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wesentlichste Merkmale:
Lang gestreckter Körper, vorne walzenförmig und hinten seitlich zusammengedrückt; der flache Kopf ist breit, das Maul leicht unterständig; Barteln am Nasenloch und Bartfaden am Unterkiefer; Rücken und die Seiten sind marmoriert, die Färbung ist gelblichbraun bis olivfarben, Unterseite ist schmutzigweiß; winzige Schuppen und schleimige Haut; 2 Rückenflossen, die hintere ist wesentlich länger und wie die Afterflosse eher saumartig.
Lebensräume: Auf der gesamten Nordhalbkugel zwischen dem 42. und 75. Breitengrad, Flüsse und Seen in Mitteleuropa, ziemlich häufig sind sie in der Donau, der Oder und einigen ihrer Nebenflüsse.
Lebensweise:
Sie kommen in den Ober- und Mittelläufen von Flüssen, in einigen Teichen, in höher gelegenen Stauseen und manchmal auch in den Unterläufen der Flüsse vor. Zu finden auch im Brackwasser der Ostsee. Versteckt sich tagsüber in Gruppen zwischen den Steinen, nachts kommt sie zum jagen hervor. Bevorzugt kühles, sauerstoffreiches Wasser. Standplätze in Seen sind Einmündungen von Flüssen und Bächen.
Nahrung: Die Jungfische fressen Wirbellose (Würmer, Kleinkrebse, Schnecken etc.), wogegen erwachsene Exemplare bei der nächtlichen Nahrungssuche überwiegend kleinere Fische (Gründlinge, Kaulbarsch etc.) aufnehmen. Gern frisst sie Laich, in der Vergangenheit versuchte man deshalb die Quappe auszurotten.
Größe: die
Durchschnittsgrößen liegen bei 30 bis 50 cm, die maximale Größe kann über 1 m liegen, durchschnittliches Gewicht ca. 1 kg, Gewichte bis 8 kg (in Deutschland) sind möglich; größe Unterschiede sind selbst in
identischen Gewässern festzustellen, so sind die so genannten “Steinquappen” im Mittellauf der Oder deutlich kleiner als die “Haffquappen” im Brackwasser am Unterlauf
Alter:
Kann ca. 10 bis 12 Jahre alt werden.
Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter Gesetze
Laichzeit: Erstreckt sich von
November bis März, gelaicht wird auf hartem Grund in Wassertiefen von 2 bis 50 m. Die Wassertemperatur muss dabei 0,5° C bis maximal 4° C betragen. Die Rogner legen, je nach Größe, zwischen 35.000 und 5 Mill. Eier,
die je ca. 1 mm groß sind. Nach 7 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven, diese sind dann etwa 3 mm groß. Im Wasser frei schwebend ernähren sich diese zunächst von Plankton. Nach einem Jahr sind die Jungfische ca. 10 bis
15 cm groß. Mit 3 bis 4 Jahren werden sie geschlechtsreif. Die Quappe ist ein schnellwüchsiger Fisch, mit 5 Jahren sind sie bereits ca. 50 cm lang und 1 kg schwer.
Geeignete Angelmethode(n):
Grundangeln, ähnlich dem Aalgeschirr, die Köder werden angeboten an einer einfachen Laufbleimontage mit einen langschenkligen Haken der Größe 1/0 bis 3/0.
Geräteempfehlung: Mittelschwere Grundruten (30
bis 70 g Wurfgewicht) von 2,7 bis 3,3 m Länge mit sensibler Spitze, stabile Stationärrolle, mindestens 35er Schnur. Genau wie der Aal wird eine Quappe nicht ausgedrillt, sondern sofort zum Angelplatz befördet, dazu ist stabile Ausrüstung erforderlich.
empfohlene Köder: Wurm(-bündel), Fischfetzen oder Köderfisch, Fängigkeit in dieser Reihenfolge
Fangtipp: Die Oder ist als Quappengewässer bekannt, aber viele andere Gewässer in
Deutschland haben auch gute Bestände der Dorschverwandten. Das größte, unentdeckte Potential dürften Seen haben, z.B. am Großen Plöner See in Schleswig-Holstein werden vom Berufsfischer Quappen gefangen. Fänge
wurden auch aus dem Bodensee und Walchensee vermeldet. Was Flüsse angeht, sind Iller, Radolfzeller Ach - Zufluss des Bodensees -, Lech, Wertach, Donau, Aller, Leine und Saale auf jeden Fall einen Versuch wert.
Auch dort treiben große Marmorierte ihr "Unwesen". Quappen lieben große, tiefe Seen mit kühlem und sauerstoffreichem Wasser mit ausgeprägten Geröll- und Felsufern, hier stehen sie dann an den steil
abfallenden Ufern. In Fliessgewässern sind reich strukturierte Abschnitte, unterspülte Ufer sowie tiefe Kolken und Rinnen aussichtsreiche Plätze. Stehen tun die Quappen hier dann gern an Sandbänken, selbst wenn
diese im flachen Wasser liegen. Gute Fangplätze sind auch immer wieder Wehre und Schleusen, hier werden die Quappen bei ihrer Laichwanderung aufgehalten und sie “stauen” sich dort. Quappen beißen sehr
vorsichtig, also gut die Rutenspitze beobachten. Bissanzeiger nutzen wenig, denn der typische Quappenbiss ist nur an einem einmaligem kurzem Rucken der Rutenspitze zu erkennen. Quappenangeln erfordert eine hohe
Konzentration, setzen Sie zu Bisserkennung besser herkömmliche “Aalglöckchen” und Knicklichter ein.
Beste Fangzeit:
In Fliessgewässern von November bis Februar, immer erst nach Einbruch der Dunkelheit, in Seen Oktober/November und März/April. Von Frühjahr bis Herbst stehen die Quappen meist am Grund und fressen sehr wenig, der Fang ist schwer bis unmöglich.
Küchentipp / Zubereitung:
Das Fleisch und besonders die Leber sind sehr schmackhaft. Obwohl sie zu beträchtlicher Größe heranwachsen können, haben sie keine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Die Ursache liegt daran, dass sie wegen ihres Nachtlebens nur schwer zu fangen sind.
Achtung: Bei Fischen aus belasteten Gewässern (z.B. Oder oder Elbe) bitte nicht die Leber verwerten.
weitere Informationen:
Die Quappe (Trüsche) ist der einzige Süßwasservertreter der Dorschfamilie. Quappen führen ein verstecktes Leben. Wegen der Aufnahme von Bodennahrung wird die Quappe vielfach wie die Barbe zum Nachweis von
Schwermetallen in den Gewässern verwendet. Die Schadstoffe lagern sich in der Leber ab.
Es gibt 2 Unterarten, Lota lota leptura in Ostsibirien, Alaska und Westkanada und Lota lota maculosa im übrigen Nordamerika.
Zielfischtipps:
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