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Die Methode
Die Wunderwaffe auf Maräne heißt Hegene.
Die Länge der Hegene ist von der Länge der Seitenarme abhängig, die Regel sind 1,20 bis 2 Meter. An einem monofilem Vorfach (0,14er bis 0,25er) befinden sich drei bis sechs Seitenarme, die so genannten Zügel. Am
Ende dieser Zügel sind Imitationen von Kleinstlebewesen (Nymphen) montiert. Die Hakengröße liegt bei 10 bis 16. Wer jetzt glaubt, mit einer x-beliebigen Hegene sind die Maränen schon im Boot, irrt gewaltig. Bei
der Fertigung dieser Kunstwerke kommt es auf eine Menge an entscheidenden Details an. Nur wenn alle Details stimmen, nehmen Maränen den Köder ohne Misstrauen auf. Einer der bekanntesten Hersteller von
professionellen Hegenen ist die Firma Stucki in der Schweiz, die über 30 verschieden Hegenen im Programm hat. Die Köder (Nymphen) sollen die natürliche Nahrung imitieren. Neben der Form, bei der es auf jeden
Faden und jede Wicklung ankommt, ist der Decklack genauso entscheidend. Denn dieser muss dem Glanz des Chitin-Panzers der natürlichen Vorbilder genau entsprechen. Auch die Montage selbst muss genau stimmen: Die
Verbindung Seitenarm-Vorfach erfolgt durch einen speziellen Knoten, der den Seitenarm nach oben geneigt abstehen lässt. Unter Wasser bewirkt diese Neigung, dass die Nymphe verführerisch wippt und sich nicht mit der
Hauptschnur verheddert. Die Länge des Seitenarms muss ebenfalls exakt auf die Steifigkeit der Schnur ausgelegt sein, um diesen Effekt zu erzielen.
Und so wird gezupft
Bei der klassischen Methode
wird die Montage vom Boot aus ins Wasser gelassen. Hat das Blei (5 bis 10 Gramm) am Ende der Montage den Grund erreicht, kann das Spiel beginnen. Jetzt kommt das Entscheidende: Die Rute wird nun gehoben und wieder
abgesenkt - und zwar gaaanz langsam. Wenn die Wegstrecke mehr als 5 bis 10 Zentimeter pro Sekunde beträgt, geht nichts! Der Grund: In dieser Geschwindigkeit bewegen sich auch die natürlichen Nymphen.
Mit der Pose
Es gibt noch eine weitere Variante, die Hegene anzubieten. Diese funktioniert vom Boot und vom Ufer aus. Dabei wird eine große Durchlaufpose mit rund 30 Gramm Tragkraft verwendet. Der
Schnurstopper ist so einzustellen, dass sich die Hegene knapp über Grund befindet. Durch die Wasserbewegung arbeiten die Nymphen dann verführerisch.
Das Gerät
Um die sehr vorsichtigen Bisse
erkennen zu können, sind Ruten mit einer extrem feinen Spitzenaktion erforderlich. Diese feine Aktion verhindert auch das Ausschlitzen des Hakens aus dem sehr weichen Maul der Maräne. Die Aktion muss dennoch sehr
schnell sein, damit der Anhieb zügig gesetzt werden kann und um die rasanten Fluchten besser parieren zu können. Die Rutenlänge liegt je nach Geschmack zwischen 1,90 und 2,70 Meter. Das A und 0 beim
Maränenangeln ist eine absolut fein einstellbare Bremse. Wenn diese kampfstarken Fische zu einer Flucht ansetzen und die Rolle nicht sofort Schnur freigibt, schlitzt der Haken aus und der Fisch ist verloren. Viele
Spezialisten schwören daher auf die Stucki-Laufrolle. Diese Rolle hat die feinste Bremse der Welt - Ihren Zeigefinger. Damit können Sie jede Flucht mit viel Gefühl abbremsen. Für Einsteiger eignen sich auch
Stationärrollen mit einer sehr guten Bremse und Multi-Stopp-Funktion. Die Schnurfassung sollte bei jeder Rolle rund 100 Meter 0,25er betragen. Als Hauptschnur verwende ich eine glasklare Monofile 0,20er bis 0,25er.
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