|
Rückenschwimmer trifft man zumeist in kleineren stehenden und dicht
bewachsenen Gewässern an, wo sie nahe der Wasseroberfläche treiben. Die Rückenschwimmer sind hierzulande häufige Insekten, allein 6 Arten kommen in Mitteleuropa vor. Mit etwas Aufmerksamkeit wird man recht
schnell einen finden.
Er schwimmt mit dem Rücken nach unten im Wasser, dazu besitzt der Rückenschwimmer zwei Lufttaschen am Bauch. Diese werden durch Haare verschlossen und dienen auch der Atmung. Zur
Luftaufnahme treibt der Rückenschwimmer mit abgespreizten Beinen und angehobenem Hinterleib an die Wasseroberfläche. Die Körperfärbung ist dem Lebensumfeld angepasst, unten hell und oben dunkel gefärbt. Dies
erschwert die Erkennung der Rückenschwimmer durch andere Insekten. Mit ihren großen Flügeln können Rückenschwimmer auch recht gut fliegen. Dazu kriechen sie auf einen Stock o.ä. um ihre Flügel zu trocknen. Ein Start
direkt aus dem Wasser ist dem Rückenschwimmer nicht möglich.
Rückenschwimmer sind Raubinsekten. Sie greifen Larven, Wasserspinnen oder kleine Fische im Wasser an. Die Opfer ortet er mit seinem empfindlichen
Erschütterungssinn, diese werden mit den Vorderbeinen gefangen, dann mit seinem Stachel abgestochen und ausgesogen. Dabei spritzt der Rückenschwimmer ein Verdauungssekret in seine Opfer, welches sie von innen
auflöst, um sie kurz danach gut aussaugen zu können. Dieser Stachel kann auch für Menschen sehr schmerzhaft sein, Rückenschwimmer werden daher zu Recht auch als „Bienen des Wassers“ bezeichnet.
Nach der
Überwinterung paart sich der Rückenschwimmer zu Beginn des Frühjahrs, die Eiablage findet im späteren Frühjahr statt. Dabei werden einige hundert Eier in weiche Pflanzenteile eingestochen. Die Elterntiere sterben
meist nach der Eiablage. Die Rückenschwimmer durchlaufen 5 Larvenstadien und überwintern dann bereits als Vollinsekt. Bei der Überwinterung im Wasser tritt keine Winterstarre auf, man kann sie z.T. auch unter dem
Eis rudern sehen. Es entwickelt sich also in jedem Jahr nur eine Generation.
|