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    Teig - der unterschätzte Köder

    In Anbetracht der vielseitigen Verwendbarkeit von Teigködern ist es überraschend, dass sie meistens oder immer erst an zweiter Stelle nach den Würmern oder Maden genannt werden.

    Richtig dargeboten fangen sie Weißfische ebenso gut, bringen oft bessere Fische und sind viel leichter am Haken zu befestigen als Würmer oder Maden und schließlich auch billiger.

     
       

    Zunächst kann man das Weizenkorn, die Grundlage aller Mehlköder, als Ganzes verwenden. Man muss es freilich erst kochen, bis die Hülle platzt. Für Weizen sind Hakengrößen 10 bis 14 geeignet. Mehl lässt sich zu Teig kneten, der ebenfalls ein guter Köder ist. Paste aus Brot ( Weißbrot, Brötchen ) ist dem Mehlteig ähnlich, kann aber fester geknetet werden. Dazu verwendet man einen Laib Brot, der mindestens einen Tag alt ist, frisches Brot ist ungeeignet.

    Die Brotkrume wird in ein sauberes Tuch gehüllt, und die Ecken des Tuches werden zusammengelegt, dass eine Art Beutel entsteht. Darin kneten Sie es, während das Tuch einige Augenblicke in Wasser getaucht wird, bis es gleichmäßig durchfeuchtet ist. Die Ansichten der Angler differieren, welche Festigkeit die Paste braucht. Einige bevorzugen eine Paste, die vom Haken fällt, wenn man den Köder wieder einholt, andere geben Mehl dazu oder sogar Watte, um ihn haltbarer zu machen. Manche würzen oder färben sie mit Honig, Zucker, Anis oder anderen Duft- oder Aromastoffen für Backmittel.

     
       

    Normalerweise formen Sie den Teig- oder Pastenköder in erbsengroße Stücke und drücken sie um einen Haken Gr. 10, aber Angler, die auf große Plötzen aus sind, nehmen Portionen bis zur Kirschengröße. Häufig sind die Fische freilich wählerisch. Dann wird ein winziges Kügelchen aus Teig oder ein Brotkrümel, auf die Spitze eines winzigen Hakens gespießt Wunder wirken. Wer mit Brotflocken fischen will, nehme nur ganz frisches Brot ohne Rinde. Etwas Krume wird auf die Hakenbiegung gedrückt und bleibt dort haften. Die Ränder der Flocke sollten nicht geglättet werden. Sie quellen im Wasser, Teile bröckeln ab und treiben mit der Strömung: ein einfaches Mittel, die Fische anzufüttern und

     

    herbeizulocken. Achten Sie darauf, dass der festere Kern der "Flocke" nicht die Hakenspitze umhüllt; es würde einen erfolgreichen Anhieb beeinträchtigen. Ein guter Köder ist ferner die äußere Rinde eines Weißbrotes. Die Hakenspitze führen Sie durch die Kruste und wieder durch die Krume zurück.

    Trockenes Brot, in Würfel von etwa 6 mm Kantenlänge geschnitten ist ebenfalls, zumal im Winter und zu Beginn der Saison, brauchbar. Der Haken wird so in den Würfel eingeführt, dass sich die Spitze nicht zeigt, aber dicht unter der Oberfläche sitzt. Der Würfel fällt leicht vom Haken - dennoch sollte man es einmal mit ihm versuchen.

    Tiefkühlbrot

    Wie bekommt man das Brot so auf den Haken, dass es auch hält? Schneiden Sie einfach Weißbrotstück (kein Toastbrot) in kleine Würfel, ca. 1 cm Kantenlänge. Diese Stücke in einen Beutel und ab in das Tiefkühlfach.
    Wenn Sie es zum Angeln dann auftauen lassen, wird es zäher, als es als frisches Brot war. Das können Sie übrigens beliebig oft wiederholen, jeder Einfriervorgang macht das Toastbrot zäher.

    “flüssiges” Brot

    Mit “flüssigem” Brot können Sie gigantische Futterwolken erzeugen. Zerkrümeln Sie dazu ein frisches Weißbrot in einer Küchenmaschine. Anschließend das Granulat in eine Backform geben und 5 Minuten bei 100°C im Backofen erwärmen. Auf einer flachen Fläche erkalten lassen und zusammen mit einem Stein als Gewicht in einen wasserlöslichen PVA-Beutel geben.
    Wenn der Beutel sich nach kurzer Zeit auflöst, entsteht im Wasser in Grundnähe eine gigantische Futterwolke. Die Weißbrotkrumen steigen nur ca. einem Meter nach oben, bevor sich diese voll Wasser gesogen haben und wieder absinken.

       

    Autor: <og>, 13.09.2002




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