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Kaviar: das schwarze Gold

Die teuersten Fischeier, der russische Beluga-Kaviar, stammen vom Hausen (Huso huso). Er kann über 100 Jahre alt und bis zu einer Tonne schwer werden. Einzelne Exemplare enthielten bis zu 180 kg Kaviar mit etwa 25 Millionen grauweißen Eiern. Mittlerweile ist der Beluga, wie die meisten anderen der 25 Störarten, in seinem Bestand bedroht.
Um die Jahrhundertwende ernteten die Russen pro Jahr fast 400.000 t Kaviar. Ende der siebziger Jahre waren es gerade

 

noch 25.000 t, heute sind es offiziell nur 5.000 t. Dazu kommt eine erkleckliche Menge durch Wilderei.

Die Banden verfügen über moderne Ausrüstungen und schmuggeln die Beute außer Landes. Auf diesem Wege wurden Polen, Schweden oder die Türkei laut Handelsstatistik wichtige Kaviarproduzenten obwohl dort gar kein Kaviar gewonnen werden kann.
Sein Lebenszyklus wurde dem Stör zum Verhängnis: Nach dem Schlüpfen schwimmt er zum Meer, wo er heranwächst. Erst mit etwa zehn Jahren wird er geschlechtsreif, nur alle drei bis sechs Jahre ist er fruchtbar. Dann macht er sich auf den Weg in die Flüsse zu den Laichplätzen. Diese gefährliche Reise ist heute vielfach unmöglich geworden. Russische Experten sind überzeugt davon, dass es in zehn Jahren keinen Kaviar mehr geben wird, wenn es nicht gelingt, die Störe in Aquakultur zu produzieren.

   

Stör: Überleben nur dank Brüterei

Die Überfischung hat wesentlich zur Dezimierung der Störe beigetragen. Die Europäer westlich Russlands haben ihren Stör (Acipen-ser sturio) in den Flüssen und Meeren praktisch ausgerottet. In Russland, Persien und China schwanden die Bestände zusehends, abgesehen von kurzen Erholungsphasen

 
 

während der Weltkriege. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion unterlaufen organisierte Banden von Wilderern die Schutzbestimmungen.

Zudem macht die Umweltverschmutzung den Fischen schwer zu schaffen. 1990 wiesen alle untersuchten Stör-Eier aus der Wolga schwere histopathologische Veränderungen auf, der größte Teil der Embryonen war nicht lebensfähig. Rückstände aus Raffinerien, Pestizide aus der Landwirtschaft und Abwässer aus Atomkraftwerken vergiften das Wasser. Die Folge sind Massensterben in der Nähe städtischer Kläranlagen oder von Chemiewerken mit Hunderttausenden von toten Stören.

Die Dämme der Wasserkraftwerke behindern den Weg der Störe zu ihren Laichgründen. So verschwanden sie aus Elbe, Oder, Rhein und Weichsel, später auch aus der Donau. Der Krasnodar-Damm beendete 1974 die Fortpflanzung der Störe aus dem Asow´schen Meer. Der Zugang zur Wolga aus dem Kaspischen Meer war mit dem Bau des Wolgograder Dammes versperrt, das Gleiche wiederholte sich im Guadalquivir mit dem Alcal de Rio-Damm.

Die Störe, denen die Reise dennoch gelingt, finden vielerorts keine Laichgründe mehr. In Donau, Guadalquivir und Garonne verschwanden sie durch die Entnahme von Sand und Kies für die Bauindustrie. Kanäle leiten Wasser aus den Flüssen, so dass die Plätze austrocknen. Die wenigen Jungfische, die noch flussabwärts schwimmen, werden von den Turbinen der Wasserkraftwerke getötet.

Als Reaktion auf die Umgestaltung der Flusslandschaften wurden in Russland Brütereien gebaut, die jährlich 100 Mio. Jungfische aussetzen. Aus diesen Brütereien stammen heute praktisch alle Störe, die in der Wolga-Kaspi-Region gefangen werden. Sie machen 90% der Fänge aus.




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