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    Barbe
    Barbus barbus

     
       

    andere Namen:
    Flussbarbe, Schnutenhecht, Pigge, Barbel

    Frankreich: barbeau commun
    Italien: barbo
    England: barbel, berbel
    Holland: Barbeel
    Luxemburg: Baarf

     
       


    einige Tipps zum Barben-Angeln

    • Strömung und Steine - das Beides gehört zur Barbe
    • Barben sind sehr vorsichtig, verhalten Sie sich am Angelplatz ruhig
    • gute Plätze auf Barben sind Wehrausläufe,   unterspülte Ufer, Strudel an Buhnen und der Schattenbereich unter Brücken
    • vorfüttern lohnt, aber nur dort, wo die Barben auch stehen - erst suchen, dann füttern!
    • vorfüttern beginnen mit Hanfkörnern (2 Tage), dann weiter mit Früh- stücksfleisch und Mais (1 bis 2 Tage) - beide dann zum angeln auch als Hakenköder verwenden
    • wenn man keine Zeit zum vorfüttern hat, dann mit beschwertem Futter anfüttern (200g Waffel- bisquit, 250g Paniermehl, 150g Maismehl, 80 g Parmesan), dazu dann Partikelköder
    • Barben sind Grundfische, also muss das Futter auch da hin und darf nicht abtreiben
    • beste Tageszeit auf Barben ist in der Dämmerung und nachts
       
    wesentlichste Merkmale: Lang gestreckter, schlanker und muskulöser Körper; grün-grauer Rücken und grünlich/goldene Flanken; unterständiges Maul mit 4 hellen Barteln am oberen Kiefernrand; weiche Schuppen; kleine Rückenflosse mit 11 Strahlen, rötliche Bauchflossen, stark gegabelte Schwanzflosse; Augen weit hinter dem Maulwinkel.

    Lebensräume: Die Barbe kommt in ganz Europa vor, nicht in Südeuropa, Irland und Skandinavien.

    Lebensweise: Die Barbe ist ein typischer rheophiler Fische (liebt Gewässer mit starker Strömung) und lebt als geselliger Grundfisch (meist in Schwärmen) in größeren, klaren Fließgewässern mit stärkerer Strömung und sandig-kiesigem Bodensubstrat. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten
    Barbenregion (Mittellauf der Fließgewässer). Sie wandert allerdings auch in die Äschen- oder Brassenregion ein.

    Nahrung: verschiedene Bodenorganismen (Sprock, Würmer, kleine Krebse), seltener pflanzliche Stoffe (Algen); Laichräuber

    Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 30 cm bis 50 cm, Längen bis 90 cm und Gewichte um die 8 kg sind möglich

    Alter: ungefähr 10 bis 15 Jahre

    Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
    Gesetze

    Laichzeit: Zur Laichzeit (Mai bis Juli) ziehen die Barben in großen Schwärmen flussaufwärts, um ihre in der
    Äschenregion gelegenen Laichgebiete aufzusuchen. Die Eier - diese sind giftig - (ca. 3.000 bis 9.000/Weibchen) werden in von den Weibchen geschlagene Laichgruben in Etappen abgegeben und bleiben zwischen den Lücken des Laichsubstrates liegen. Nach der Vermehrung wandern die Elterntiere in ihre angestammten Bereiche zurück. Barben werden mit ca. 5 Jahren geschlechtsreif.

    Geeignete Angelmethode(n): Posen- und Grundfischen

    Geräteempfehlung: Zum Grundangeln eine 3,3 bis 3,6 m lange Steckrute mit 40 g Wurfgewicht (Testkurve
    ca. 2 lb), mittlere Stationärrolle mit etwa 150 m 20er bis 25er sinkender monofiler Schnur, (Karpfen-)Haken der Größe 6 bis 8 direkt an die Hauptschnur - alles angeboten an einer Laufbleimontage.
    Für das Feederangeln eine 4,2 m lange Feederrute mit einem Wurfgewicht bis zu 150 g, eine mittlere Stationärrolle mit gut justierbarer Bremse, bespult mit 0,25er monofiler mit geringer Dehnung und einem 0,22er Vorfach. Haken der Größe 10 bis 16.

    empfohlene Köder: Gut geeignet sind Maden, Hanf, Weizenkörner, Mais, Tauwürmer, Käse (eigentlich DER Barben- köder) oder Frühstücksfleisch. Bisse auf Kunstköder sind selten und Zufall.

    Fangtipp: siehe Kasten rechts oben

    Beste Fangzeit: September bis November

    Küchentipp / Zubereitung: Normal schmeckendes Fleisch, durch die sehr vielen Gräten aber ein zweifelhafter Genuss.

    weitere Informationen: Tagsüber hält sich die Barbe in Gruppen (bis zu einigen hundert Tieren) hinter Wehren, Brückenpfeilern sowie in tiefen Kolken auf, um bei Einbruch der Dämmerung den Flussgrund "abzuweiden" (Bodentiere, Pflanzen, Kleinfische). Dabei werden mit der fleischigen Schnauze Steine umgedreht, die 4 Barteln dienen dabei als sensible Tastorgane. Dann kommt sie auch mal in Ufernähe. Im Winter verringern Barben ihre Aktivität und machen eine Zeit der Winterruhe durch.
    Als Unterart ist die
    Hundsbarbe bekannt. Die beiden Arten können durch die Flossenform unterschieden werden. Bei der Flussbarbe (Barbus barbus) ist der dritte Flossenstrahl der Rückenflosse deutlich gezähnt, bei der Hundsbarbe (Barbus meridionalis) aber glatt.
    Weitere Unterarten, wie die
    Goldbarbe (Barbus sclateri) oder die Barbus comiza leben in Südspanien.

    Barben sind das beste Beispiel, wie eine Fischart durch Gewässerverbauungen reduziert wird. Zum Laichen müssen diese höher gelegene Gewässerregionen aufsuchen, was durch Querverbauten vielfach verhindert wird.

    Zielfischtipps:




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