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Wels
Silurus glanis

 
   

andere Namen:
Waller

Frankreich: Silure, Mal
Italien: Siluri, Siluro
England: Sheat-fish, catfish
Spanien: Siluro
Holland: Meerval

 
   


(Köder-) Tipps zum Wels-Angeln

  • Köderfische sind nicht nur der bekannteste Welsköder, sondern er ist auch einer der Besten. Wo erlaubt als lebender Köderfisch, muss dieser möglichst agil den Welsen serviert werden. Aale haben sich dabei als sehr fängig erwiesen, einsetzen kann man auch Rotfedern, Karpfen, Döbel oder Karauschen.
  • Würmer immer in größeren Bündeln anbieten, am besten geeignet sind Tauwürmer. Anbieten an großen Einzelhaken oder Drillingen.
  • Blutegel sind ein nicht so bekannter Top-Köder. Leider schwierig zu sammeln, man muss die Stellen kennen. Dafür einfache Hälterung in einer Wasserflasche möglich. Blutegel sind zählebig, diese am Einzelhaken ganz knapp anködern.
  • Muscheln gehören zur natürlichen Nahrung vieler Welse, deshalb ebenfalls einer der Top-Köder. Das Muschelfleisch in einen kleinen Säckchen (Surgifix, Damen- strumpf) anbieten, Vorfach mit Haken dabei in den Köder integrieren. Achtung: Süßwasser- muscheln sind in verschiedenen Ländern geschützt.
  • Tintenfische stehen zwar nicht auf dem natürlichem Speiseplan, sind trotzdem ein fängiger Köder. Zu kaufen an (fast) jeder Fischtheke können diese als Stücken, Bündel, Streifen usw. am Haken angeboten werden.
  • Von den Karpfenanglern abge- schaut ist das fischen mit Boilies. Der Handel bietet mittlerweile spezielle Wels-Boilies und -Pellets an. Selber lassen sich diese auch herstellen, so. z.B. mit Hunde- futter als Grundlage.
     
wesentlichste Merkmale: Langer, sich verjüngenden Körper; Färbung variiert, meist jedoch bräunlich mamoriert mit heller Bauchseite; breiter, flacher Kopf mit weitem Maul, besetzt mit vielen kleinen Zähnen; zwei lange Bartfäden am Oberkiefer, 4 kürzere an der Unterlippe; lange und bis zur Schwanzflosse reichende Afterflosse; kleine und relativ weit vorne sitzende Rückenflosse; schleimige und schuppenlose Haut; sehr kleine Augen.

Lebensräume: Der (europäische) Wels kommt in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, im Brackwasser der Ostsee und im Schwarzen Meer vor. Die bekannten Welsvorkommen in Spanien sind (illegaler) Besatz, dort kam er nie natürlich vor. Angeblich kommt der erste Besatz von Roland Lorkowski (Profi-Blinker) - eine heute nicht mehr genau zu überprüfende Legende.

Lebensweise: Der Wels bewohnt bevorzugt große, warme Seen und tiefe, langsam fließende Flüsse mit weichem Bodensubstrat. Er ist ein ausgesprochen dämmerungs- und nachtaktiver, bodenorientierter Raubfisch, der sich tagsüber in Verstecken am Grund aufhält. Sie leben mit Vorliebe im tiefen Wasser, unter Wehren, in Bodenlöchern oder versteckt im Wurzelgeflecht alter Bäume. Sie werden auch in Fischteichen gehalten. Im Winter ziehen sich die Welse in größere Tiefen zurück, wo sie die kalte Jahreszeit inaktiv überdauern.

Nahrung: Er ernährt sich von Würmern, Schnecken, Insekten, Krebsen und Fischen sowie mit zunehmender Größe auch von Fröschen, Mäusen, Ratten und Vögeln.

Größe: Durchschnittsgrößen liegen bei 100 bis 150 cm, die Gewichte betragen dann ca. 15 kg; Längen bis 5 m oder Gewichte bis zu 300 kg sind möglich (in Osteuropa); in Deutschland beträgt das bisheriges “Rekordgewicht”  82 kg.

Alter: über 50 Jahre möglich

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter
Gesetze

Laichzeit: Die Laichzeit fällt in die Zeit von Mai - Juni bei Temperaturen von mindestens 18 ° C. An flachen, pflanzenbewachsenen Uferbereichen wird eine Art "Nest" angelegt. In dieses werden die ca. 2 - 3 mm großen, klebrigen Eier (ca. 30.000/kg Körpergewicht, bis zu 500.000 Eier) abgelegt. Das Gelege wird anschließend vom Männchen bewacht und gepflegt. Die Brut, sie schlüpft nach ca. 3 Wochen, ernährt sich in der ersten Zeit von Bodenorganismen. Die jungen Welse werden mit drei bis 5 Jahren geschlechtsreif.

Geeignete Angelmethode(n): Grundangeln, treibende Pose, Spinnfischen

Geräteempfehlung: kurze und starke Ruten, Multirolle (300m 0,60er Schnurfassung), Schnur von 0,60mm (monofil) bzw. 35 kg Tragkraft (geflochten) und monofiles Vorfach 0,50mm, stabilste dicke Einzelhaken (5/0 bis 10/0) und Karabiner

empfohlene Köder: Köderfisch, Fischfetzen, Wurmbündel, diverse Kunstköder (hauptsächlich Gummifisch)

Fangtipp: Der Wels verrät sich nur sehr selten durch schwimmen an der Oberfläche, meist müssen die fängigen Stellen mühsam gefunden werden. Aussichtsreich sind Bereiche mit tiefen Stellen, auch wenn diese “Löcher” nicht sehr groß sind. In Talsperren sind die alten Bachläufe immer einen Anlauf wert. In großeren Flüssen sind die Kessel an Buhnen und hier vor allem die ersten beiden Buhnen, aus der Strömungsrichtung gesehen, Tipps für Welsstellen. Ansonsten sind Warmwassereinläufe von Kraftwerken fast Garanten für größere Welse - hier findet sich nämlich ausreichend Futter für den Waller.
Obwohl der Wels oft am Grund nach Nahrung sucht und auch ein Nachträuber ist, werden dies recht oft tagsüber und im Freiwasser gefangen. Die alte Regel auf Waller “nachts auf Grund” ist zwar nicht falsch, aber man fängt Welse eben auch anseits dieser Regel.

Beste Fangzeit: April/Mai und August/September

Küchentipp / Zubereitung: Es handelt sich um einen wichtigen Nutzfisch, mit dessen künstlicher Aufzucht in verschiedenen Ländern begonnen wurde. Sein Fleisch ist von guter Qualität, doch ist es bei über 10 kg schweren Exemplaren ziemlich fettig. Ein besonderer Leckerbissen ist geräucherter Wels.
Im Handel angebotener Wels ist meistens der “Afrikanische Wels” - Clarias gariepinus - gezüchtet in den Niederlanden, seltener auch der “Amerikanische (Katzen-)wels”.

weitere Informationen: Wie beim
Aal auch ranken sich um den Wels die verrücktesten Gerüchte. Definitiv falsch ist, dass der Wels elektrische Schläge austeilen kann. Auch von verschlungenen Hunden (Gruß an den publicytüchtigen Gastwirt nach Mönchengladbach und die BLÖD-Zeitung) ist seriös nichts bekannt.
Richtig ist, dass der Wels mit den Barteln die Beute aufspürt. Er jagt hauptsächlich am Grund und spürt mit diesen Beute in den teilweise schlammigen Untergründen auf. Mit den empfindlichen Barteln registriert er kaum meßbare elektrische Felder der Beutetiere und kann diese so gezielt orten und aufspüren.

Zielfischtipps:




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