|
wesentlichste Merkmale: schlanker Körper, seitlich
abgeflacht; Rücken dunkel blaul-grün gefärbt, zum Bauch hin allmählich silbrig, die Kiemendeckel sind gelb schimmernd; Seitenlinie ist nicht zu erkennen, dafür ein an den Flanken verlaufendes silbrig glänzendes
Längsband; Maul deutlich unterständig; die Bauchflossen liegen vor der Rückenflosse
Lebensräume:
Man unterscheidet geographische Rassen, die im Nordostatlantik von Westafrika bis Südnorwegen, sowie im Mittelmeer und im Schwarzen Meer.
Lebensweise:
Schwarmfische, die lange Wanderungen in Küstennähe unternehmen, kommt von Flachwasser (auch Brackwasser) bis zu 400 m Tiefe vor.
Nahrung: ernährt sich vorwiegend von tierischen Plankton
Größe: bis zu 20 cm
Alter: wird ca. 3 Jahre alt
Mindestmaß und Schonzeit: Erkundigen Sie sich bitte im Fanggebiet nach den dort geltenden Bestimmungen.
Laichzeit:
Schwarmfische, die von Frühjahr bis September laichen und dann in Küstennähe kommen.
Geeignete Angelmethode(n):
Geräteempfehlung: leichte Spinnrute
empfohlene Köder:
Paternostersysteme
Fangtipp: für Angler hauptsächlich als Köderfisch zum Meeresangeln von Interesse
Beste Fangzeit: Mai bis September
Küchentipp / Zubereitung:
Am Besten fangfrisch mit Kopf grillen, schmeckt einfach herrlich. Das Fleisch der Sardellen hat einen intensiven Geschmack, der sich beim Fritieren oder Braten zu einer echten Delikatesse entwickelt.
weitere Informationen:
Die Sardelle gehört zur Familie der heringartigen Fische (Clupeiformes). Meist werden Sardellen zu Konserven verarbeitet, bekannt sind auch in Salz (dadurch werden die Fische nicht nur konserviert, es setzt auch eine Fermentation ein, wobei sich Qualität und Geschmack verbessern) oder Öl eingelegte Sardellen, aus denen dann beispielsweise Sardellenpaste oder Sardellenringe hergestellt werden. Ihr Geschmack wird milder, wenn sie einige Zeit in Milch oder lauwarmes Wasser eingelegt werden.
Ein Großteil der industriellen Fänge – rund 30 Mio. Tonnen, Sandaale eingerechnet - erbeutet die sogenannte Gammelfischerei. Zu Pellets verarbeitet landet die Sardelle als proteinreiches Futter in der
Aquakultur. Die Nachrichtenagentur dpa meldete dazu am 6. Juni 2000: Auf Grund der jahrelangen Überfischung sind die Bestände vor der nordspanischen Küste erschöpft. Zwar ordnete die EU-Kommission einen sofortigen
Fangstopp an, doch es ist wahrscheinlich zu spät. Wo die Fischer in den 1960er Jahren bis zu 80.000 Tonnen pro Jahr anlandeten, waren es in den ersten fünf Monaten 2000 gerade noch 160 Tonnen. Glücklicherweise haben
Sardellen eine hohe Widerstandsfähigkeit, eine Verdopplung der Population dauert weniger als 15 Monate.
Die Südamerikanische Sardelle (Engraulis ringens), auch Anchoveta genannt ist ein Verwander.
|