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Fliegenrollen sind äußerst langlebig. Auf viele aktuelle Spitzenfabrikate wird eine lebenslange Garantie gewährt. Und das ist auch nicht verwunderlich. Gute Fliegenrollen werden aus einem Stück Aluminium gedreht und sind damit sehr solide und haltbar. Wenn Sie lange Freude an Ihrer Rolle haben wollen – kaufen Sie eine erstklassige Rolle.
Doch auch wer eine günstige Fliegenrolle kauft (mit einem leichten und
durchaus zweckmäßigem Kohlefaser-Gehäuse), kann lange daran Freude haben. Fliegenrollen sind generell weniger anfällig für Reparaturen sind als andere Angelrollen. Das liegt ganz einfach daran,
dass eine Fliegenrolle, im Vergleich zu Stationär- oder Multirollen, aus wesentlich weniger Einzelteilen besteht.
Im Folgenden ein paar Tipps für die Auswahl einer passenden Fliegenrolle:
Die Fliegenrolle muss zur Rute passen. Besitzen Sie schon eine Rute und sind sich unsicher, dann nehmen Sie die Rute in den Laden mit. Achten Sie darauf, dass Rute und Rolle gewichtsmäßig und optisch
eine Einheit bilden. Eine Fliegenrolle ist jeweils für eine oder zwei Schnurklassen konzipiert. Achten Sie auf Bezeichnungen wie "Modell 5/6". Das
bedeutet, dass Sie die Rolle am besten mit einer 5er oder 6er Schnur benutzen sollten. Denken Sie daran, dass unter die Schnur Backing gehört. Prüfen Sie dies, indem Sie zuerst die Fliegenschnur aufspulen
und dann so viel Backing aufziehen, wie es geht. Dann ziehen Sie alles wieder ab und wickeln anders herum auf.
Auf Bachforellen, Döbel & Co. reichen 20 Meter Backing. Nur auf Lachs, Bonefish, Meerforellen etc. müssen mindestens 100 Meter zur Verfügung stehen. Kurbel links oder Kurbel rechts?
Für einen Rechtshänder ist das Kurbeln mit der linken Hand angenehmer. Die Rute kann immer in der rechten Hand verbleiben, auch beim Einkurbeln der Schnur. Trotzdem kommen manche
Rollen mit rechter Kurbel aus dem Karton. Das liegt einfach daran, dass viele Fliegenrollen englische Fabrikate sind,
oder für den englischen Markt hergestellt werden, und dort so gewünscht werden. Diese Rollen können Sie in der Regel aber einfach „umstellen“ – eine Anleitung dazu finden Sie fast immer im Karton. Welche Bremse
? Viele Fliegenrollen haben eine Scheibenbremse eingebaut. Eine solche Bremse ist dann sinnvoll, wenn man auf Lachse, Meerforellen, Hechte oder große Regenbogenforellen angelt. Für die leichte Forellenangelei
am Bach reicht eine Fliegenrolle mit Ratschenbremse vollkommen aus. Viele dieser Rollen haben einen überlappenden Spulenrand, der es ermöglicht zusätzlich mit dem Handballen zu bremsen.
Was ist "Anti-Reverse"? Bei einer Anti-Reverse-Rolle dreht sich die Kurbel nicht mit, wenn ein davon ziehender
Fisch Schnur abzieht. Sehr vorteilhaft beim Meeresfischen auf die wilden Fische der Tropen (Tarpon, Bonefish). Für zu Hause braucht man diese Technik nicht. (Auch wenn der Händler das anders sieht.)
Was ist "Large Arbor"? Ein modernes Design mit praktischen Vorteilen. „Large Arbor“ bezeichnet Rollen, die einen
besonders großen Spulendurchmesser haben. Zwei Vorteile hat dies: Die Fliegenschnur kringelt deutlich weniger und es gelingt zudem, die Schnur schneller einzuholen. Einsatz am Meer?
Wer seine Fliegenrolle zum Beispiel an der Ostsee auf Meerforellen einsetzen möchte, sollte unbedingt drauf achten, dass die Rolle das Prädikat "salzwasserfest" hat. Welche Pflege?
Eine Fliegenrolle kommt mit wenig Pflege aus. Wenn beim Angeln Sand in die Rolle gekommen ist, genügt eine gründliche Spülung - gleich am Wasser - und die Körnchen sind entfernt. Gelegentlich sollte man die
Rolle mit warmem Wasser abwaschen und ihr hinterher ein/zwei Tropfen Öl gönnen. Mehr ist nicht notwendig. |