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Meerneunauge
Petromyzon marinus

 
   

andere Namen:
Lamprete, Meerpricke, Großes Neunauge

Frankreich: Lamproie marine
England: Sea Lamprey
Italien: Lampreda di mare
Holland: Zeeprik

 
   

wesentlichste Merkmale: Wie bei allen Neunaugen ist der Körper aalförmig mit 2 Rückenflossen. Das Meerneunauge hat keine weiteren Brust-, Bauch- oder Afterflossen. Im vorderen Körperteil befinden sich auf beiden Seiten jeweils 7 Kiemenöffnungen. Die Stirn weist eine unpaare Nasenöffnung auf. Das Maul ist mit scharfen, hakenförmigen Zähnen besetzt, die bezahnte Zunge ist kolbenförmig verdickt. Die Färbung kann je nach Alter und Vorkommen stark variieren. Meistens sind sie jedoch hellgrau bis hellgrün und schwarzer Marmorierung.

Lebensräume: Meerneunaugen kommen sowohl vor den Flußmündungen der atlantischen Küsten Europas und Nordamerikas als auch im offenen Meer vor. Im Donaugebiet fehlt die Art. Hier lebt eine nahe verwandte Art, das Donauneunauge Eudontomyzon danfordi.

Lebensweise: Die Laich- und Juvenilgewässer befinden sich im allgemeinen in der Barben- und Brachsenregion. Die Meereslebensräume der erwachsenen Tiere findet man vor den Flußmündungen und im offenen Meer.

 

Typisch für Meerneunaugen - parasitische Ernährung.
Foto: Richard Timm

   

Nahrung: Im Meer ernähren sie sich parasitisch von Fischen (siehe Foto). Dazu saugen sich sich mit Ihrem runden Maul (Maulscheibe) an den “Futterfischen” fest und raspeln mit der Zunge Gewebe ab, z.B. von Dorsch, Lachs, Hering oder Hai.

Größe: Meerneunaugen können bis 1 m lang und maximal 3 kg schwer werden, Durchschnittsexemplare sind um die 60 cm lang und knapp 1 kg schwer.

Alter: Werden ca. 4 bis 7 Jahre alt.

Mindestmaß:
kein Mindestmaß festgesetzt, da ganzjährig geschont !

Laichzeit: Sie wandern im Frühjahr (März-Juni) ins Süßwasser ein, um an relativ tiefen (40-60 cm Wassertiefe) und kiesigen Stellen abzulaichen (bis zu 200.000 Eier je Weibchen). Zuvor wird bei Temperaturen ab 15° C eine Nestmulde von bis zu 1 m Länge ausgehoben, die unmittelbar nach dem Laichen wieder mit Sand und Steinen bedeckt wird. Nach der Paarung verenden die Tiere innerhalb einiger Tage bis Wochen.
Die nach 1 bis 2 Wochen schlüpfenden Larven lassen sich nachts mit der Strömung verdriften um sich in Schlickbänke einzuwühlen. Die Larvalphase im Süßwasser dauert 2- 5 Jahre. Die Metamorphose erfolgt bei einer Länge von 15-20 cm. Zu Beginn des Winters wandern die umgewandelten Meerneun- augen vorwiegend nachts flußabwärts.
Im Süsswasser ernähren sich die Meerneunaugen von Plankton.

weitere Informationen: Die aalförmigen Meerneunaugen gehören nicht zu den echten Fischen sondern zur Gruppe der Rundmäuler. Sie verdanken ihren Namen neun reihenförmig angeordneten, runden Körperöffnungen auf jeder Körperseite. Sieben davon sind Kiemenlöcher, hinzu kommt noch je ein Geruchsorgan und ein Auge.
Meerneunaugen haben keine Schwimmblase.




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