Logo Teil 1 von angeltreff.org
Logo Teil 2 von angeltreff.org      
über das team angeltreff suchen auf angeltreff.org
Startseite von angeltreff.org alles über Fische Angelgerät, Infos zu den Techniken, sowie Tipps und Tricks Gesetze, Rezepte und vieles mehr Angelreisetipps weltweit, Reiseveranstalter Bücher, CDs, Zeitschriften u.v.m. Gewässertypen, Naturschutz, Probleme mit Wasserkraftwerken...

 

 

 
   

Schleie
Tinca tinca

 
   

andere Namen:
Schlüpfling, Schuster

Frankreich: tanche
Italien: tinca
England: tench, green tench
Holland: Zeelt

 
   

 einige Tipps zum
 Schleie-Angeln

  • Schleien stehen fast immer in oder direkt neben Kraut- feldern bzw. Schilfgürteln
  • Die beste Angelstelle ist mitten im Kraut – dazu muss diese frei gelegt werden. Nehmen Sie dazu eine normale Gartenharke aus Metall (ohne Stiel) und befestigen Sie ein Seil daran. Dann die freizu- legende Stelle anwerfen und das Kraut entfernen.
  • Wenn das Gewässer kaum Kraut hat, suchen Sie die Schleien an schlammigen Stellen - hier stehen diese bei der Nahrungsauf- nahme.
  • Anfüttern (sparsam) immer mit dunklem Futter, helles Futter verscheucht eher. Das Futter kann auch mit gut 50% dunkler Erde durchsetzt sein (Kompost oder Maulwurfserde).
  • Als Aroma auf Schleien ist Zimt immer zu empfehlen. Zimtboilies, in Zimt einge- legte Maden oder Würmer … - einfach probieren.
  • Schleien stehen bei warmem Wetter nah am Ufer, bei kälterem Wetter weiter entfernt und etwas tiefer, im Frühjahr in flacheren Abschnitten.
  • Hitze ist beim angeln auf Schleien förderlich, die besten Fänge erzielt man oft an extrem heißen Tagen.
  • Tierische Nahrung wird von Schleien bevorzugt – Maden, Caster, Würmer oder Insekten.
  • Statt Posen und minuten- langes zappeln lieber eine Grundmontage an der Bibberspitze - damit kann der Anschlag recht schnell gesetzt werden.
  • Im Sommer sind in Seen in den Abendstunden die Badestellen von Interesse, hier wird der Grund aufge- wühlt, was die Schleien anlockt.
     
wesentlichste Merkmale: Längliche, kräftige Körperform; dicke Schwanzwurzel mit gerade abschließender Schwanzflosse; grünliche, teils dunkle, Körperfärbung mit geblichem Bauch; Maul endständig und vorstülpbar, 2 kurze Barteln; schleimige und dicke Haut mit sehr kleinen Rundschuppen, rotliche Iris.

Lebensräume: Die Schleie ist im größten Teil Europas mit Ausnahme von Griechenland, Schottland und Nordskandinavien verbreitet. Sie kommt auch im Brackwasser und in den Alpen bis zu 1.600 m über NN vor.

Lebensweise: Die Schleie bewohnt langsam fließende, weichgründige Gewässer (
Brassenregion) sowie flache, warme und krautreiche Seen (Hecht-Schleisee). Hier hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv.
Die Schleie ist ursprünglich in Naturgewässern mit weichem Boden und genügend Pflanzenbewuchs beheimatet. Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern, Stauseen und an anderen geeigneten Orten. Sie vertragen auch das schwach salzige Wasser der östlichen Ostsee. Ihr Lebensraum ist der Gewässerboden.

Nahrung: Die Schleie ernährt sich vorwiegend von kleinen bodenlebenden Wirbellosen (Insektenlarven, Schnecken, Muscheln) sowie gelegentlich auch von Pflanzen.

Größe: die Durchschnittsgrößen liegt bei 30 bis 35 cm, kann bis 65 cm lang und
ca. 6 kg schwer werden

Alter: über 20 Jahre

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter
Gesetze

Laichzeit: Die Laichzeit fällt in die Monate Mai - Juli bei einer Wassertemperatur von 18 - 20° C. Die Fische schließen sich vorher zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf. Hier werden die ca. 1 -1,4 mm großen, klebrigen Eier (300.000 - 900.000/Weibchen - 125.000 je kg Körpergewicht) abgelegt, diese heften sich an Wasserpflanzen an. Die Eiablage erfolgt portionsweise im Abstand von 2 Wochen und kann sich über 2 Monate erstrecken. Die Brut schlüpft nach 4 bis 5 Tagen und zehrt noch einieg Zeit aus den Dottersäcken. Schleien wachsen langsam und sind mit 3 Jahren erst ca. 25 cm groß, geschlechtsreif werden sie mit ungefähr 4 Jahren.

Geeignete Angelmethode(n): Posenangeln mit Stiftosen, Grundangeln mit Blei und Futterkorb

Geräteempfehlung: Grundangeln: Rute 2,7 bis 3,3 m lang, Wurfgewicht 10 bis
40 g; Posenangeln: kräftige Matchrute, 3,3 bis 3,9 m lang; Stationärrolle mit 150 m 20er bis 25er Monofil; 0,18er bis 0,22er Vorfach von 1 m Länge; kurzschenklige Haken Größe 6 bis 10. Prinzipiell gilt, dass bei verkrauteten Gewässern das Gerät stabiler sein muss, bei krautfreiem Gewässer entsprechend feiner.

empfohlene Köder: Geeignete Köder sind Maden, Mais, Kicherebse, Würmer (Mist- und Rotwurm) und Larven - gern auch als Kombi. Versuchen können Sie es auch mit Leberkäse oder Frühstücksfleisch. Anfüttern mit braunem Paniermehl, Partikelködern (Mais, Kichererbsen oder Hanf) und wahlweise diverse Geschmackszusätze. Schleien werden auch auf kleine Bolies (16mm) gefangen, hier empfiehlt sich vor allem ein fruchtiges Aroma (Mapple Cream oder Strawberry).

Fangtipp: Gute Schleienplätze sind flache Buchten mit Kraut, an Mündungen kleiner Wiesenbäche, Seerosenfelder und Schilfkanten. Zum Herbst zu in tieferen Bereichen.
Der Köder muss immer zum Gewässergrund - dort suchen die Schleien nach Nahrung. Dabei steigen typische, winzige Bläschen auf, bei glatter Oberfläche kann man gründelnde Schleien so erkennen.

Beste Fangzeit: Mai bis September, besonders Morgen- und Abenddämmerung; an bewölkten und verregneten warmen Sommertagen auch tagsüber.

Küchentipp / Zubereitung: Wegen ihres guten, weiß gefärbten Fleisches werden sie als bedeutender Beifisch in den Karpfenteichen und Stauseen vieler Länder Europas gehalten. Schleien hat im essbaren Anteil etwa einen Fettgehalt von 0.7-0.9 g/100 g.


weitere Informationen: Es ist möglich, das Geschlecht anhand der Bauchflossen zu bestimmen; männliche Schleien haben sehr große, löffelförmige Flossen, während die der Weibchen länger, spitzer und eher dreieckig sind.
Schleien zeichnen sich auch durch ihre große Widerstandsfähigkeit gegen Sauerstoffmangel und saures Moorwasser aus. Als äußerst anpassungsfähige (euryöke) Art verträgt sie sowohl niedrigste Sauerstoffgehalte als auch hohe pH-Werte und fühlen sich sogar im Sommer in abgestandenem Wasser wohl.
Sie wachsen viel langsamer als
Karpfen und erreichen erst nach 3 Jahren ein Gewicht von 200 bis 300 g. Den Namen verdankt die Schleie ihrer schleimigen Oberfläche, über einer Art Lederhaut in die viele kleine Schuppen eingelassen sind.
Die Schleien haben sogar Futtertiere, welche nach ihnen benannt sind, die Schleienschnecke Bythinia tentaculata.




Angler-Forum     Banner     Impressum     Datenschutzerklärung     Anglerpraxis.de




Alle Rechte und Irrtümer vorbehalten! - Ein Projekt mit Unterstützung von anglerboard.de.

Alle Grafiken und Warenzeichen auf dieser Seite unterliegen dem Recht der jeweiligen Eigentümer.
Das Kopieren von Bildern und Texten von Angeltreff.org ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet!

© 2000 Angeltreff.org

Webtipp: pilgern-heute.de

Technical support by MLIT