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Nelkenkopfbandwürmer

Diverse Bandwurmarten bei Karpfen sind in Mitteleuropa weit verbreitet und kommen zum Teil in einer intensiven Befallsrate vor. Dazu gehören Karpfenbandwürmer, wie z. B. Bothriocephalus spp. und Nelkenkopfbandwürmer wie z. B. Khawia sinensis, die oft im Darm von ein- und zweijährigen Satzkarpfen parasitieren. Bothriocephalus wird bis zu 32 cm lang, Nelkenkopfbandwürmer können bis 17 cm lang werden. Beide Arten graben sich mit ihren Köpfen tief in die Darmschleimhaut der Fische ein und führen bei intensivem Befall zu Abmagerung und damit zu Todesfällen.

In den letzten Jahren wurde eine neue Art der Nelkenkopfbandwürmer beschrieben. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Art der Nelkenkopfbandwürmer mit namens Atractolytocestus huronensis Anthony. Zuerst aus Ungarn, wo der Bandwurm 2001 entdeckt wurde, liegen Berichte über die schnelle Verbreitung des Bandwurmes in der Nutzkarpfenhaltung vor. 2003 erfolgte erstmalig der Nachweis des Parasiten in Deutschland. 2004 kam es vermehrt zu intensiven Bandwurmbefallsraten bei Satzkarpfen durch A. tgba.org huronensis.

Die Infektion mit A. huronensis erfolgt bereits bei der Karpfenbrut und vorgestreckten Karpfen. Der Parasit, der nur 0,7 bis 1,5 cm groß wird, siedelt sich bevorzugt im vorderen Abschnitt des Darmes an, in dessen Krypten er sich mit seinem speerförmigen muskulösen Kopf fest verankert. Danach nimmt der Kopf eine eher kegelförmige Gestalt an. Durch dieses Verankern wird die Darmschleimhaut stark geschädigt, es kommt zu Entzündung, Ablösung und Absterben betroffener Schleimhautabschnitte. Dadurch verringert sich der Anteil an Schleimhaut, der für die Aufnahme von Nährstoffen in die Blutbahn zur Verfügung steht, was zumindest zu einer geringeren Lebendmassezunahme der Satzkarpfen und bei intensivem Befall zu Todesfällen führen kann.

Weltweit sind ca. 3.400 verschiedene Bandwurmarten bekannt, allein 800 davon parasitieren bei Fischen. Der Lebenszyklus der Bandwürmer umfaßt zwei oder drei Wirte. Der Fisch muss nicht unbedingt der Haupt- und Endwirt der Bandwürmer sein, er kann auch Zwischenwirt oder sogenannter Nebenwirt sein.
Die Vermehrung der Bandwürmer erfolgt beispielsweise durch Ausscheiden von infektionsreifen Proglottiden (Bandwurmglieder) mit dem Kot der Endwirte, die dadurch abgegebenen Eier werden von Zwischenwirten (z. B. Schlammröhrenwürmer oder Tubificiden) aufgenommen, bei denen sich dann invasionstüchtige Larven entwickeln. Diese werden dann wiederum von Fischen aufgenommen.




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