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    Karpfen beißen nur auf Bolie? Vielleicht hauptsächlich, aber nicht nur. Lesen Sie in diesem Bericht, was der 13-jährige Sebastian erlebte:


    Mit Wobbler auf Karpfen

    Es war ein herrlicher Tag, die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und zusammen mit meinen beiden Cousins war ich an einem Bilderbuchgewässer. Unberührt und mitten im Wald, ca. 2 ha groß, bis 2m tief und mit vielen Verstecken für kapitale Hechte (und Karpfen).  Angelsee

    In diesem See würde über 18 Jahre nicht geangelt, so dass sich ein sehr schöner Fischbestand entwickelt hat. Neben Hechten und Karpfen auch Zander und kapitale Friedfische.
    Also dann - voller Vorfreude wollte ich gleich meine neue Spinnrute, die ich erst am selben Tag bekommen habe, ausprobieren. Als Köder nahm ich einen Wobbler von „Berkley“ und habe den See damit nach Hechten abgefischt. Zuerst bin ich mit meinen beiden Cousins mit einem Boot in die Bucht auf der rechten Seite gefahren wo wir aber keinen Erfolg hatten.

    Nach einiger Zeit gaben wir die Suche in der Bucht auf und beschlossen uns zu trennen. Ich ging zu einem Steg, weil ich annahm, dass sich dort vielleicht ein Hecht aufhalten würde. Tatsächlich konnte ich einen schönen Hecht drillen, aber ohne Kescher konnte ich ihn vom Steg aus leider nicht landen. Und meine Cousins waren leider zu weit und ein feiner Hechtweg und konnten mich nicht hören. Mit meinem kleinen Kescher versuchte ich den Hecht zu landen. Dies war aber leider nicht möglich, der Hecht passt nur zu einem Drittel in den Kescher. Ich versuchte es, aber der Wobbler verhängte sich im Netz und der Hecht konnte entwischen. Leicht frustriert warf ich noch ein paar Mal zu der Stelle wo ich den Biss hatte. Und dann, zack, ich schlug an und ich dachte sofort, dass der Hecht noch einmal gebissen hat.  Hechte teilen sich kein Revier, es konnte also nur wieder der verlorene Hecht sein.
    Also schön drillen. Doch als der Fisch näher an den Steg kam, erschrak ich. Was da zum Vorschein kam war kein Hecht – ich hatte einen kleinen Karpfen auf meinen Wobbler gefangen. Aber wenigstens war er nur so groß, dass der Karpfen sogar in meinen bescheidenen Kescher passte und ich ihn mühelos landen konnte.
    Der Karpfen hatte den Wobbler mit beiden Drillingen komplett im Schlund. Was für ein Gefühl - der Tag war gerettet.

    Und auch im weiteren Verlauf des Tages war mir Petri wohl gesonnen - gegen Mittag konnte ich noch einen prächtigen 3 kg Hecht landen. Diesmal waren meine Cousins zur Stelle, so dass sie mir mit einem größerem Kescher helfen konnten.

    Autor: <sebi>, 10.05.2003




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