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Tigernuts (Tigernüsse) auch Erdmandel, Amandes de terre oder Chufas
Die Erdmandel zählt zu den Riedgrasgewächsen und wächst am besten auf lehmig-sandigen Böden bei einer minimalen Bodentemperatur von 12 °C. Die aufrechten grünen Stengel sind durch einen weißen Streifen gekennzeichnet. Ihre weißen Blüten stehen in Ähren und sind von langen, laubblattähnlichen Hochblättern umgeben. Die fädigen Wurzeln besitzen runde, erbsengroße, stark ölhaltige Knollen. Der Geschmack der Knollen erinnert an Haselnüsse oder Mandeln. Die braunen Knollen sind eßbar und werden in Südeuropa gehandelt. Von den Arabern im 8. Jahrhundert nach Spanien eingeführt, dort wird heute aus den Erdmandeln das Getränk Horchata de Chufa (Erdmandelmilch) hergestellt. Man kann die aber auch sehr gut im ganzen essen.
Erdmandeln zählen aber auch in vielen Regionen zu den aggressiven Neophyten (neuen Pflanzenarten), die indigene (einheimische) Pflanzenarten verdrängen. In den Niederlanden haben sich daraus seit 1970 problematische Massenvorkommen als Ackerunkraut entwickelt, die seit 1984 gezielt Bekämpft werden.
Aus anglerischer Sicht zählen Tigernüsse zu den sogenannten Partikelködern, zu denen unter anderen auch der Mais gehört. Tigernüsse haben sich vor allem bei den Karpfenanglern von einem Geheimtip zu einem der erfolgreichsten Karpfenköder überhaupt entwickelt. Die Tigernüsse werden sowohl als Mehl in Boiliemixen verwendet, als auch als Hackenköder und zum Anfüttern benutzt. Gerade in Gewässern in denen man wegen z.B. vieler Zwergwelse nur schwer mit Boilies selektiv fischen kann, wird gerne zur Tigernuss gegriffen.
Man kann Tigernüsse bereits Angelfertig im Glas kaufen. Dies wird allerdings zu einem teueren Spaß wenn man intensiv mit diesem Köder angeln möchte. In diesem Fall empfiehlt es sich die getrocknete Variante zu kaufen und diese selbst zuzubereiten. In Falle der Tigernuss muß im Vergleich zu anderen Partikelködern ein etwas größerer Aufwand betrieben werden der sich aber durchaus lohnt.
Zubereitung: Zuerst müssen die Tigernüsse für ca. 24 Stunden in kaltes Wasser eingeweicht werden. Danach werden die Nüsse für 30-45 Minuten (je nach Größe der Nüsse) gekocht. Nach dem Kochen lässt man die Tigernüsse für weitere 12-24 Stunden im Kochwasser ziehen. Hierbei entsteht durch den hohen Stärkeanteil eine geleeartige durchsichtige Flüssigkeit, die süßlich schmeckt. Danach sind die Tigernüsse fertig für den Einsatz.
Zielfisch(e)
Vorteile
- selektiver Karpfenköder
- lässt sich gut lagern
- günstiger als Boilies
Nachteile
- benötigt lange Vorbereitung
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