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Wels - Raubzüge im Dämmerlicht
Wels - ein uriger Fisch, den Sie hier zu Hause auch in vielen Flüssen und Seen finden. Auch wenn solch große Exemplare wie am Po oder Ebro hier
nur sehr selten gefangen werden - möglich ist es. Insbesondere der Rhein gebiert immer wieder wahre Riesen.
Do wie angelt man auf solche Riesen? Eigentlich (fast) so, wie auch auf andere Raubfische, nur halt
mehrere Nummern größer.
Standplätze Man muss nur den richtigen Angelplatz finden, um einen Welsdrills erleben zu können, hierzu folgende Tipps:
- Wenn Sie Welse suchen, suchen Sie die Unterstände. Den Köder immer dort auslegen, wo versunkene Bäume und eine unregelmäßige
Grundstruktur mit Kanten oder Abbrüchen vorhanden ist.
- Ausgespülte Löcher und Buhnenfelder sind in Flüssen Top-Stellen.
- Heiß (oder aber warm) ist es immer an einem Auslauf von Kraftwerken, hier kann man das gesamte Jahr mit Welsen rechnen. Auch im Winter
sind das Super Stellen.
- In kleineren Seen sollten Sie sich an den Futterfischen orientieren. Dort wo ständig angefüttert wird, lauert dann auch der Wels.
- Im Sommer stehen die Welse in Stauseen tagsüber im alten Flussbett, in Flüssen zieht es sie in die Fahrrinne. Im Schutz der Nacht jagen
sie aber auch wieder Flachwasser.
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Ausrüstung
Das Welsangeln steht und fällt beginnt
mit der richtigen Ausrüstung. Sie benötigen eine stabile Rute, mit der man die schweren Fische im Drill von Hindernissen fernhalten und auch in starker Strömung bändigen kann. Die Rute muss außerdem schwere Köder
werfen können. Verwenden Sie daher Ruten mit einem Wurfgewicht zwischen 200 und 600 Gramm. Zum Bootsangeln nehmen Sie eine kurze, kräftige Rute mit einem Wurfgewicht von 250 bis 400 Gramm. Wenn Sie mit
Tauwurmbündeln oder Aalstücken angeln, reicht die leichtere Rute. Bei Köderfischen brauchen Sie aber die 400 Gramm-Rute. Die ideale Länge ist dabei 2,5 Meter, diese erlaubt einen sicheren Drill und Landung. Beim
Welsangeln vom Ufer greifen Sie zu längeren Ruten von 3 oder 3,60 Meter, um
den Anhieb auch auf weite Entfernung durchzubringen. Achten Sie auf eine sensible Spitze zum abfedern der harten Schläge großer Welse. Empfehlenswert ist ein Wurfgewicht bis zu 500 Gramm. Eine Spinnrute zum
Welsangeln benötigt eine sensible, kräftige Spitze, damit man die Bewegungen des Köders spürt und beim kleinsten Zupfer den Anhieb setzen kann. Hierzu bieten sich Karpfenruten zwischen 2,70 und 3,60 Meter an. Das
Wurfgewicht sollte zwischen von 80 und 140 Gramm liegen.
Die Ruten müssen mit passenden Rollen kombiniert werden, gut geeignet sind
Stationärrollen mit Freilauf und feiner Bremse. Die Schnurfassung muss mindestens 200 Meter 0,50er betragen.
Zum Angeln mit Kunstködern ist eine geflochtene Hauptschnur zwischen 0,25 und 0,30 Millimeter
Durchmesser zu empfehlen. Beim Angeln mit Köderfisch vom Ufer benötigt man Geflochtene von 0,50 bis 0,60 Millimeter Durchmesser. Wird vom Boot gefischt, reicht eine 0,40er, da hier weniger die Gefahr von Hängern
besteht.
Das Vorfach muss abriebfest sein, damit es nicht von den feinen Wallerzähnen durchgescheuert wird. Nehmen Sie Kevlar mit einer Tragkraft zwischen 50 und 80 Kilogramm oder starkes, mit Teflon
ummanteltes Dyneema. Dazu verwenden Sie kugelgelagerte Tönnchenwirbel mit einer Tragkraft zwischen 60 und 90 Kilogramm.
Welshaken müssen nadelscharf sein, damit diese sicher das harte Welsmaul durchdringen können. Die Haken müssen sehr stabil sein, zwischen Größen 4/0 und 10/0.
Köder
In Frage kommen neben
Köderfischen und Würmern auch Tintenfische oder Blutegel. Das Vorkommen der natürlichen Futterfische entscheidet dabei über die Wahl des Köderfisches. Für kleinere Baggerseen oder Gewässer, in denen das Angeln
mit Köderfischen verboten ist, sind Wallerboilies geeignet. Diese 30 Millimeter großen Kugeln lassen sich gut einsetzen, wenn Sie genau wissen, wo die Welse ihren Unterstand haben. Mehrtägiges Anfüttern vor dem
Angeln steigert die Fangchancen natürlich erheblich. Und natürlich kann man auch mit Kunstködern Welse fangen. Im Herbst, Winter und zeitigen Frühjahr sind Wobblern und Gummifischen erste Wahl. Geeignet sind Twister
und Gummifische ab 15 Zentimeter an entsprechend schweren Bleiköpfen. Bei Wobblern immer tieftauchende Modelle verwenden, der Köder muss immer in Grundnähe geführt werden muss.
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