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    Kunstköder - nur für Künstler ?

     
    Livin' eye Gummiköder
       

    Der Anblick der verschiedenen Kunstköder beim Gerätehändler oder im Katalog kann manchen Angler erst einmal überfordern. Aber es ist nicht so schlimm, wie die Gerätewand da aussieht. Auch wenn es immer mehr Kunstköder gibt, diese manchmal die seltsamsten Formen annehmen, und man ihnen nicht immer gleich ansieht, was man mit ihnen eigentlich machen soll: Der Köder kommt an die Schnur und wird ausgeworfen. Daran hat sich nichts geändert.

       

    Keine Angst kann man den Anfängern mit Kunstköder nur ermutigend zurufen. Denn bei Neulingen ist die Verwirrung groß und die Hemmschwelle hoch. Immer mehr Kunstköder fluten auf den Angelmarkt: sonderbare Kreationen aus Amerika, zu denen man gleich noch eine eigene Rute braucht, merkwürdige Mischungen aus Wobbler und Gummifisch, und alle Köder immer wieder mit neuen Formen und Farbeffekten.
    Den Einstieg können Sie aber schnell finden. Am Anfang benötigen Sie ein paar Standardköder, später können Sie sich dann auch an die „Exoten“ heranwagen. Und denken Sie immer dran: Auch mit den herkömmlichen, „alten“ Kunstködern fangen Sie, und das zumeist besser. Dazu kommt, dass alle wirklichen und scheinbaren Innovationen richtig Geld kosten.
    Womit also anfangen, wo zugreifen, bei dieser Auswahl? Klare Antwort: beim Spinner. Der Spinner ist ein einfacher, aber fängiger Kunstköder. Man muss nicht viel können, aber man kann viel lernen.

    Spinner
    Einem Spinner brauchen Sie keinen bestimmten Bewegungsrhythmus zu verleihen. Sie können es eigentlich auch gar nicht, denn der Spinner bestimmt sein Bewegungsverhalten selber. Aber Sie erlernen die elementaren Fähigkeiten für das Angeln mit jedem Kunstköder: genaues Werfen, in der richtigen Geschwindigkeit einholen, in bestimmter Tiefe anbieten. Wer zunächst mit ganz gewöhnlichen Spinnern in verschiedenen Gewässern - fließend, stehend, flach, tief - übt, besitzt bald die besten Voraussetzungen, um auch mit allen anderen Kunstködern umzugehen. Das Angeln mit Spinnern ist aber nicht nur eine gute Vorbereitung auf schwierigere Kunstköder. Spinner sind fängig und gehören immer ins Sortiment, wenn es auf kleine und mittlere Räuber wie Barsch und Forelle geht.
    Wird der Hecht ins Visier genommen, greift man zu speziellen Spinnern, die vielfach mit zusätzlichen Elementen versehen sind. Sie haben einen schweren Bleikopf vor dem Spinnerblatt, einen Gummifisch dahinter oder ein Haar-Büschel am Drilling.

                     
    Wobbler, Pilker, Gummiköder (Shimano)

    Blinker
    Mit den anderen Kunstködern steigen die Anforderungen an den Spinnfischer. Die neue Herausforderung heißt: Köderführung. Weiterhin kommt es auch auf Wurfgenauigkeit, die richtige Geschwindigkeit und Tiefe an. Jetzt geht es aber auch darum, dem Köder den richtigen Bewegungsrhythmus zu geben.
    Das ideale Übungsgerät sind Blinker. Mit breiten Modellen fürs Stillwasser merken Sie schon bei einigen Probeläufen, worauf es ankommt. Beim Einholen der Schnur bewegen sie sich. Je nach schneller oder langsamer Einholgeschwindigkeit in einem charakteristischem Lauf. Stoppt man diese ab, taumeln sie in Richtung Gewässergrund. Das Entscheidende ist nun, den richtigen Rhythmus zwischen schnell, langsam und Zwischenstopp zu finden. Natürlich können Sie den Blinker auch einfach auswerfen und einholen. Mit einem gezieltem Bewegungswechsel wird es aber sicher häufiger zu einem Biss kommen.

    Wobbler & Jerkbait
    Ähnlich wie bei den Metallködern gibt es auch bei Wobblern Modelle, die keine besondere Führungstechnik erfordern. Andere wiederum werden erst durch eine ausgefeilte Einholtechnik richtig lebendig. Einen leichten Einstieg ermöglichen schwimmende Wobbler mittlerer Größe, etwa 6 bis 12 Zentimeter, die bis 2 Meter tief tauchen. Man kann sie problemlos werfen und braucht diese einfach nur einzuholen. Natürlich muss man die richtige Geschwindigkeit finden. Aber für reizvolle Bewegung sorgen sie dann ganz von selbst.
    Mehr technische Raffinesse erfordern die modernen Jerkbaits. Bei ihnen handelt es sich eigentlich auch um Wobbler, meistens aber ohne Tauchschaufel. Gleichmäßiges Einholen würde ihnen keine attraktive Bewegung verleihen, deshalb werden sie ruckartig geführt. Zwischendurch werden Pausen eingelegt, in denen der Köder leicht auftaucht oder absinkt. Verschiedene Modelle haben im Köderkörper Metallkugeln integriert. Auch diesen kommt eine unregelmäßige Führung zu Gute. Denn erst dadurch entwickeln die Kugeln im Körper des Köders ihre volle Reizwirkung.

    Jerkbait, Wobbler, Gummifisch (SPRO)

    Gummiköder
    Nicht nur bei Jerkbaits ist die aktive Köderführung der Schlüssel zum Fangerfolg, sondern auch bei Gummiködern. Nach dem Aufkommen der ersten Twister Ende der 70-er Jahre haben die ersten Gummiköder zahlreiche und sehr unterschiedliche Nachfahren bekommen. Twister werden mit Doppelschwanz oder vorgeschaltetem Propeller auf mehr Bewegung getrimmt. Dieselbe Wirkung wird mit Gummifischen (Shad) erzielt, indem ihr Körper durch Riefen mehrfach gegliedert wird.
    Dann gibt es aber auch geradezu gegenläufige Entwicklungen. Einige Gummifische werden mit relativ steifem Körper produziert. Kann man bei einem Twister noch auf seine Eigenbewegung setzen, so muss man Gummifischen grundsätzlich Leben über die Bewegung der Rute einhauchen. Köder mit einem steifen Körper erfordern natürlich eine intensivere Rutenaktivität als Köder, die von sich aus schon beweglicher sind.

    Bei allen Erfordernissen die der Köder an den Angler stellt, darf man nie die Ansprüche der Fische aus dem Auge verlieren. Der Köder darf nicht so langsam sein, dass er den Fisch langweilt, und nicht so wild durchs Wasser rasen, dass kein Räuber reagieren kann. Derselbe Kunstköder muss manchmal im Winter langsamer angeboten werden als im Sommer, um einen trägen Fisch zu verführen. Aber wenn Sie erst einmal von Sommer bis Winter gesponnen haben, wissen Sie schon, worauf es ankommt.

    Autor: <og>, 07.04.2003




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