|
wesentlichste Merkmale: langgestreckter und fast drehrunder
Körper; Rücken grau bis braun gefärbt, die Seiten hell und der Bauch weißlich, kapitale Exemplare haben oft einen kupferfarbigen Glanz, Vereinzelte braune Punkte auf der Oberseite; Maul bis hinter die Augen
gespalten; kleine Flossen, Rückenflosse eingekerbt, Fettflosse. Durch das Fehlen roter Körperflecken, eines roten Flankenbandes sowie weisser Flossensäume ist der Huchen von Bach- und Regenbogenforelle bzw. vom
Bachsaibling gut zu unterscheiden.
Lebensräume: Stromsystem der Donau und deren aus den Bergen kommenden Zubringer (Deutschland, Österreich, Slowakei und Tschechien), sofern die Lebensbedingungen
(speziell die Laichmöglichkeiten) nicht durch menschliches Einwirken zerstört worden sind. In der Schweiz z.B. in der Saane eingebürgert worden.
Lebensweise: Der Huchen lebt ganzjährig in stark bis
mäßig strömenden, größeren Fließgewässern. Er braucht kaltes, klares, sauerstoffreiches Wasser mit tiefen Kolken als Versteck, aber auch stark strömende Gewässerabschnitte. Er bevorzugt Plätze mit hartem Grund (Fels
oder grober Kies).
Nahrung: Standfisch (Einzelgänger), der sich schon bald fast ausschließlich von anderen Fischen ernährt. Jungfische fressen vor allem Fischbrut, Krebse und Insektenlarven.
Größe: Der Huchen wird meist 60 cm bis 120 cm groß, in Ausnahmefällen bis 150 cm und an die 20 kg schwer, Gewichte über 30 kg sind selten
Alter:
Belegt bis ca. 15 Jahre, es wird vermutet, dass er auch bis zu 40 Jahre alt werden kann.
Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland, unter Gesetze
Laichzeit: Zur Fortpflanzung suchen die Tiere zwischen März und April flache überströmte Gewässerabschnitte mit kiesigem Substrat auf, die
meist oberhalb der Standplätze oder in Seitengewässern liegen. Hier legen die Weibchen bis zu 10.000 Eier in Laichgruben ab und bedecken diese mit Kies. Die Jungfische wachsen schnell und erbeuten schon im zweiten
Lebensjahr andere Fische. Der Huchen erreicht die Geschlechtsreife mit 3 - 4 Jahren, seine Lebensdauer wird mit ca. 15 Jahren angegeben.
Geeignete Angelmethode(n):
Spinnfischen mit speziellem “Huchenzopf”, Fliegenfischen (selten)
Geräteempfehlung: schwere Spinnrute (Wurfgewicht 60 bis 100g) um die 3 m mit großen Ringen (Vereisung), Rolle mit Fassungsvermögen von
200 m 35er bis 45er monofiler Schnur
empfohlene Köder: Huchenzopf, das ist ein Bündel von mehreren Leder- oder Gummibändern an einem Blei. Der Sage nach werden damit kleine Neunaugen imitiert. Führen
Sie den Huchenzopf wie einen Twister, beim Heben und Senken öffnen und schließen sich die Franzen. Wenn Sie andere Kunstköder verwenden (Gummifisch, Blinker, Wobbler etc.) müssen diese so schwer sein, dass man
auch bei starker Strömung am Grund fischt.
Fangtipp: Je ungemütlicher das Wetter, um so besser die Aussichten auf den Huchen. Nebel, Schneetreiben und kaltes Wetter machen den Huchen gierig. Dazu
klares, flaches Wasser - perfekt. Bei Sonne, Tauwetter und grünlichen Schmelzwasser ist dann Schluss - er beißt nicht mehr. Der Huchen ist sehr standorttreu und raubt immer wieder an den gleichen Stellen, Top
sind Wehre, Bacheinläufe oder tiefe Gumpen. Beobachten geht vor angeln - dies wissen die allermeisten Huchenangler. Suchen Sie die Futterfische (z.B. Äschen oder Nasen) und
nahe gelegene Unterstände. Und mit Glück sieht man auch die vom Huchen ausgehende Wellen. Er steht oft an Wehren, Kaskaden oder Wasserfällen.
Beste Fangzeit: Wintermonate und dann in der Dämmerung
Küchentipp / Zubereitung: Das Fleisch hat einen ausgezeichneten Geschmack.
weitere Informationen:
Der “Donaulachs” kommt, wie der Name sagt, in Deutschland nur in der Donau und ihren Zuflüssen vor. Der “Donaulachs” stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität und insbesondere an dessen Sauerstoffgehalt. Heute werden die Huchen künstlich vermehrt.
Die bereits im neunzehnten Jahrhundert einsetzende Gewässerverbauung und die sich daraus ergebenden Folgen für die Gewässerstruktur haben die Bestände des Huchens sehr beeinträchtigt. Durch Querbauwerke werden
Laichwanderungen unterbunden, durch die verringerte Strömung in verbauten Gewässerabschnitten wird das Kieslückensystem mit Feinsedimenten zugesetzt und somit für das Laichgeschäft unbrauchbar. Eine weitere
Gefährdung der Restpopulationen stellt der Schwallbetrieb in Zusammenhang mit Wasserkraftwerken dar. Zum Schutz des Huchens ist die Erhaltung frei durchwanderbarer Flussabschnitte mit natürlicher Gewässerdynamik,
hoher Fließgeschwindigkeit und einer abwechslungsreichen Gewässerstruktur mit ausreichenden Unterstandmöglichkeiten von großer Bedeutung. Weiterhin müssen ein ausreichendes Nahrungsangebots an Nasen, Barben und Lauben sowie gut durchströmte Kiesrücken und -bänke als Laichhabitate des Huchens gewährleistet sein. Wo möglich, ist eine Erhöhung der Restwassermengen anzustreben.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Huchen in Elbe und Rhein und sogar in der Themse besetzt. Alle Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt, der Huchen wurde nicht ausserhalb des Donausystems heimisch.
In Sibirien lebt vom Jenissei bis zum Amur die verwandte Art "Hucho taimen".
Zielfischtipps:
|