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Fischereigesetz
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DAV - Gewässerordnung
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Uferbetretungsrecht
Dokumente in Sachsen

   

LVSA-Gewässerordnung Ausgabe 2002

Die Gewässerordnung des Landesverbandes Sächsischer Angler e.V. (nachfolgend LVSA genannt) legt auf der Grundlage der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen die Regeln für jede Form des Angelns fest.
Es ist vorrangige Aufgabe der Gewässerordnung, den Schutz, die Erhaltung und Fortentwicklung der im Wasser lebenden Tier- und Pflanzenwelt zu gewährleisten.
Die Gewässer als Lebensraum und die in ihnen beheimateten Tiere und Pflanzen sind Bestandteil des Naturhaushaltes und damit eine Lebensgrundlage für den Menschen.
Wasserqualität und Vielfalt der Gewässer sind unentbehrliche Voraussetzungen zur Fortentwicklung der Fische und Erhaltung ihrer Artenvielfalt.
Die verantwortungsbewußte Pflege und Hege sind Grundvoraussetzung für jedwede anglerische Betätigung und deshalb vorrangige Pflicht jedes Anglers.


1. Grundsätze

1.1.
 Für die Ausübung des Angelns besteht Fischereischeinpflicht. Jeder Angler muß seinen gültigen Fischereischein bei sich führen. Außerdem ist für das Angeln ein gültiger Erlaubnisschein (Angelberechtigung) und ein gültiges Fangbuch (Fangkarte) mitzuführen. Auf Verlangen sind alle genannten Dokumente den kontrollbefugten Personen auszuhändigen.
 
1.2.
 Es besteht für jeden Angler die Verpflichtung, sich vor Beginn des Angelns über gewässerspezifische Regelungen sachkundig zu machen.
 
1.3.
 Mitgliedsverbände des LVSA veröffentlichen für die Angelgewässer, für die sie Fischereiausübungsberechtigter sind, ein Gewässerverzeichnis und dessen Änderungen. Von der LVSA-Gewässerordnung abweichende Regelungen, Festlegungen zu Angelmethoden und abweichende Fangbegrenzungen sind in den Gewässerverzeichnissen ausgewiesen. Die in den Gewässerverzeichnissen ausgewiesenen Gewässer-Kenn-Nummern sind Grundlage für das Ausfüllen des Fangbuches. Vor Beginn jeden Angelns sind in das Fangbuch das Datum des Angeltages und die Gewässer-Kenn-Nummer einzutragen. Unmittelbar nach dem Fang sind Fische, die für eine Mitnahme vorgesehen sind, in das Fangbuch einzutragen.
 
1.4.
 Jeder Angler ist verpflichtet, die Tätigkeit der staatlichen und ehrenamtlichen Fischereiaufseher des Freistaates Sachsen und der Fischerei- und Gewässeraufsicht des LVSA zu unterstützen. Dabei hat jeder Angler die Pflicht, bei Feststellung von Verstößen gegen die Fischereigesetzgebung und/oder die LVSA-Gewässerordnung entsprechend den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Maßnahmen zur Unterbindung der Verstöße einzuleiten. Die Rechte der Fischerei- und Gewässeraufsicht des LVSA sind in einer gesonderten Ordnung geregelt.
 
1.5.
 Zur Gewährleistung des Uferschutzes sind Beschädigungen und Veränderungen aller Art ohne Auftrag des Fischereiausübungsberechtigten an den Uferböschungen einschließlich der Gehölze verboten. Zur Uferbetretung sind in der Anlage 3 dieser Gewässerordnung generelle Ausführungen gemacht.
 
1.6.
 Das Betreten und Befahren sowie das Waten bei vorhandenen Gelegen (Überwasser-, Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzenbestände) ist untersagt. In den Gewässerverzeichnissen sind die Gewässer ausgewiesen, auf denen das Bootsangeln erlaubt ist. Das Boot muss beim Angeln fest verankert sein. Bootsbenutzung schließt  alle Hilfsmittel ein (z.B. Belly-Boot, Floß usw.), mit denen ein Gewässer befahren werden kann.
 
1.7.
 Bei der Wahl des Angelplatzes hat der zuerst Kommende das Vorrecht der Angelausübung.(Ausgenommen Behindertenangelplätze).
Es ist Pflicht des Anglers, seinen Angelplatz in zumutbaren Umfang vor und nach dem Angeln zu säubern und den Müll vorschriftsmäßig zu entsorgen.
 
1.8.
 Geangelte maßige Fische, die zum Verzehr bestimmt sind, müssen sofort, spätestens jedoch am Ende des Angeltages nach sachgemäßer Hälterung waidgerecht getötet werden.
Fische dürfen entweder in geeigneten Setzkeschern oder in geeigneten Behältnissen maximal während der Zeit eines Angeltages gehältert werden, wenn sie im Fanglimit liegen und durch Eintragung in das Fangbuch beweiskräftig für eine spätere Mitnahme vorgesehen sind. Die Hälterung muss vermeidbare Beeinträchtigungen des Gesundheitszustandes der Fische ausschließen und ist zeitlich auf das Erforderliche zu beschränken.
 
1.9.
 Jeder Angler muß in seiner Angelausrüstung ein geeignetes Maßband, einen Hakenlöser sowie Messer oder Fischtöter mitführen.
 
1.10.
 Der Inhaber eines Erlaubnisscheines ist verpflichtet, Fischsterben in dem von ihm genutzten Gewässer der Ortspolizeibehörde und dem Fischereiausübungsberechtigten sofort anzuzeigen.
 
1.11.
 Die Nachtangelzeit beginnt eine Stunde nach Sonnenuntergang und endet eine Stunde vor Sonnenaufgang.
 
1.12.
 Benutzen eines Angelzeltes, Schirmzeltes oder einer Vorrichtung, die dem Wetterschutz, jedoch nicht ausschließlich der
Übernachtung dient, ist gestattet. Andere Rechtsvorschriften dürfen dem nicht entgegen stehen.
 
2. Angelgeräte und Köder

2.1.
 Der Inhaber eines gültigen Erlaubnisscheines darf in allgemeinen Angelgewässern beköderte Angeln wie folgt verwenden:
 
2.1.1.
 zwei Friedfischangeln
oder
2.1.2.
 eine Friedfischangel und eine Köderfischangel
 oder
2.1.3.
 zwei Köderfischangeln
oder
2.1.4.
 eine Spinnangel
 oder
2.1.5.
 eine Flugangel

2.2.
 Der Inhaber eines gültigen Erlaubnisscheines darf in Salmonidengewässern mit künstlichen Ködern beköderte Angeln wie folgt verwenden:
 
2.2.1.
 eine Flugangel
oder
2.2.2.
 eine Spinnangel

2.3.
 Friedfischangel (Definition: Handangel zum Friedfisch-Fang)
Die Friedfischangel ist eine beliebige Rute mit oder ohne Rolle und mit einem einschenkligen Haken, der mit für den Fang von Friedfischen zugelassenen natürlichen oder künstlichen Ködern versehen ist.
Die Mormyschka-Angel ist eine Sonderform der Friedfischangel, bei der als Köder ein einschenkliger, bebleiter und unbeköderter Mormyschka-Haken in Größe 8 oder kleiner verwendet wird. Der Mormyschka-Haken darf zusätzlich auch mit zugelassenen natürlichen oder künstlichen Ködern versehen werden.

2.4.
 Köderfischangel (Definition: Handangel zum Raubfisch-Fang)
Die Köderfischangel ist eine beliebige Rute mit oder ohne Rolle. Der als Köder verwendete tote Köderfisch oder 1 Teilstück von einem Köderfisch darf mit bis zu 3 Haken (Einfach-, Doppel- oder Drillingshaken) versehen werden und muß eine einzige Anbißstelle darstellen. Lebende Fische und andere Wirbeltiere dürfen nicht als Köder verwendet werden.

2.5.
Spinnangel (Definition: Handangel zum Raubfisch-Fang)
Die Spinnangel ist eine beliebige Rute mit Rolle. Mit der Spinnangel wird der Köder ständig in Bewegung gehalten. Es dürfen künstliche Spinnköder oder ein toter Köderfisch (auch im Spinnsystem) verwendet werden. Die Anzahl der zulässigen Angelhaken und deren Anordnung entspricht den Erläuterungen zur Köderfischangel unter Pkt. 2.4. tgba.org dieser Gewässerordnung.
 
2.6.
 Flugangel (Definition: Handangel)
Die Flugangel ist eine Gerätekombination bestehend aus spezieller Flugrute, Flugschnur und entsprechender Rolle. Die Flugschnur mit Vorfach ist das Wurfgewicht. Ob die Flugangel zum Friedfisch- , Salmoniden- oder Raubfisch- Fang einsetzbar ist, wird durch den verwendeten Köder bestimmt. Köder, die mit mehreren oder mit mehrschenkligen Haken verwendet werden, sind grundsätzlich Raubfischköder.
 
2.7.
 Köderfische sind vor dem Anbringen an den Angelhaken waidgerecht zu töten und dürfen nur in dem Gewässer verwendet werden, aus dem sie entnommen wurden. Handelsüblich, chemisch konservierte Köderfische dürfen ebenfalls verwendet werden.
 
2.8.
 In Salmoniden-Angelgewässern und in Trinkwassertalsperren (TWT) darf nur ein eingeschränktes Ködersortiment verwendet werden. Siehe hierzu Pkt. 4. und Anlage 2 dieser Gewässerordnung.
 
2.9.
 Gefangene untermäßige oder der Schonzeit unterliegende Fische sind unverzüglich nach dem fang sorgfältig aus den Fanggeräten zu lösen und schonend wieder in die Gewässer einzubringen. Bei tiefgeschluckten Angelhaken ist die Angelschnur direkt am Fischmaul zu durchtrennen und der Fisch gleichfalls zurückzusetzen.

3.
 Fangbegrenzungen
 
3.1.
 In allgemeinen Angelgewässern dürfen je Angeltag (Kalendertag) insgesamt nicht mehr als 3 Fische der nachfolgend mit Fangmengen belegten Arten gefangen und mitgenommen werden.
Im Fang dürfen maximal enthalten sein:
1 Stück Lachs, Meerforelle, Seeforellen Seesaibling, Störhybride, Wels
2 Stück Äsche, Bachforelle, Bachsaibling, Hecht, Karpfen, Zander
3 Stück Aal, Barbe, Gr. Maräne, Regenbogenforelle, Schleie
 
3.2.
 In Salmoniden-Angelgewässern ist nur die Fangmenge für Salmoniden auf 3Stück je Angeltag (Kalendertag) begrenzt.
Im Fang dürfen maximal enthalten sein:
1 Stück Lachs, Meerforellen, Seeforellen, Seesaibling
Das Hältern von Salmoniden ist verboten.
 
3.3.
 Aus fischereibiologischen Gründen können gewässerspezifisch andere Fangmengen oder auch Vollsperrungen durch den zuständigen Fischereiausübungsberechtigten festgelegt werden. Solche Abweichungen sind nur zeitlich begrenzt zulässig und müssen rechtzeitig in geeigneter Form bekannt gemacht werden.
 
4.
 Salmonidengewässer
 
4.1.
 Salmonidenangelgewässer sind im Gewässerverzeichnis gesondert gekennzeichnet. Sie werden ausschließlich mit Salmoniden besetzt. Für das Beangeln ist ein Salmoniden-Erlaubnisschein erforderlich, wobei für "Grüne" Strecken der Besitz eines allgemeinen Erlaubnisscheins ausreicht. In Salmonidengewässern ist die Verwendung der Senke generell untersagt. Vom 01.01. - 30.04. und immer zur Nachtangelzeit ist in Salmoniden-Angelgewässern das Angeln verboten.
 
4.2.
 In Salmonidengewässern darf vom 01.05. - 30.09. mit Flug- oder Spinn- und vom 01.10. - 31.12. nur mit der Flugangel geangelt werden. Die Flugangel darf nur mit künstlichen Flugangelködern und die Spinnangel darf nur mit künstlichen Spinnködern bestückt werden. Alle verwendeten Köder, auch Wobbler, dürfen nur einen einzigen Haken (Einfach-, Doppel- oder Drillingshaken tgba.org) besitzen. Natürliche Köder dürfen in Salmonidengewässern nicht verwendet werden. Das Angeln mit Strecker und Springer ist untersagt.
 
4.3.
 In stehenden Salmonidengewässern ist die Beangelung mit dem Buldo (Wasserkugel) und einem Kunstköder erlaubt.
 
5.
 Eisangeln
 
5.1.
 In den Gewässerverzeichnissen sind die Gewässer gekennzeichnet, auf denen das Eisangeln erlaubt ist.
 
5.2.
 Jeder Angler muß dem höheren Risiko beim Eisangeln durch erhöhtes Sicherheitsbewußtsein begegnen.
 
5.3.
 Die lichte Weite eines Eisloches darf nicht mehr als 20 cm betragen. Nach dem Beenden des Eisangelns ist aus Sicherheitsgründen jedes Eisloch mit geeigneten Mitteln und Materialien zu kennzeichnen.
 
6.
 Beschilderung der Angelgewässer
 
6.1.
 Die Gewässerverzeichnisse der fischereiausübungsberechtigten Mitgliedsverbände des LVSA sind die rechtsverbindlichen Dokumente für die Erkennung der Angelgewässer.
 
6.2.
 Alle Angelgewässer sollten mit einem Erkennungsschild beschildert sein, wenn keine Rechtsvorschriften oder Ablehnungen der Verpächter das verhindern. Ein Erkennungsschild muß mindestens die aus dem Gewässerverzeichnis bekannte Kenn-Nummer enthalten.
 
6.3.
 Durch farbige, auf der Spitze stehende, quadratische Schilder mit einer Seitenlänge von 30 cm können hauptsächlich Salmonidengewässer vor Ort mit zusätzlichen Informationen versehen werden. Mit diesen Informationsschildern werden Angelverbote und vorgeschriebene bzw. erlaubte Angelmethoden angezeigt.
 
6.4.
 Volle oder auch senkrecht halbierte Schilder können rot, gelb, grün, gelb mit großem schwarzem F oder gelb mit großem schwarzem M sein.
Alle Vollschilder können als Halbschilder, immer 2 unterschiedliche beliebig miteinander kombiniert, verwendet werden. Sie sind mittig durch einen senkrechten schwarzen Strich optisch zu trennen.
Die Richtung der Schilder-Spitzen (nach links oder nach rechts weisend) zeigt Beginn und Verlauf spezifischer Angelgewässer-Abschnitte.
In der Anlage 1 zu dieser Gewässerordnung sind die Informationsschilder aufgeführt und erläutert.
 
6.5.
 Für allgemeine Angelgewässer können "rote Halbschilder" in Kombination mit "gelben Halbschildern mit großem schwarzem M" und "rote Vollschilder" verwendet werden.




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