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Verordnung der Oö. Landesregierung vom 24. Oktober 1983 betreffend Durchführungsbestimmungen zum Oö. Fischereigesetz
(Oö. Fischereiverordnung)


Präambel/Promulgationsklausel
  Auf Grund der §§ 7 Abs. 10, 10 Abs. 1, 21, 22 Abs. 4, 25 Abs. 3, 26 Abs. 3, 31 Abs. 1 und 32 Abs. 5 lit. b des Oö. Fischereigesetzes, LGBl.Nr. 60/1983, in der Fassung des Landesgesetzes LGBl.Nr. 16/1990 wird verordnet:

 
I. ABSCHNITT
Fischereibuch

§ 1  Hauptbuch

  (1) Dem Hauptbuch ist ein Übersichtsplan über die Gewässer im Maßstab 1 : 20.000 sowie ein Gewässerverzeichnis nach dem Muster der Anlage 1 voranzustellen, welches in alphabetischer Reihenfolge und fortlaufend numeriert die einzelnen Fischwässer (Gewässer) unter Angabe der Ordnungsnummer der jeweils dazugehörenden A- und B-Blätter enthält. Besitzt ein Fischwasser (Gewässer) mehrere Benennungen, so sind die Eintragungen unter dem in den jeweils neuesten staatlichen Landkarten verwendeten Namen vorzunehmen. Bei den sonst gebräuchlichen Namen ist auf die Eintragungen unter diesem Namen zu verweisen. Namenlose Fischwässer (Gewässer) sind im Anschluß an die benannten einzutragen.
  (2) Das Hauptbuch selbst ist in Lose-Blatt-Form aus Einlagen zu bilden, die aus je einem A-Blatt und einem B-Blatt nach den Mustern der Anlagen 2 und 3 bestehen.
  (3) Die Reihung der A-Blätter erfolgt unter Bedachtnahme auf die Gewässersysteme sowie den Gewässerverlauf und der Folge der einzelnen Fischereirechte entsprechend mit fortlaufender Numerierung (Ordnungsnummer). Im A-Blatt sind die Grundstücksnummern des Fischwassers (Gewässers) und dessen Begrenzung, gegebenenfalls auch die ortsübliche Benennung anzugeben; bei Gerinnen ferner die Länge und durchschnittliche Breite, bei Wasseransammlungen die Fläche.
  (4) Die Eintragung der Fischereiberechtigten einschließlich der dazugehörenden Angaben erfolgt im B-Blatt, das dem jeweiligen A-Blatt unmittelbar anzuschließen und mit derselben Ordnungsnummer zu versehen ist. Bestehen an einem Fischwasser (Gewässer) mehrere Fischereiberechtigte, so ist für jeden Fischereiberechtigten ein eigenes B-Blatt anzulegen, dem zusätzlich zur Ordnungsnummer eine Subzahl zu geben ist. Der für die Berechtigung maßgebliche Rechtstitel ist anzuführen. Im Falle der Verpachtung ist auch der Pächter und gegebenenfalls die gemäß § 6 Abs. 3 Oö. Fischereigesetz namhaft gemachte Person, bei Verwaltung der Verwalter gemäß § 4 Abs. 7 Oö. Fischereigesetz anzuführen. Weiters sind auch die im Falle einer Überfischung getroffenen Maßnahmen, wie Beschränkung oder Untersagung der Lizenzausgabe sowie Untersagung der Befischung überhaupt, unter Angabe des zugrundeliegenden Bescheides sowie der Dauer der Beschränkung im B-Blatt ersichtlich zu machen.
  (5) Die Eintragungen im Hauptbuch haben in Maschinschrift zu erfolgen.

§ 2  Urkundensammlung

  (1) Bei den in die Urkundensammlung aufzunehmenden Urkunden muß es sich um Originalurkunden oder beglaubigte Abschriften handeln. Aufzunehmen sind alle den Bestand oder den Umfang eines Fischereirechtes berührenden Urkunden (wie Kauf-, Übergabe-, Schenkungs-, Tausch-, Pachtverträge, Einantwortungsurkunden, gerichtliche und behördliche Entscheidungen bzw. Verfügungen u.dgl.).
  (2) Die Aufnahme hat in Umschlägen nach dem Muster der Anlage 4 zu erfolgen. Die Umschläge sind mit der Ordnungsnummer, gegebenenfalls auch der Subzahl der Eintragung im A- bzw. B-Blatt des Hauptbuches zu versehen und in deren Reihenfolge aufzubewahren.

§ 3 Verzeichnis des Fischereiberechtigten

  (1) Das Verzeichnis der Fischereiberechtigten ist in Form einer alphabetisch geordneten Kartei aus halbsteifen Blättern nach den Mustern der Anlagen 5 bis 7 zu führen. Das Verzeichnis besteht aus losen halbsteifen Karteiblättern in der Größe DIN A 5 und hat für den Fischereiberechtigten die Farbe blau, für den Pächter die Farbe gelb sowie für den Verwalter die Farbe rot.
  (2) In dieses Verzeichnis sind in Maschinschrift die Fischereiberechtigten, Pächter und Verwalter mit Namen und Anschrift einzutragen.
  (3) Auf die dazugehörenden Eintragungen im A- und B-Blatt des Hauptbuches ist durch Angabe der Ordnungsnummern, gegebenenfalls auch der Subzahlen hinzuweisen.

II. ABSCHNITT
Fischerlegitimationen

§ 4  Fischerkarte, Fischergastkarte, Lizenz

  (1) Die Fischerkarten, Fischergastkarten sowie die Lizenzformulare mit den einzelnen Lizenzen sind nach den Mustern der Anlagen 8 bis 10 auszustellen. Die Fischerkarte besteht aus Schreibleinen in hellblauem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet. Die Fischergastkarte besteht aus Karton in beigem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet. Das Lizenzformular besteht aus einem Deckblatt aus Karton in hellgrünem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und eingehefteten Seiten. Das Deckblatt ist einmal gefaltet. In das Deckblatt eingeheftet sind insgesamt 16 Seiten mit der fortlaufenden Numerierung von 3 bis 18. Die Seiten 4 bis 17 dienen für die Ausstellung der einzelnen Lizenzen. (Anm: LGBl.Nr. 24/1992)
  (2) Ausgestellte Lizenzformulare, in denen bereits eine oder mehrere Lizenzen erteilt wurden, sind im Rahmen ihrer Gültigkeitsdauer auch für die Ausstellung weiterer Lizenzen zu verwenden.

III. ABSCHNITT
Ersatz des Nachweises der fischereilichen Eignung

§ 5 Einschlägige Berufsausbildung

  Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Fischereigehilfen oder zum Fischereimeister (§ 15 Abs. 6 und § 16 Abs. 5 der Oö. Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsordnung 1967, LGBl.Nr. 53), die erfolgreiche Absolvierung des Diplomstudiums der Studienrichtung Forst- und Holzwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien, der mit der erfolgreichen Ablegung der Reifeprüfung abgeschlossene Besuch einer höheren Lehranstalt für Forstwirtschaft, der erfolgreiche Besuch des Freigegenstandes "Jagd und Fischerei" an einer höheren landwirtschaftlichen Lehranstalt oder von Lehrveranstaltungen über Limnologie, Fischereibiologie, Fischereiwirtschaft, Fischzucht, Hydrobiologie oder Fischkunde an einer Universität gelten als einschlägige Berufsausbildung im Sinne des § 22 Abs. 3 lit. a des Oö. Fischereigesetzes. (Anm: LGBl.Nr. 50/1987)

IV. ABSCHNITT
Fischereischutz

§ 6 Dienstausweis und Dienstabzeichen

  (1) Die von der Behörde betrauten und angelobten Fischereischutzorgane haben bei Ausübung ihres Dienstes den von der Behörde nach dem Muster der Anlage 11 ausgestellten Dienstausweis mit sich zu führen und auf Verlangen vorzuweisen. Der Dienstausweis besteht aus Schreibleinen in hellgrauem Farbton im Ausmaß von 105 mm x 74 mm und ist einmal gefaltet.
  (2) Die in Abs. 1 genannten Personen haben bei Ausübung ihres Dienstes auch das in der Anlage 12 dargestellte und beschriebene Dienstabzeichen deutlich sichtbar auf der linken Brustseite zu tragen.

§ 7 Fischereischutzprüfung; Prüfungskommission

  (1) Die Fischereischutzprüfung ist vor einer beim Amt der Oö. Landesregierung einzurichtenden Prüfungskommission abzulegen.
  (2) Die Prüfungskommission besteht aus einem rechtskundigen Bediensteten des Amtes der Landesregierung als Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied, das fachkundig sein muß.
  (3) Die Mitglieder der Prüfungskommission sind von der Landesregierung auf die Dauer von vier Jahren zu bestellen. Scheidet ein Mitglied der Prüfungskommission vorzeitig aus, so ist für die restliche Dauer der vierjährigen Funktionsperiode ein neues Mitglied zu bestellen.
  (4) Zur Vertretung der Mitglieder der Prüfungskommission ist die erforderliche Anzahl von Ersatzmitgliedern zu bestellen. Die Bestimmungen der Abs. 2 und 3 gelten sinngemäß.

§ 8 Prüfungsstoff

  Der Prüfungswerber hat bei der Prüfung ausreichende Kenntnisse in folgenden Prüfungsgegenständen nachzuweisen:
  a) Fischkunde;
  b) Fischhege;
  c) Regeln der Weidgerechtigkeit;
  d) Rechtsvorschriften, die die Ausübung der Fischerei regeln;
  e) Rechtsvorschriften über den Fischereischutz sowie die Rechte und Pflichten der Fischereischutzorgane.

§ 9 Ausschreibung der Prüfungstermine

  (1) Die Fischereischutzprüfung ist nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Kalenderjahr auszuschreiben. Die Prüfungstermine sind vom Vorsitzenden der Prüfungskommission festzusetzen.
  (2) Um die Zulassung zur Prüfung ist bei der Landesregierung schriftlich anzusuchen, die darüber bescheidmäßig zu entscheiden hat. Zur Prüfung dürfen nur Personen zugelassen werden, die das 19. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Jahren im Besitz einer Fischerkarte sind.
  (3) Die zur Prüfung zugelassenen Personen sind mindestens vier Wochen vor dem festgesetzten Prüfungstermin unter Angabe des Prüfungsortes nachweislich zur Prüfung zu laden. Prüfungswerber, die zur Prüfung nicht antreten, müssen, wenn sie die Prüfung zu einem späteren Termin ablegen wollen, erneut um Zulassung zur Prüfung ansuchen.

§ 10 Durchführung der Prüfung

  (1) Die Fischereischutzprüfung ist öffentlich.
  (2) Die Fischereischutzprüfung ist mündlich abzulegen. Die mündliche Prüfung eines Prüfungswerbers darf insgesamt nicht länger als eine Stunde dauern.
  (3) Der Vorsitzende der Prüfungskommission leitet die Prüfung. Er hat dafür zu sorgen, daß die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Prüfungswerber, die sich ordnungswidrig verhalten, hat er nach erfolgter Ermahnung erforderlichenfalls von der Prüfung auszuschließen.
  (4) Tritt ein Prüfungswerber während der Prüfung zurück oder wird er von der Prüfung ausgeschlossen, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
  (5) Auf Grund des Ergebnisses hat die Prüfungskommission in nicht öffentlicher Beratung zu entscheiden, ob der Prüfungswerber die Prüfung bestanden hat oder nicht. Im Zweifel gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
  (6) Das Ergebnis der Beratung ist dem Prüfungswerber vom Vorsitzenden der Prüfungskommission bekanntzugeben.
  (7) Über den Verlauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu führen, in der jedenfalls der Tag der Prüfung, die Zusammensetzung der Prüfungskommission, die Personalien der Prüfungswerber und das Ergebnis der Beratung festzuhalten sind. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterfertigen.
  (8) Die Prüfung darf jeweils erst nach Ablauf von sechs Monaten wiederholt werden.

§ 11 Prüfungszeugnis

  Den Prüfungswerbern, die die Prüfung bestanden haben, ist ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 13 auszustellen.

V. ABSCHNITT
Heimische Wassertiere, Schonzeiten und Mindestfangmaße

§ 12 Allgemeine Bestimmungen

  (1) Die nachstehend genannten Wassertiere (Fische, Krustentiere und Muscheln) gelten als heimisch. Für sie werden - soweit sie sich in Fischwässern befinden - folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße festgesetzt:

---------------------------------------------------------------------
Wassertier                     Schonzeit               Mindestfangmaß
---------------------------------------------------------------------

A. Familie: Neunaugen (Petromyzonidae)
1. Bachneunauge(Lampetra planeri Bloch)                            ganzjährig geschont
2. Ukrainisches Bachneunauge (Eudontomyzon mariae)         ganzjährig geschont
3. Donauneunauge (Eudontomyzon danfordi L.)                    ganzjährig geschont

B. Familie: Störe (Acipenseridae)
Sterlet (Acipenser ruthenus L.)                                            1. Mai   – 30. Juni    45 cm

C. Familie: Forellenartige (= Lachsartige) Fische (Salmonidae)
1. Bachforelle (Salmo trutta forma fario L.)                           16. Sept. – 15. März   22 cm
2. Seeforelle (Salmo trutta forma lacustris L.)                        16. Sept. – 15. März    50 cm
3. Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss Walb.)               1. Dez. – 15. März   22 cm
4. Huchen (Hucho hucho L.)                                                 16. Febr. – 15. Mai     75 cm
5. Seesaibling (Salvelinus alpinus L.)                                   16. Sept. – 15. März   25 cm
6. Bachsaibling (Salvelinus fontinalis Mitch.)                         16. Sept. – 15. März   22 cm
7. Äsche (Thymallus thymallus L.)                                        1. März – 30. April  30 cm
8. Reinanke, Maräne (Coregonus sp.)                                  16. Okt.  – 31. Dez.    30 cm

D. Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
1. Brachsen (Abramis brama L.)                                           1. Mai  – 31. Mai    25 cm
2. Zope (Abramis ballerus L.)                                              ganzjährig geschont
3. Zobel (Abramis sapa Pallas)                                           1. April – 31. Mai     25 cm
4. Russnase, Blaunase oder Zährte (Vimba vimba L.)             16. April – 31. Mai     25 cm
5. Laube oder Ukelei (Alburnus alburnus L.)                          16. Mai   – 30. Juni    kein
6. Seelaube oder Mairenke (Chalcalburnus chalcoides mento) 16. Mai   – 30. Juni    20 cm
7. Schneider (Alburnoides bipunctatus L.)                              ganzjährig geschont
8. Rapfen oder Schied (Aspius aspius L.)                             16. April – 31. Mai    40 cm
9. Barbe (Barbus barbus L.)                                                1. Mai   – 15. Juni    30 cm
10. Semling (Barbus petenyi)                                               ganzjährig geschont
11. Güster oder Blikke (Blicca björkna L.)                             1. Mai   – 31. Mai     kein
12. Karausche (Carassius carassius L.)                                 ganzjährig geschont
13. Giebel (Carassius auratus gibelio)                                 1. Mai   – 31. Mai     kein
14. Nase (Chondrostoma nasus L.)                                     16. März – 31. Mai    30 cm
15. Karpfen (Cyprinus carpio L.)                                           1. Mai  – 31. Mai    35 cm
16. Gründling (Gobio gobio L.)                                             1. Mai  – 31. Mai    kein
17. Weißflossiger Gründling (Gobio albipinnatus Lukasch)       1. Mai  – 31. Mai    kein
18. Kessler Gründling (Gobio kessleri)                                   ganzjährig geschont
19. Steinkreßling (Gobio uranoscopus Ag.)                            ganzjährig geschont
20. Seider oder Nerfling oder Aland (Leuciscus idus L.)            ganzjährig geschont
21. Moderlieschen (Leucaspius delineatus Heckel)                 ganzjährig geschont
22. Hasel (Leuciscus leuciscus L.)                                         16. März  – 15. Mai     kein
23. Frauennerfling (Rutilus pigus virgo Heckel)                      ganzjährig geschont
24. Perlfisch (Rutilus frisii meidingeri Heckel)                       ganzjährig geschont
25. Ziege oder Sichling (Pelecus cultratus L.)                         ganzjährig geschont
26. Elritze oder Pfrille (Phoxinus phoxinus L.)                        1. April – 31. Mai    kein
27. Bitterling (Rhodeus sericeus amarus Bloch)                     ganzjährig geschont
28. Rotauge oder Plötze (Rutilus rutilus L.)                           1. April – 31. Mai     15 cm
29. Rotfeder (Scardinius erythropthalmus L.)                         1. April – 31. Mai    15 cm
30. Aitel oder Döbel (Leuciscus cephalus L.)                           keine                   kein
31. Strömer (Leuciscus souffia agassizi Cuv. & Val)                ganzjährig geschont
32. Schleie (Tinca tinca L.)                                                   16. Mai   – 30. Juni    25 cm
33. Pseudokeilfleckbarbe (Pseudorasbora parva)                   keine                  kein

E. Familie: Grundeln (Gobiidae)
1. Marmorierte Meergrundel (Proterhorinus marmoratus Pallas) 16. März  – 30. Juni    kein
2. Kessler Grundel (Neogobius kessleri)                                  16. März  – 30. Juni    kein

F. Familie: Bartgrundeln (Balitoridae)
Bartgrundel oder Bachschmerle (Barbatula barbatula)              1. März – 31. Mai    kein

G. Familie: Schmerlen (Cobitidae)
1. Steinbeißer (Cobitis taenia L.)                                         ganzjährig geschont
2. Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis L.)                           ganzjährig geschont

H. Familie: Welse (Siluridae)
Wels (Silurus glanis L.)                                                       1. Juni  – 30. Juni    60 cm

I. Familie: Aale (Anguillidae)
Aal (Anguilla anguilla L.)                                                     keine                  kein

J. Familie: Hechte (Esocidae)
Hecht (Esox lucius L.)                                                         1. Febr. – 30. April   50 cm

K. Familie: Hundsfische (Umbridae)
Hundsfisch (Umbra krameri Fitz.)                                         ganzjährig geschont

L. Familie: Barsche (Percidae)
1. Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua L.)                              keine                   10 cm
2. Schrätzer (Gymnocephalus schraetser L.)                           ganzjährig geschont
3. Streber (Zingel streber L.)                                               ganzjährig geschont
4. Zingel (Zingel zingel L.)                                                   1. April – 31. Mai    20 cm
5. Zander (Stizostedion lucioperca L.)                                   1. April – 31. Mai    40 cm
6. Flussbarsch oder Barsch (Perca fluviatilis L.)                      keine                  kein

M. Familie: Groppen (Cottidae)
Groppe oder Koppe (Cottus gobio L.)                                    1. Febr. – 30. April  kein

N. Familie: Stichlinge (Gasterosteidae)
Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus L.)                 1. Mai  – 30. Juni   kein

O. Familie: Schellfische (Gadidae)
Aalrutte oder Quappe (Lota lota L.)                                      1. Dez. – 31. Jänner 35 cm

P. Krustentiere (Crustacea)
1. Edelkrebs (Astacus astacus L.)                          männl. 1. Okt.  – 31. Mai     12 cm
                                                                         weibl. ganzjährig geschont
2. Steinkrebs (Astacus torrentium Schr.)                 männl.  1. Okt. – 31. Mai    12 cm
                                                                         weibl. ganzjährig geschont
3. Sumpfkrebs (Astacus lepto dactylus Esch.)         männl. 1. Okt. – 31. Mai      12 cm
                                                                         weibl. ganzjährig geschont

Q. Muscheln (Lamellibranchiata)
1. Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera L.)                 ganzjährig geschont
2. Flache Teichmuschel (Pseudanodonta complanata L.)         ganzjährig geschont
3. Große Teichmuschel (Anodonta cygnea)                            ganzjährig geschont
4. Teichmuschel (Anodonta anatina)                                     ganzjährig geschont
5. Gemeine Flussmuschel (Unio crassus Philipsson)                ganzjährig geschont
6. Aufgeblasene Flussmuschel (Unio tumidus)                      ganzjährig geschont
7. Malermuschel (Unio pictorum)                                          ganzjährig geschont.
(Anm: LGBl.Nr. 12/1992, 63/1996, 76/1998, 107/2001)

  (2) Wassertiere, die während der Schonzeit oder ohne das Mindestfangmaß erreicht zu haben in die Gewalt des Fischers gelangen, sind sofort in das Fischwasser zurückzusetzen.
  (3) Die in den einzelnen Fischereiordnungen festgesetzten Schonzeiten und Mindestfangmaße werden durch die Bestimmung des Abs. 1 nicht berührt.

§ 13 Besondere Bestimmungen

  (1) Für die Grenzgewässer der Salzach von der Landesgrenze zwischen den Ländern Oberösterreich und Salzburg bis zur Einmündung in den Inn gelten abweichend von § 12 Abs. 1 folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße:

---------------------------------------------------------------------
Wassertier               Schonzeit                    Mindestfangmaß
---------------------------------------------------------------------
Forellen-(Lachs-)artige Fische
Seeforelle                 1. Okt. - 31. Dez.             60 cm
Bachforelle                1. Okt. - 28. Febr.            26 cm
Regenbogenforelle    15. Dez.  - 15. April           26 cm
Bachsaibling             1. Okt.  - 28. Febr.           20 cm
Äsche                                                              33 cm

Hechte
Hecht                    keine Schonzeit        kein Mindestfangmaß

Barsche
Zander (Schill)          15. März - 30. April          50 cm

Karpfenfische
Schleie                    keine Schonzeit
Brachse                  keine Schonzeit
Näsling                    keine Schonzeit
Rotauge                  keine Schonzeit

  (2) Für alle übrigen Grenzgewässer zur Bundesrepublik Deutschland gelten abweichend von § 12 Abs. 1 folgende Schonzeiten und Mindestfangmaße:

---------------------------------------------------------------------
Wassertier               Schonzeit                    Mindestfangmaß
---------------------------------------------------------------------
Forellen(lachs)artige Fische
Bachforelle                                                26 cm
Regenbogenforelle    keine                        26 cm
Huchen                     15. 2. – 31. 5.
Bachsaibling                                               26 cm
Äsche                                                        35 cm

Karpfenfische
Brachse                    keine                        kein
Zobel                        keine                         kein
Barbe                                                        38 cm
Nase                         keine
Karpfen                                                    30 cm
Seider oder Nerfling
oder Aland                 1. 5. – 31. 5.            35 cm
Aitel oder Döbel                                         25 cm
Schleie                                                    26 cm

Welse
Wels                         keine                       70 cm

Hechte
Hecht                        15. 2. – 31. 5.

Barsche
Zander                     15. 2. – 31. 5.            50 cm
(Anm: LGBl.Nr. 107/2001)

§ 13a Netzfischfang; Legschnüre

  In der Zeit vom 1. April bis 31. Mai ist in den fließenden Taggewässern samt ihren Altarmen und Begleitgerinnen das Fischen mit Stellnetzen, Zugnetzen, Daubeln, Reusen und Legschnüren verboten (Anm: LGBl.Nr. 50/1987)

VI. ABSCHNITT
Schlußbestimmung

§ 14 Inkrafttreten

  Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 1984 in Kraft.




Anlagen in Auszügen:

 
 



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