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Europäische Küstengewässer und Flussmündungen beherbergen
mehrere Grundelarten. Diese sind für Angler zwar ohne Bedeutung, stellen aber für andere Fische und Seevögel eine wichtige Nahrungsgrundlage dar.
wesentlichste Merkmale: Kleine, schlanke Fische mit 2
Rückenflossen (die Erste stachlich, die Zweite weich) und relativ großer Brustflosse, diese sind zu einer zu einer rundlichen Saugscheibe (Trichtermembran) zusammengewachsen. Alle drei Grundelarten sind sand-
bis olivbraun gefärbt und verschiedenen gefleckt: Sandgrundel: dreieckiger schwarzer Fleck an der Basis der Schwanzwurzel, mehrere schwarze Streifen an der Flanke; Strandgrundel: wie Sandgrundel, zusätzlich ein
schwarzer Fleck an der Basis der Brustflosse; Fleckengrundel: auf den Rückenflossen 2 Reihen von schwarzen Flecken, auf den Flanken eine Reihe mit dunklen Flecken.
Lebensräume: Sand- und Strandgrundel: Küsten der Iberischen Halbinsel, Großbritanniens, der Nord- und Ostsee
bis hin nach Nordnorwegen; Fleckengrundel: westlicher Ärmelkanal, Küsten von Großbritannien, Nordsee bis Mittelnorwegen, Skagerrak und Kattegat, Adria
Lebensweise: Grundfisch, mit den zu einer Saugscheibe ausgebildeten Brustflossen saugen sich die Grundeln an
Steinen fest und können so nach Nahrung oder Feinden Ausschau halten. Die Strandgrundel lebt bevorzugt im Brackwasser, während die Sandgrundel salzarme Gebiete
meidet. Grundel leben im Flachwasser nahe der Küsten.
Nahrung: kleine Krebstiere, Würmer
Größe: Sandgrundel: durchschnittlich 5 cm groß und 2 g schwer, höchstens bis 10 cm und 10 g; Strandgrundel:
durchschnittlich 4 cm groß und 0,5 g schwer, höchstens bis 7 cm und 4 g; Fleckengrundel: durchschnittlich 4 cm groß und 0,5 g schwer, höchstens bis 6 cm und 3 g.
Alter:
Die genannten Grundelarten werden durchschnittlich 2 Jahre alt.
Mindestmaß und Schonzeit: finden Sie, geordnet nach Bundesland und Kantonen, unter Gesetze
Laichzeit: Sandgrundel: Februar bis Mai; Strandgrundel: April bis August; Fleckengrundel: Februar bis Juli. Die männlichen Sand-, Strand- und Fleckengrundeln
bauen Laichnester. Dazu drehen diese leere Muschelschalen um, graben einen Eingang und schaffen darunter einen Hohlraum. Die Muschel wird dann wieder mit Sand bedeckt. Die Weibchen legen dann in der
geschaffenen Höhle die birnenförmigen Eier, danach bewachen die Männchen das Gelege. Nach ca. einer Woche schlüpft die Brut.
Geeignete Angelmethode(n): ohne Interesse für den Angler
Geräteempfehlung: -
empfohlene Köder: -
Fangtipp: -
Beste Fangzeit: -
Küchentipp / Zubereitung: keine Verwertung möglich
weitere Informationen:
Grundeln sind die Fischfamilie mit der größten Artenvielfalt. Allein 2.000 der 21.000 Knochenfischarten gehören zu den Grundeln.
An der Küste kommt ebenfalls die Schwimmgrundel Gobiusculus flavescens vor. Diese bewohnt die englischen
Küsten, fehlt in der südlichen Nordsee, kommt aber dafür in der westlichen Ostsee, dem Skagerrak und bis nach Mittelnorwegen vor. Schwimmgrundeln unterscheiden sich
von den anderen Grundelarten, so sind diese z.B. keine Grundfische. Sie bevorzugen das Mittelwasser, wo sie sich in Schwärmen über Seegraswiesen aufhält. Sie frisst
hauptsächlich tierisches Plankton. Die Eiablage erfolgt an festsitzenden Algen. Schwimmgrundeln sind rötlich/braun gefärbt mit einem schwarzen Fleck am Ansatz der Schwanzflosse. |