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Seesaibling
Salvelinus alpinus

 
   

andere Namen:
Elsässer-Saibling (Kreuzung zw. Bach- und Seesaibling); in Deutschland wird der europ. Seesaibling auch Ritter oder Rötel genannt

Frankreich: Omble chevalier
England: Charr
Italien: Salmerino alpino
Schweden: Røding

 
   

Tipps zum Angeln auf Seesaiblinge

  • Seesaiblinge sind neugierig, der Köder sollte immer in Bewegung sein.
  • Im Winter und Frühjahr stehen die Seeseibling tief, im Sommer dann in flacheren Bereichen und nahe der Oberfläche.
  • Seesaiblinge besitzen eine Vorliebe für Glitzermaterial, beachten Sie dies bei der Köderwahl.
     
wesentlichste Merkmale: Lange und schlanke Körperform; Fettflosse, Brust-, Bauch- und Afterflosse haben einen weißen Streifen und keinen roten bis schwarzen Saum (Bachsaibling); Rücken grau-blau, die Flanken sind heller gefärbt und mit runden Flecken gesprengelt, rosafarbener Bauch, sehr kleine Schuppen.

Lebensräume: Der europäische Seesaibling (Salvelinus alpinus) kommt in den Alpenländern, in Skandinavien und auf den Britischen Inseln vor. In den Alpen gilt er als Glazialrelikt (heimisch seit der letzten Eiszeit). In den Küstengewässern des nördlichen Eismeeres gibt es hauptsächlich Wanderformen dieser Art.

Lebensweise: Vorkommen in kalten, tiefen und nährstoffreichen Seen, bevorzugt harten Grund (Geröll, Felsen, Kies). Bis zu einem Alter von 4 Jahren im (Klein-)schwarm mit anderen Artgenossen, ab dann Einzelgänger.

Nahrung: Kleintiere aller Art, auch kleine Fische, erwachsene Tiere der Wanderformen ernähren sich von anderen Fischen, Jungtiere von Kleinkrebsen und Chironomidenlarven

Größe: durchschnittlich 25 bis 40 cm, maximal bis 80 cm, Gewicht meist 2 bis 3 kg, bis zu 5 kg möglich, kapitale Exemplare sind immer Wildfangsaiblinge (fressen bereits in der Jugend räuberisch und erlangen damit einen Wachstumvorteil)

Alter: Der europäische Seesaibling (Salvelinus alpinus) wird bis zu 30 Jahre alt.

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter
Gesetze

Laichzeit: Die Wanderformen des Seesaibling ziehen im Herbst die Flüsse hinauf, wo das Ablaichen entweder noch im Herbst oder auch im Winter erfolgen kann. Manchmal überwintern die geschlechtsreifen Tiere auch und laichen erst im darauf folgenden Jahr. Die Weibchen legen ca. 3.000-4.000 Eier pro kg Körpergewicht und wandern nach der Eiablage wieder zurück in die Küstengewässer.
Populationen in Seen laichen im Zeitraum September bis Januar in 20 bis 80 m Tiefe über kiesigem Grund. Der Seesaibling wird erst mit fünf bis zehn Jahren geschlechtsreif.

Geeignete Angelmethode(n): Ob Trockenfliege, Streamer, Spinnfischen, Schleppen oder das Angeln mit der Hegene - Seesaiblinge lassen sich mit verschiedenen Techniken überlisten. Aktives Fischen ist dem Passiven vorzuziehen.
Am effektivsten vom Boot aus sind Köderfische am System (z.b. Planseesystem) und die Hegene. Fliegenfischen lohnt nur im Sommer, wenn die Seesaiblinge an die Oberfläche steigen und im flachen Wasser rauben.

Geräteempfehlung: Köderfischsystem: Leichte Spinnrute mit harter Spitze, Länge 2,4 bis 2,8 m, Wurfgewicht 10 bis 30 Gramm. Monofile 20er Schnur auf einer Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung.
Hegene: Spinnrute mit weicher Spitze, Länge ca. 1,8 m, Wurfgewicht ca. 15 Gramm. Monofile 20er Schnur auf einer Stationärrolle mit ausreichend Schnurfassung, 12er oder 14er Haken.
Schleppen: beliebige Ruten zwischen 2,4 und 3,6 m, wichtig sind sensible Spitzen zur Bisserkennung. Kleine Stationär- oder Multirolle mit Monoschnur 0,25 mm, 6er Haken. Top zum Schleppen sind dünne und schlanke “Löffel”.

empfohlene Köder: Köderfisch am System ist der herausragende Köder auf Seesaiblinge. Bei Kunstködern, ebenfalls recht fängig, muss sofort nach dem Biss der Anhieb erfolgen - sonst wird der Köder gleich wieder losgelassen. Beim Hegenenfischen diese mit natürlichen Ködern (Maden, Köcherfliegenlarven etc.) versehen.

Fangtipp: In Deutschland recht gute Chanchen im Walchensee, Bodensee, Starnberger See, Schliersee, Tegernsee, Hintersee und im Alpsee (bei Füssen). In Österreich gute Chanchen im Erlaufsee, Grundlsee, Fuschlsee, Wolfgangsee, Plansse und Heiterwangersee. In der Schweiz ist das Angeln am Genfer See, Thuner See, Neuenburger See, Silsersee, am Vierwaldstätter See und am Zuger See erfolgversprechend. Durch Verschlammung der Seegründe wird er aber immer weiter zurückgedrängt.

Beste Fangzeit: Seesaiblinge lassen sich das ganze Jahr über fangen, in einzelnen Kantonen der Schweiz sind diese jedoch im Winter geschützt. Nur im Kanton Bern ist das Fischen auf Seesaibling ab dem 01. Januar möglich.

Küchentipp / Zubereitung: Wie alle Salmoniden lasst sich der Seesaibling vielfältig zubereiten, räuchern oder dünsten sind gute Arten der Zubereitung. Sehr delikates Fleisch.

weitere Informationen: Die ökologischen Ansprüche der Wanderform und der stationären Formen des Seesaibling sind sehr unterschiedlich.
Von den stationären Tieren werden folgende Formen unterschieden:

  • Der Normalsaibling: Ernährt sich überwiegend von Planktonkrebsen und Bodentieren, wird ca. 35 cm groß.
  • Der Wildfangsaibling: Er lebt räuberisch von anderen Fischen, Gewichte bis zu 3 kg.
  • Der Schwarzreiter(-reuter): Dies ist eine Zwergform, die kaum 25 cm lang wird und unter 100 g wiegt.
  • Der Tiefseesaibling: Dies ist eine Kümmerform der Tiefsee und lebt in 30-120 m Tiefe. Oft wird er nur bis 20 cm lang.

Der europäische Seesaibling (Salvelinus alpinus) ist in den großen Alpenseen heimisch, die Vorkommen in vielen Hochgebirgsseen rühren jedoch von Besatz her. Bereits im Mittelalter brachten Mönche in Holzbottichen Seesaiblinge in vorher fischfreie Seen. Man wollte damit den Speiseplan der in den Bergen arbeitenden Bergleute bereichern. Auch im bayrischen Raum wurden im Mittelalter verschiedene Seen besetzt, der heute bekannte Bestand im Walchensee wurde um 1503 mit Fischen aus dem Tegernsee aufgebaut.




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