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Seesaibling
Salvelinus namaycush

 
   

andere Namen:
Namycush, amerikanischer Seesaibling, kanadische Seeforelle, kanadischer Seesaibling,

Frankreich: Omble Namaycush
England: Great lake trout, Salmon trout
Italien: Salmerino Mamaycush

 
   

Tipps zum Angeln auf Seesaiblinge

  • Seesaiblinge sind neugierig, der Köder sollte immer in Bewegung sein.
  • Im Winter und Frühjahr stehen die Seeseibling tief, im Sommer dann in flacheren Bereichen und nahe der Oberfläche.
  • Seesaiblinge besitzen eine Vorliebe für Glitzermaterial, beachten Sie dies bei der Köderwahl.
     
wesentlichste Merkmale: Lange und schlanke Körperform, spitzer Kopf; Fettflosse; Rücken braun-rötlich, die Flanken sind mit dunkleren, runden Flecken gesprengelt, rosafarbener Bauch.

Lebensräume: Der amerikanische Seesaibling (Salvelinus namaycush) lebt in tiefen, sauerstoffreichen Seen in Nordamerika. Das Vorkommen erstreckt sich bis nach Nordkanada und Alaska. Da das Wachstum hervorragend ist, wurde er in Schweden, der Schweiz, Frankreich und in Bayern eingebürgert. In der Schweiz wurde der Seesaibling so in über 200 Seen nachgewiesen.

Lebensweise: Vorkommen in kalten, tiefen und nährstoffreichen Seen, bevorzugt harten Grund (Geröll, Felsen, Kies). Bis zu einem Alter von 4 Jahren im (Klein-)schwarm mit anderen Artgenossen, ab dann Einzelgänger.

Nahrung: Kleintiere aller Art, auch kleine Fische, erwachsene Tiere der Wanderformen ernähren sich von anderen Fischen, Jungtiere von Kleinkrebsen und Chironomidenlarven

Größe: durchschnittlich 25 bis 40 cm, meist 2 bis 3 kg, in Nordamerika maximal bis 80 cm und Gewicht bis zu 10 kg möglich.

Alter: Über 65 Jahre ist von kanadischen Wissenschaftlern nachgewiesen (Salvelinus namaycush).

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter
Gesetze

Laichzeit: Die Wanderformen des Seesaibling ziehen im Herbst die Flüsse hinauf, wo das Ablaichen entweder noch im Herbst oder auch im Winter erfolgen kann. Manchmal überwintern die geschlechtsreifen Tiere auch und laichen erst im darauf folgenden Jahr. Die Weibchen legen ca. 3.000-4.000 Eier pro kg Körpergewicht und wandern nach der Eiablage wieder zurück in die Küstengewässer.
Populationen in Seen laichen im Zeitraum September bis Januar in 20 bis 80 m Tiefe über kiesigem Grund. Der Seesaibling wird erst mit fünf bis zehn Jahren geschlechtsreif.

Geeignete Angelmethode(n): Ob Trockenfliege, Streamer, Spinnfischen, Schleppen oder das Angeln mit der Hegene - Seesaiblinge lassen sich mit verschiedenen Techniken überlisten. Aktives Fischen ist dem Passiven vorzuziehen.
Am effektivsten vom Boot aus sind Köderfische am System (z.b. Planseesystem) und die Hegene. Fliegenfischen lohnt nur im Sommer, wenn die Seesaiblinge an die Oberfläche steigen und im flachen Wasser rauben.

Geräteempfehlung: Köderfischsystem: Leichte Spinnrute mit harter Spitze, Länge 2,4 bis 2,8 m, Wurfgewicht 10 bis 30 Gramm. Monofile 20er Schnur auf einer Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung.
Hegene: Spinnrute mit weicher Spitze, Länge ca. 1,8 m, Wurfgewicht ca. 15 Gramm. Monofile 20er Schnur auf einer Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung, 12er oder 14er Haken.
Schleppen: beliebige Ruten zwischen 2,4 und 3,6 m, wichtig sind sensible Spitzen zur Bisserkennung. Kleine Stationär- oder Multirolle mit Monoschnur 0,25 mm, 6er Haken. Top zum Schleppen sind dünne und schlanke “Löffel”.

empfohlene Köder: Köderfisch am System ist der herausragende Köder auf Seesaiblinge. Bei Kunstködern, ebenfalls recht fängig, muss sofort nach dem Biss der Anhieb erfolgen - sonst wird der Köder gleich wieder losgelassen. Beim Hegenenfischen diese mit natürlichen Ködern (Maden, Köcherfliegenlarven etc.) versehen.

Fangtipp: In Deutschland recht gute Chanchen im Walchensee, Bodensee, Starnberger See, Schliersee, Tegernsee, Hintersee und im Alpsee (bei Füssen). In Österreich gute Chanchen im Erlaufsee, Grundlsee, Fuschlsee, Wolfgangsee, Plansse und Heiterwangersee. In der Schweiz ist das Angeln am Genfer See, Thuner See, Neuenburger See, Silsersee, am Vierwaldstätter See und am Zuger See erfolgversprechend. Durch Verschlammung der Seegründe wird er aber immer weiter zurückgedrängt.

Beste Fangzeit: Seesaiblinge lassen sich das ganze Jahr über fangen, in einzelnen Kantonen der Schweiz sind diese jedoch im Winter geschützt. Nur im Kanton Bern ist das Fischen auf Seesaibling ab dem 01. Januar möglich.

Küchentipp / Zubereitung: Wie alle Salmoniden lasst sich der Seesaibling vielfältig zubereiten, räuchern oder dünsten sind gute Arten der Zubereitung. Sehr delikates Fleisch.

weitere Informationen: Der amerikanische Seesaibling (Salvelinus namaycush) wurde z.B. 1886 durch Dr. Delachaux in der Schweiz eingebürgert. Im Winter ließ er Eier aus den Vereinigten Staaten kommen, die dann in einem Bruthaus erbrütet wurden. Im darauf folgenden Sommer wurden dann die ersten Jungfische in den 1.935 m hoch gelegenen Sägistalsee im Berner Oberland eingesetzt. Im Gegensatz zur
Regenbogenforelle, erst ein Jahr später eingeführt, konnte sich der Seesaibling auch sofort natürlich vermehren. Dazu wird auch heute noch der Bestand durch Zucht unterstützt.




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