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Stör, atlantischer
Acipenser sturio

 
   

andere Namen:
atlantischer Stör

Frankreich: Esturgeon
Italien: Storione
USA, England: Atlantic Sturgeon, Baltic Sturgeon 

 
   

wesentlichste Merkmale: Langer und schlanker Körper, auf der Oberseite grünlichgrau bis braun, gebliche bis chremefarbige Unterseite; 5 Reihen mit Knochenschilden, der Kopf ist ebenfalls mit Hautknochen besetzt; Rückenflosse mit 30-44 Strahlen, Afterflosse mit 23-30 Strahlen, asymmetrische Schwanzflosse, alle Flossen werden durch Knorpelstrahlen gestützt; kleines, unterständiges und zahnloses Maul, dieses kann rüsselartig vorgestülpt werden; am Unterkiefer 4 Barteln.

Lebensräume: Das Verbreitungsgebiet des atlantischen Stör reichte von der Ostatlantikküste über Nord- skandinavien bis Marokko, es gab ihn im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Seine Laichwanderung führte ihn in Rhein, Elbe und Oder jeweils bis in die Oberläufe. Noch in den zwanziger Jahren wurde ein Stör in der Vechte gefangen.
Heute beschränken sich die Vorkommen auf das Schwarze Meer und dessen Zuflüsse (vor allem Donau-Delta).

Lebensweise: Wenig bekannt, wie soll man einen Fisch erforschen, der so gut wie ausgestorben ist?

Nahrung: ernährt sich von Krustentieren, Schnecken, Würmern und kleinen Fischen

Größe: Durchschnittliche Längen von reichlich einem Meter, dann ca. 50 kg schwer; wird bis zu 3 m lang und um die 300 kg schwer (nur Rogner).

Alter: ca. 60 Jahre

Mindestmaß und Schonzeit:
Der "gemeine" Stör, auch echter oder Atlantischer Stör genannt, gilt in Deutschland seit etwa den 30ern Jahren des vergangenen Jahrhunderts als verschollen oder gar ausgestorben. Bis etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein war diese Fischart ein bedeutender Teil der heimischen Fischfauna. Der Gemeine Stör Acipenser sturio als aussterbende Art wird international in der New Yorker Artenschutzkonvention (IUCN) und im Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), sowie in der Prioritätenliste Artenschutz der EG geführt.

Laichzeit: Der Stör steigt im Februar/März beginnend zum Laichen in die Flüsse auf, von Mai bis August laicht er dann in ruhigen, tiefen Flussabschnitten über Kiesgrund. Nach dem Laichen kehrt er sofort wieder in das Meer zurück. Je Rogner werden bis zu 1 Mill. Eier gelegt, die grau/braunen Eier kleben an Steinen fest und nach ca. einer Woche schlüpfen die Jungfische. Sie wachsen recht langsam (20 cm nach einem Jahr) und lassen sich beständig flussab treiben. Mit einem Alter von 2 bis 3 Jahren (dann ca. 45 cm groß) wandern sie in das Meer ab.
Neben den Vorkommen am Schwarzen Meer gibt es nur einen einzigen Fluss in Europa, in den Störe zum Laichen aufsteigen. Durch Besatz und künstliche Erbrütung gelang es französischen Biologen, diesen in der Gironde wieder anzusiedeln.

Geeignete Angelmethode(n): entfällt

Geräteempfehlung: entfällt

empfohlene Köder: entfällt

Fangtipp: entfällt

Beste Fangzeit: entfällt

Küchentipp / Zubereitung: entfällt, als es diesen Fisch hierzulande noch gab wurde sein Fleisch sehr geschätzt

weitere Informationen: Die Ursachen für sein Verschwinden in Deutschland sind eindeutig. Schon im 19. Jahrhundert, als die Störfischerei aus den genannten Gründen zum Erliegen kam, wurde erfolglos versucht, den Stör künstlich zu vermehren. Diese Versuche werden auch heute unternommen.
Durch Überfischung, Gewässerverbauung und Gewässerverschmutzung ist er heute nahezu ausgestorben.
                                                                                          
Leider nur noch historisch - Stör aus der Oste

Weltweit gibt es knapp 30 Störarten. So gibt es im Kaspischen Meer und dessen Zuflüssen (vor allem im Wolga-System) den “Weißen Stör”. Verbreitet ist dieser bis nach China. Er steht heute unter strengen Schutz, da er seit dem Ende des 19. Jahrhunderts rücksichtslos gefangen wurde. Der begehrte Kaviar (russisch: ikra) war schuld.




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