|
Der Neckar bei Heilbronn
Mitten in der City und doch in Ruhe angeln - der Neckar fließt ruhig durch eine überwiegend grüne Landschaft. Einzig "störend" sind da
die Autobahnbrücke der A6 und der Kraftwerksturm der EnBW - hier sind aber absolute Hot Spots.
Nur selten möglich, sobald Sie einen Erlaubnisschein gelöst haben, können Sie mit dem Fahrzeug direkt bis zum
Angelplatz fahren. Dabei handelt es sich um Angler-Parkplätze, nur wer eine Lizenz hat, darf direkt am Fluss parken. Dieser Teil des Neckars ist bekannt für einen guten Raubfischbestand. Dabei überwiegt
eindeutig der Zander, man fängt diese das ganze Jahr über. Die meisten Exemplare erreichen mittlere Gewichte, Kapitale sind selten. Barsche kommen überall in großen Mengen vor und stürzen sich an manchen Tagen
regelrecht auf die Köder. Anders verhält es sich mit den Hechten, diese sind Einzelgänger und bevorzugen ausgespülte, ruhige Flusspassagen.
Für den Fang von Zandern empfielt sich vor allem die Strecke
zwischen der Autobahnbrücke und dem Kraftwerksturm. Hauptsächlich verwendete Köder sind Gummifische, die man über den Boden hüpfen lässt. Das Gewässer ist aber hängerträchtig, so dass immer mit Verlusten zu rechnen
ist. Aale fängt man im Hochsommer am besten früh morgens. Köder: dicke Tauwürmer sowie kleine Köderfische. Auch Döbel kommen häufig vor und werden in erster Linie mit Spinnern und Blinkern, seltener mit Würmern oder
Fruchten erbeutet.
Karpfenfans kommen auf ihre Kosten, denn der Neckar ist für seine kapitalen Exemplare bekannt. Rüssler bis 15 kg werden alljährlich gefangen. Die besten Stellen befinden sich gegenüber der
Anlegestelle des Kraftwerks. Hier fließt das Wasser sehr ruhig. Nachtangeln ist unverständlicherweise verboten (Gott schenke den Verbänden und Vereinen Hirn), aber auch der späte Abend hält manche Überraschung
bereit. Große Karpfen werden so gut wie ausschließlich mit Boilies gefangen. Zwar gibt es viele Neckarangler, die den Fischen erfolgreich mit Mais, Teig oder Wurm nachstellen, kapitale Exemplare werden damit nur
selten gefangen. Die Barbe ist im Neckar auf dem Vormarsch. Wurde sie vor einigen jahren nur vereinzelt als Beifang gehakt, so gibt es inzwischen mehrere Spezialisten, die den Fischen gezielt nachstellen. Top-Köder
ist der Wurm, oft wird ein Käsewürfel am Haar angeboten. Erfolgversprechend ist der Neckar auch für Wallerangler, es werden jedes Jahr viele Welse gefangen. Zwar keine "Pogiganten",
aber mit Bissen ist immer zu rechnen. Diese werden vorwiegend mit Wurmbündeln gefangen, nur selten ist man mit dem Köderfisch erfolgreich.
Schwierigkeiten bereitet der zum Teil rege Schiffsverkehr. Man
sollte auf jeden Fall beim Herannahen eines Bootes die Montagen ans Ufer holen, der flache Gewässergrund in diesem Abschnitt begünstig ansonsten Beschädigungen durch die Boote.
Lizenzen
- Angelgeräte Schmidt, Karlstr. 6, 74072 Heilbronn, Tel. 07131/85989
- Fischers Fritz Angelfachmarkt, Hahnstr. 8, 74080 Heilbronn, Tel. 07131/911818
- Der Wurmbader, Steinsfelder Str. 6, 74248 Ellhofen, Tel. 07134/903851
- TAHO Angelgeräte, Südstr. 22/1, 74172 Neckarsulm-Obereisesheim, Tel. 07132/42070.
Tageskarten kosten 8,00 €, Jahreskarten 45,00 €.
Bestimmungen: Zwei Handangeln. Nachtangeln ist nicht gestattet. Es dürfen sechs Edelfische entnommen werden, davon zwei Raubfische. Streckenverlauf, Mindestmaße und Schonzeiten sind auf den
Erlaubnisscheinen vermerkt.
|