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Hessisches Fischereigesetz

Verordnung über die gute fachliche Praxis in der Fischerei und den Schutz der Fische
(ehemals Landesfischereiverordnung)
(Mindestmaße und Schonzeiten)

Verordnung über die Fischerprüfung und über die Fischereiabgabe

Verordnung über gemeinschaftliches Fischen

Verordnung über die Fischereiaufsicht

Fischgewässerverordnung

Erlass “Schutzmaßnahmen gegen Kormorane”


Wichtige Adressen:

Oberste Fischereibehörde

Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Hölderlinstrasse 1-3
65187  Wiesbaden
Mau, Günther
Tel.: 0611/817-2267  E-Mail:
g.mau@mulf.hessen.de
Stern, Christoph
Tel.: 0611/817-2716  E-Mail:
c.stern@mulf.hessen.de

Obere Fischereibehörden:

Regierungspräsidium Darmstadt
- Obere Fischereibehörde -
Wilhelminenstr. 1-3 
64278  Darmstadt
Dr. Köhler, Christian
Tel.: 06151-125271 E-Mail: 
c.koehler@rpda.hessen.de

Regierungspräsidium Kassel
- Obere Fischereibehörde -
Steinweg 6
34117  Kassel
Laczny, Christoph
Tel.: 0561/106-4160  E-Mail:
christoph.laczny@rpks.hessen.de

Regierungspräsidium Gießen
- Obere Fischereibehörde -
Eichgärtenallee 1 
35394  Gießen
Ohm-Winter, Guntram
Tel.: 0641/303-2550  E-Mail:
G.Ohm-Winter@rpgi.hessen.de
Fricke, Walter
Tel.: 0641/303-2562  E-Mail:
W.Fricke@rpgi.hessen.de  

Fischgesundheitsdienst

Staatl. Untersuchungsamt Hessen
- FSBD / FGD -
Marburger Straße 54 
35396  Gießen
Dr.  J.  Nilz
Tel.: 0641 30 06-770 E-Mail: 
j.nilz@suah.hessen.de
Tel.: 0641 30 06-0 (Sammelnummer) 

Hessische Fischereiverbände

Verband Hessischer Sportfischer e.V.
Rheinstraße 36
65185  Wiesbaden
E-Mail:
VHSF@aol.com  

Hessischer Fischereiverband e.V.
Rheinstraße 36
65185  Wiesbaden
 
Fischereiverband Kurhessen e.V.
Kölnische Straße 48-50
34117  Kassel
E-Mail:
fv.kurhessen@t-online.de
 
Landesverband Deutscher Sportfischer Hessen e.V.
Adriastraße 21
68613  Lampertheim
E-Mail:
LVDSFHessen@t-online.de  

Landesfischereiverband Hessen e.V.
Rheinstraße 36
65185  Wiesbaden


neues Fischereirecht in Hessen verabschiedet

Hessens Angler dürfen künftig gefangenen Fisch in Keschern frisch halten, Besitzer oder Pächter von Gewässerabschnitten müssen sich in Hegegemeinschaften miteinander abstimmen und gefräßige Kormorane dürfen per Ausnahmegenehmigung zum Schutz der Fische geschossen werden. Das sind Kernpunkte des neuen hessischen Fischereirechts, das CDU und FDP am 25.09.2002 mit ihrer Mehrheit durch den Landtag gebracht haben.
SPD und Grüne hatten das Gesetz vor allem wegen Tierschutzbedenken abgelehnt. Bisher töten Angler den Fisch sofort und halten ihn in Kühlboxen frisch. Da Fisch 14 Mal so schnell verderbe wie Fleisch von Warmblütern, sei dies keine optimale Lösung, sagte der CDU- Abgeordnete Walter Arnold. Bei einer Expertenanhörung hätten Fachleute die Lebendlagerung in Keschern für unbedenklich erklärt. Die Grünen widersprachen dem. Sie halten den Einsatz von Setzkeschern für Tierquälerei. Die Öko-Partei lehnte auch den so genannten Vergrämungsabschuss von Kormoranen ab, den das Gesetz in Ausnahmefällen zulässt. Mit der Vergrämung (Vertreibung) von Kormoranen, die vor allem im Herbst in großer Zahl von rund 4000 Tieren nach Hessen kommen und Fischteiche in wenigen Tagen leerfressen können, solle nicht zuletzt die Fischpopulation geschützt werden.

86 Prozent der Fischarten in Hessen gehörten zu den bedrohten Arten, sagte Arnold. Geschossen würden auch nur einige wenige Tiere, der Rest fliege dann weg. In Bayern gebe es dagegen jedes Jahr Reduktionsabschüsse mehrerer tausend Kormorane. Die SPD war grundsätzlich nicht gegen den Abschuss, sie wollte allerdings der Naturschutz- und nicht - wie im Gesetz - der Fischereibehörde die Entscheidung überlassen und stimmte deshalb mit Nein. Das neue hessische Recht verbietet laut Arnold bundesweit erstmals das Fangen und wieder Freilassen («Catch and release») von Fischen aus rein sportlichem Interesse. Diese Praxis habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr verbreitet. Angler nähmen ein Foto mit der lebenden Trophäe auf, um es ins Internet zu stellen und ließen den oft verletzten Fisch dann wieder frei. Sie müssen künftig mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro rechnen.

26.09.2002 (dpa/lhe)






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