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Der bekannteste Wasserkäfer ist sicherlich der Gelbrandkäfer
(Dytiscus marginalis). Zusammen mit der Gelbrandlarve zählen sie zu den gefräßigsten kleinen Räubern in unseren Gewässern. Der Gelbrandkäfer sucht bevorzugt Teiche mit Kleinfischen auf, es kann auch ein Altwasser
oder Fluß sein. Er lauert in der obersten Wasserschicht, muß aber oft zum Luftholen an die Wasseroberfläche aufsteigen. Der Luftvorrat befindet sich dabei zwischen der Flügeldecke und dem Rücken.
Der
Gelbrandkäfer greift jede schwache oder kranke Fischart an, selbst wenn der Fisch größer als der Käfer ist - ebenso einen Molch oder kleinen Frosch. Notfalls läßt er sich einige Zeit mitziehen. Mit den Krallen an
den Beinen hält er seine Beute fest und frißt mit den Mundwerkzeugen große Löcher in den Körper. An größeren Fischen können gleichzeitig mehrere Käfer fressen.
Bei der Paarung klammert sich das Männchen mit
seinen Saugscheiben auf dem Rücken des Weibchens fest. Die Eier legt sie bereits ab März in verschiedenen Wasserpflanzen ab, und nach einigen Wochen schlüpfen die Gelbrandlarven. Ihre Freßgier ist erheblich größer
als die der Käfer. Die mit 6 cm ausgewachsene Larve begibt sich zur Puppenruhe in ein kleines Loch am Ufer, wo sie sich eingräbt. Nach Tagen schlüpft die Puppe und nach einigen Wochen der Käfer. Er benötigt einige
Tage bis zur Körperhärtung und bildet dabei seiner braunen Farbe mit gelbem Rand aus. Danach gräbt er sich aus, sucht das nächste Wasser auf und beginnt sein räuberisches Leben. Übrigens können sie auch sehr gut
schwimmen und fliegen.
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