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Fischegel (Piscicola geometra)
Mit Beginn der Angelsaison im Frühjahr stellen viele Angler einen vermehrten Befall der von ihnen gefangenen Fische mit dem Fischegel fest. Ein
Fischegelbefall in dieser Jahreszeit ist nicht ungewöhnlich. Im Winter bewegen sich unsere Fische weniger und sie halten sie oft bevorzugt am Gewässergrund auf. Dies sind ideale Voraussetzungen für den Fischegel,
der die Fische anschwimmt und sich festzusaugt. Nachdem der Egel Blut gesaugt hat fällt er meist wieder ab, sinkt zum Gewässergrund und "wartet" auf die nächste Gelegenheit. Es ist festzustellen, dass
Fische in Fliessgewässern nur sehr selten von Fischegeln befallen werden, Fische in Stillgewässern dagegen häufiger. Besonders gehäuft treten Fischegel in stark verschlammten und verkrauteten Teichen auf. Das ist
normal, den der Fischegel kann nur Fische befallen, die im Gewässer stehen. Deshalb können kranke oder geschwächte Fische recht massiv von Fischegeln befallen sein.
In mitteleuropäischen Gewässern ist der
gemeine Fischegel, Piscicola geometra tgba.org, am verbreitetsten. Er ist mit dem bloßem Auge leicht zu erkennenden, bis zu 5 cm lang und besitzt an den Körperenden je einen scheibenförmigen Saugnapf.
Vorbeischwimmende Fische werden durch den Fischegel erkannt und der vordere Saugnapf (Mundsaugnapf) wird schnell am Fisch angeheftet. Nachdem sich der Fischegel mit dem hinteren Saugnapf an der Fischoberfläche
fixiert hat sucht er mit dem Kopfende eine geeignete Stelle zum Saugen.
Bei massivem Befall können Fische durch den Blutverlust anämisch (blutarm) werden und dadurch auch anfällig gegen andere Krankheiten.
Besonders befallene Fischbrut und kleine Jungfische können durch den Egelbefall getötet werden. Größeren Fischen schaden einzelne Fischegel dagegen nicht, die kleineren Wunden verheilen rasch.
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