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Steinbeißer
Cobitis taenia

 
   

andere Namen:
Dorngrundel, Steinpicker

Frankreich: Loche de rivière, Percepierre
England: Spined Loach
Italien: cobite fluviale
Holland: kleine Modderkruiper
Luxemburg: Steebäisser

 
   

wesentlichste Merkmale: Der Steinbeißer besitzt einen lang gestreckten und schmalen Körper. Sein Kopf ist seitlich stark abgeflacht. Die enge Mundspalte ist unterständig. Von den 6 kurzen Bartfäden auf dem Oberkiefer befinden sich 4 vorne und 2 über den Mundwinkeln. Die vordere Nasenöffung ist kurz und röhrenförmig. Charakteristisch für alle Cobitis-Arten ist ein aufrichtbarer, zweitspitziger Dorn, der dicht unter dem Auge in einer Hautfalte sitzt. Daher heißt der Steinbeißer auch Dorngrundel. Männchen haben einen drüsenartig verdickten 2. Brustflossenstrahl. Der ganze Körper ist von sehr kleinen und dünnen Schuppen bedeckt. Die Rückenseite ist schmutziggelb gefärbt und trägt dunkelbraune Flecken, Striche und Marmorierungen. Die Flanken sind bis zur Seitenmitte sandfarben, darunter erscheint eine Längsreihe von 10-20 dunkelbraunen, hell umrandeten Flecken, die durch eine dünne, schwarze Längslinie verbunden sind. Darüber liegt eine Reihe ähnlicher, kleiner Flecken. Der Bauch ist weißlich. An der Oberkante des Schwanzflossenansatzes befindet sich ein schwarzer Fleck.
Wird bisweilen mit der
Schmerle (Barbatula barbatula) verwechselt.

Lebensräume: Der Steinbeißer ist in ganz Europa verbreitet mit Ausnahme des äußersten Nordens und Südens. In der Literatur werden zahlreiche Arten und Unterarten mit begrenzter geographischer Verbreitung (westliches Mittelmeer, Balkan) beschrieben.

Lebensweise: Der Steinbeißer bewohnt bevorzugt klare, sauerstoffreiche Bäche, Flüsse und Seen mit Sandgrund, schlammige und grobkiesige sowie schnell fließende Gewässer werden gemieden.

Nahrung: Nachts wird bei der Nahrungssuche (Kleintiere, organisches Material) der Sand im Maul "durchgekaut" und anschließend durch die Kiemenöffnungen wieder ausgestoßen. Daher kommt auch der Name Steinbeißer.

Größe: durchschnittlich 8 bis 10 cm, maximal bis 12 cm (Weibchen), Durchschnittsgewichte bei 20 g, maximal 55 g.

Alter: Steinbeißer werden 3 - 5 Jahre alt und wachsen langsam.

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
Gesetze

Laichzeit: Ihre Laichzeit erstreckt sich von April bis Juli. In der Dämmerung versammeln sich die fortpflanzungs- bereiten Tiere im Uferbereich. Die Weibchen legen ihre 300 bis 1.500 Eier an Steinen, Wurzelwerk oder Wasserpflanzen ab, wo sie anschließend von den Männchen besamt werden. Nach 4 - 6 Tagen schlüpfen die Larven.

Geeignete Angelmethode(n):

Geräteempfehlung:

empfohlene Köder:

Fangtipp:

Beste Fangzeit:


Küchentipp / Zubereitung:

weitere Informationen: Er ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Fisch, der sich tagsüber im Sand eingräbt. Meist ist dann nur Kopf und Schwanz zu sehen.
Wie alle Schmerlenartigen besitzt der Steinbeißer die Fähigkeit zur akzessorischen Darmatmung. Dafür schluckt er an der Wasseroberfläche Luft, aus der im Enddarm durch die dünne, sehr gut durchblutete Darmwand der Sauerstoff entzogen wird. Die verbrauchte Luft wird durch den After wieder abgegeben. In organisch belasteten Gewässern kann die Darmatmung das Überleben sauerstoffarmer Zeiten erleichtern.

Der Steinbeisser galt immer schon als sehr selten, so dass in Verbindung mit seiner versteckten Lebensweise Angaben zur Bestandsentwicklung nur schwer gemacht werden können. Die große Ähnlichkeit mit der
Schmerle führt immer wieder zu Verwechslungen.
Der Steinbeisser ist besonders durch die Veralgung und Verschlammung der Gewässersohle gefährdet. Erforderlich sind demnach die weitere Reduzierung von Nährstoffeinträgen aus der Fläche und eine Beschattung der Gewässersohle in seinen Lebensräumen, um diese seltene Art dauerhaft zu erhalten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Gewährleistung einer guten Wasserqualität. Da der Steinbeisser möglicherweise auch in kleinen wasserführenden Gräben vorkommt, ist bei notwendigen Räumungen abschnittsweise und schonend vorzugehen.

Die wichtigste Voraussetzung für das Vorkommen von Steinbeißern in einem Gewässer sind sogenannte "Pioniersande". Diese Flächen entstehen, wenn sich sandiger Untergrund regelmäßig umlagert und dadurch frei von Bewuchs und Schlammablagerungen bleibt. In natürlichen oder naturnahen Gewässern entstehen solche Umlagerungen immer wieder neu durch die hydrologische Dynamik. Steinbeißer nutzen aber auch Sekundärstandorte, beispielsweise Umlagerungsbereiche direkt unter Wehren. Innerhalb eines Gewässerabschnittes kommen Steinbeißer oft in großen Mengen an Stellen vor, die ihren Ansprüchen entsprechen. An anderen Stellen sind sie dagegen überhaupt nicht zu finden.




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