|
wesentlichste Merkmale: Die Sardine ist ein schlanker,
langgestreckter Fisch mit längsovalem Körperquerschnitt. Der Rücken ist grünlich oder bläulich, die Bauchseite silbrig. Die Kiemendeckel hinter dem vorstehenden Unterkiefer sind strahlenförmig gefurcht, die Flossen
klein; die Bauchflossen liegen unter dem Hinterende der Rückenflosse. Entlang der Körpermitte trägt die Sardine 30 große silbrige Schuppen.
Lebensräume:
Die verschiedenen Sardinenarten bevölkern praktisch alle Weltmeere. Zu den wichtigsten Lebensräumen der für den europäischen Markt bedeutsamen Sardine gehören der Nordostatlantik von Südengland bis Madeira und zu den Kanaren sowie der nördliche Bereich des gesamten Mittelmeeres.
Lebensweise:
Tagsüber hält sie sich in Wassertiefen von 30 bis 60 Metern auf, bei Nacht ist sie in 15 bis 30 Metern Tiefe zu finden. Sardinen sind temperaturempfindlich, am wohlsten fühlen sie sich bei Wassertemperaturen von 10 bis 20 Grad Celsius. Im späten Frühjahr und im Sommer ziehen die großen Schwärme zur Nahrungssuche nordwärts bzw. in Küstennähe. Im Herbst wandern sie wieder nach Süden, um in tieferen Wasserschichten zu überwintern.
Nahrung: ernährt sich von planktonischen Krebstieren, Fischeiern und -larven
Größe: normal 10 bis 20 cm, maximal 25 cm
Alter: nicht bekannt
Mindestmaß und Schonzeit: Erkundigen Sie sich bitte im Fanggebiet nach den dort geltenden Bestimmungen.
Laichzeit: Im Alter von drei Jahren, bei einer Länge von 19 bis 20 Zentimetern, werden sie
geschlechtsreif. Die Weibchen laichen im offenen Meer je 50.000 bis 60.000 etwa 1,5 bis 2 Millimeter große Eier ab, die frei im Wasser schweben bleiben. Nach zwei bis vier Tagen schlüpfen die Larven. Bereits im
ersten Lebensjahr wachsen die Jungfische bis zu einer Länge von acht bis zehn Zentimetern heran. Mit 10 bis 12 Jahren erreichen sie ihre Maximalgröße von 26 Zentimetern. Fachleute nennen die kleineren Exemplare
Sardinen, die großen Pilchard.
Geeignete Angelmethode(n):
Geräteempfehlung: leichte Spinnrute
empfohlene Köder: Paternostersysteme
Fangtipp:
für Angler hauptsächlich als Köderfisch zum Meeresangeln von Interesse
Beste Fangzeit: Mai bis September
Küchentipp / Zubereitung: Die Sardine wird am besten knusprig in Öl gebraten.
weitere Informationen:
Sardinen gehören zu den sogenannten Heringsartigen und damit zu den Schwarm- und Wanderfischen. In mächtigen Schwärmen ziehen sie durch die Meere – und das ist auch ihr wirksamster Schutz gegen natürliche Feinde: Raubfische können nie den gesamten Schwarm vernichten – eine wichtige Voraussetzung ihrer Arterhaltung.
Sardinen gehören schon seit dem Altertum zu den beliebtesten Fischen, besonders in den Mittelmeerländern. Schon die alten Römer schätzten die Sardine. Es gibt noch überlieferte Sardinen-Rezepte aus jener
Zeit, die schon Caesar geschmeckt haben dürften. Auch heute gehört in Italien, Spanien, Frankreich oder Griechenland die frische Sardine zum täglichen Speisezettel.
|