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Schlammpeitzger
Misgurnus fossilis

 
   

andere Namen:
Schlammbeißer, Bißgurre, Wetterfisch, Moorgrundel, Schlammschmerle,

Frankreich: Misgurne, Loche d´étang
England: Bougfish, Weatherfish
Italien: cobite di stagno
Holland: Grote modderkruiper

   

Schlammpeitzger oder Schlammpeizger?
Selbst in wissenschaftlichen Publikationen haben wir beide Schreibweisen gefunden, doch was ist richtig? Wahrscheinlich beide Schreibweisen.


wesentlichste Merkmale: Der Schlammpeitzger hat einen walzenförmigen Körper, der vorne fast drehrund ist und hinten seitlich etwas zusammengedrückt. Die Haut ist schleimig. Die Mundsparte ist eng und unterständig. Von den 10 Bartfäden kommen 6 am Oberkiefer vor und 4 am Unterkiefer. Die vordere Nasenöffnung ist röhrenförmig. Im Gegensatz zu den Cobitis-Arten (z.B. Steinbeißer) hat der Schlammpeitzger keinen Augendorn. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Der Körper ist von kleinen Schuppen bedeckt. Die Seitenlinie ist unvollständig. Die Rückenseite ist dunkelbraun, die Flanken sind heller. Sie sind lederfarben und haben ein breites, schwarz-braunes Längsband. Ober- und unterhalb dieses Bandes befindet sich ein dunkler Längsstreifen. Der Bauch ist hell.

Lebensräume: Der Schlammpeitzger kommt in Mittel- und Osteuropa vor. Ausnahmen sind Großbritannien und Skandinavien, sowie die Zuflüsse des nördlichen Eismeeres.

Lebensweise: Schlammpeitzger bevorzugen stehende und sehr langsam fließende Gewässer wie Altarme, Tümpel, Teiche oder Gräben. Die Gewässer können regelmäßig einen niedrigen Sauerstoffgehalt haben. Auch an zeitweiliges Trockenfallen ist der Schlammpeitzger angepasst. Wichtig ist jedoch ein durchlüfteter, schlammiger Grund und eine dichte Wasserpflanzenvegetation.

Nahrung: Die Fische sind nachtaktiv und ernähren sich von Muscheln, Schnecken und Insekten, die im Gewässergrund vorkommen.

Größe: durchschnittlich 15-25 cm, maximal bis 30 cm

Alter:
bis 21 Jahre sind nachgewiesen

Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter
Gesetze

Laichzeit: In der Laichzeit (April bis Juni) legen die Weibchen ca. 70.000-150.000 Eier von 1,5 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab (phytophiler Laicher). Die Eiablage erfolgt portionsweise und kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Die Larven besitzen vorübergehend fadenförmige äußere Kiemen, als Anpassung an den niedrigen Sauerstoffgehalts der Wohngewässer.

Geeignete Angelmethode(n): -

Geräteempfehlung: -

empfohlene Köder: -

Fangtipp: -

Beste Fangzeit:
-

Küchentipp / Zubereitung: keine - ungenießbar

weitere Informationen: Bewohnt hauptsächlich Gewässer mit einen niedrigen Sauerstoffgehalt und solche, die zeitweise trockenfallen können (siehe Lebensraum). An den niedrigen Sauerstoffgehalt hat sich der Schlammpeitzger angepasst, indem er die Fähigkeit zur Darmatmung erworben hat. Er kann an der Wasseroberfläche Luft schlucken und den Gasaustausch (Atmung) im Darm vollziehen. Außerdem ist er imstande, bis zu 70 % seines Sauerstoffbedarfs über die Haut zu decken (Hautatmung). Bei sehr geringen Wasserständen und im Winter gräbt er sich im Schlamm ein und verfällt in eine Art Dauerschlaf, der bei ungünstigen Bedingungen bis zu einem Jahr dauern kann.
Gegenüber Luftdruckschwankungen ist der Schlammpeitzger jedoch sehr empfindlich. Bei nahendem Gewitter zeigt er ein unruhiges Verhalten, weshalb er auch Wetterfisch genannt wird.

Als Bewohner von Entwässerungsgräben, Tümpeln und Teichen ist der Schlammpeitzger in besonderem Maße durch Grabenräumungen, Trockenlegung und Verlandung von Feuchtgebieten sowie intensiver Teichwirtschaft gefährdet. Als Lebensräume sind deshalb insbesondere Altwässer und Gräben zu erhalten und zu sichern, notwendige Räumungen sollten abschnittsweise durchgeführt werden, damit Rückzugsräume erhalten bleiben. Da solche Gewässer bislang nur wenig untersucht wurden und Schlammpeitzger sich durch normale Befischungsmethoden nur schwierig nachweisen lassen, ist zu vermuten, dass die Art weiter verbreitet ist, als derzeit bekannt.




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