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Vereinbarung zwischen Nidwalden und Obwalden betreffend die Fischenzen an der Lopp in Stansstad vom 16. Juni 1632
(kein Witz, diese Vereinbarung hat immer noch Gültigkeit)
Wir diß nachbenambte Sebastian Wirtz alt Landtammann und
Panerherr, Johanneß Kirsiter Buwmeister eines, so dan Johanneß Zelger alt / Landtammann und Landtßhauptmann, Bartholome Odermat gewesner Landtvogt im Rhynthal und Leütenambt Caspar Engelberger anders Theilß, / als
von unseren beydersytz G[nädigen] H[erren] und Oberen zuo Underwalden ob und nitt dem Khernwaldt um nachvolgende Sach mit Gewalt und Befelch Abgeordnete, 4 thuondt / kundt und bekennen offentlichen hirmit:
Demnach ietzt ein Zeit häro [verstrichen ist, seit der] entzwüschent den Fischeren ob und nitt dem Khernwald sich mithin Gespän und / und Stöß zuogetragen der Fischentzen oder selbiger Marchen halber in der Lop,
antreffent den fryen Ruß [Strömung] in den underen Sehe zwüschent dem Berg und / den eigenen Fachen [Fischgehegen] daselbsten. Da dan wier zuo vorderist etliche harummen wysende Geschrifften und Urkunden als ein
rächtlichen Spruch von / der dryen Orten Lucern, Urj und Schwytz Sendpotten d[en] 23.ten Augst A[nn]o 1397, item ein Urtel des Geschwornen Gerichts nit dem Khernwaldt uff / St. Hilarytag [13. Januar] A[nn]o
1431ergangen, item noch ein Rechtspruch von ermelten der dryen Orten Lucern, Urj und Schwytz Sendpotten, so geben den / 23.ten Augst A[nn]o 1541, und noch andere Geschriften mehr, die wier in ihro Crefften verbliben
lassen, abgehört. Darüber [haben wir] nach derselbigen uns ge / gebner Anleitung und teütlichem Wägiwyß den Augenschyn eigentlichen ingenommen und volgendts uns dergestalten miteinanderen vereint / und
einhelligklichen erkent, daß der Ruß in der Lop in aller Änge, namlichen von den zweyen Eggen des Bergs, die sich zum wytesten in den / Sehe heruß erstrecken, dryssig Klaffter wytt gegen den eigenen Fachen nach erst
angezogener Brieffen Sag offen und ohnversetzt sin solle, wie dan / wier dessen von dem oberen Eggen gestracks hinuß zuo messen die ordenlichen Marchzeichen und geschlagne Schwirren augenschindlichen gefunden. / Und
zuo mehrer Erleüterung diser Marchen, künfftigen noch witeren Gespänen vor zuo sein, [haben wir] für notwendig angesächen und befolchen, von dem under / en Egg gleichermassen auch drissig Klaffter wyt hinuß ein
Zeichen oder Schwirren zuo setzen. Und wo disere beide Zeichen schnuorstracks und die / Richtige in den underen oder grossen Sehe hinußwertz zeigen, zuo usserst uff der Tünne oder Sehefuren die dritte Schwirren zuo
schlachen. Innerhalb / welchen dryen Zeichen und Marchen gegen den Berg uß dem einen Sehe in den anderen niemandts weder mit Netzen, Rüschen, Bären, Zünden noch / Setzgarnen (allein die fryen Zuggarn uff dem
Luterzug vorbehalten wie zuogleich den Zündet in dem Balchenleich der Ürtneren zuo Hergiß- / wyl, als fehr sich ihr Ürtimarch erstreckt) keinswegß nit fischen, sunders den Ruß daselbsten zuo der Fischen fryem und
ohngehindertem Gang / uß dem einen Sehe in den anderen frey, ledig und offen lassen solle, bej zwentzig Guldi Buoß iedes Mal.
Und so aber die Fischer oder iemandts / anders dessen beschwärt zuo sein vermeynen
wolten, denen solle ein Monet lang solches güetlich oder rechtlichen zuo widertriben Zyl / und Platz vergunt sein, wo nit, danethin in das Werck gericht und alles ordentlich verschriben werden. Beschach den 1.ten
Aprellen des 1632.ten / Jahrs.
Und so demnach haruber mehr als drithalben Monat verflossen, daß sich demme allem niemandts widersetzt oder sölches in
einichen / Wäg zuo widertriben begert, haben beidersytz unsere G[nädigen] H[erren] und Oberen in Bysein [Herrn] Buwmeister Johan Kirsiters 25und H[errn] Melichior / Rorers, Landtschreiberen ob dem Khernwaldt, wie auch H[errn] Leütenambt Caspar Engelbergers und meinen 26nachgeschribnen Landtschreibers / oberzelte Marchen abgeredter Massen ernüweren und die Zeichen schlachen, auch disen Brieffen zwen gleichlutent mit beiden ihr / gewohnlichen Landtßsecret-Insiglen zuo künfftiger Bekrefftigung bewahren lassen, den 16.ten Juny vorgemelten
1632.ten Jahrs L[ocum] S[igillum] L[ocum] S[igillum Johan Melchior Löw, Ritter, Landtschreiber nitt dem Khernwaldt
Regierungsratsbeschluss über das Fischereischongebiet an der Lopp in Stansstad vom 24. November 1969
Der Regierungsrat, gestützt auf Art. 65 der Kantonsverfassung, in Ausführung der Vereinbarung vom 16. Juni 1632 zwischen
Nidwalden und Obwalden, beschliesst:
1. 1 Die Seeenge an der Lopp in Stansstad wird zum Fischereischongebiet erklärt. 2 In diesem Fischereischongebiet ist mit Ausnahme des Freiangelns gemäss Art. 4 Abs.
2 des Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung betreffend die Fischerei jeglicher Fischfang verboten.
2. Die Grenzen des Fischereischongebietes an der Lopp sind aus dem im Anhang enthaltenen Plan
ersichtlich, der einen Bestandteil dieses Beschlusses bildet.
3. Widerhandlungen gegen diesen Beschluss werden gemäss § 58 der Fischereiverordnung bestraft.
4.
Dieser Beschluss tritt mit seiner Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.
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