die zum Lippeufer führte. Ein paar Einheimische sagten
uns, dass wir schon auf dem richtigen Weg seien. Wir müssten nur die Straße, die als Sackgasse bezeichnet war, weiterfahren, den Dortmund-Hamm-Kanal überqueren und schon sähen wir die Lippe. Und so war es auch. Auf
einem LFV ausgeschilderten Parkplatz parkten wir und gingen runter zur Lippe. Das war ein Flüsschen, wie ich es mir immer gewünscht hatte! Schön kurvig und nicht so breit wie die Weser. In der Lippe, so hatten wir
übers Internet herausgefunden, werden am meisten Aale, Rotaugen und Karpfen gefangen. An zweiter Stelle stehen Döbel, Gründling und Hecht. Letzterer unterlag jedoch gerade der Schonzeit (15.2. – 30.4.). Aber
wir wollten ja auch keinen Hecht fangen, sondern es auf Barsch oder Zander versuchen, die ebenfalls in der Lippe vorkommen sollen, wenn auch „nur“ an dritter Stelle.
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Zuerst versuchte ich es mit einem schönen bunten Twister. Dann
montierte ich eine Pose an die Rute, öffnet den Bügel und ließ sie treiben. Aber auch das brachte uns nichts ein. Kein Fisch hatte zu dieser Jahreszeit Appetit auf Würmer, Maden oder Kunstköder. Zwei „Schneidertage“
hintereinander haben wir bisher noch nie erlebt! Doch was soll’s. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Alles in allem war es ein schöner Tag und wir haben schon einmal einige unserer neuen Ufer kennengelernt.
Weitere Berichte findet ihr unter www.unsereseite.de/uschi
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