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wesentlichste Merkmale: Das dickschalige und schwere Gehäuse
der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) besteht aus zwei Kalkschalen. Das Muschelgehäuse erscheint im Umriss gestreckt nierenförmig, wobei das Vorderende eher gerundet und das Hinterende zungenförmig
verlängert ist. Die Außenfläche ist rostbraun bis schwarz und weist unregelmäßige Zuwachsstreifen auf. Der Wirbel - der älteste Teil der Schale - ist flach und meistens korrodiert.
Lebensräume: Die Art
besiedelt sommerkühle und organisch unbelastete Mittelgebirgs- und Niederungsbäche in kalkarmen Gesteinsformationen. Sie ist sehr empfindlich gegenüber Schwankungen der Umweltfaktoren. Ein hoher Sauerstoffgehalt im
Wasser ist notwenig, um die Stoffwechselaktivität aufrecht zu erhalten.
Nahrung: Als Filtrierer nimmt die Flussperlmuschel Schwebe- und Sinkstoffe, deren Hauptanteil abgestorbene Mikroorganismen sind,
als Nahrung auf. Dabei werden die Kiemen - neben ihrer Funktion als Atemorgan - auch als Nahrungsfilter genutzt.
Größe: erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Länge von 10 bis 16 cm
Alter:
Flussperlmuscheln können unter optimalen Bedingungen ein Alter von weit über 100 Jahren erreichen.
Vermehrung: Die Geschlechtsreife wird etwa ab dem 20. Lebensjahr erreicht. Wie bei allen
Großmuschelarten ist die Vermehrung der Flussperlmuschel eng an die Existenz bestimmter Wirtsfischarten gebunden, an deren Kiemen sich die Glochidien (Muschellarven) als Parasit eine Zeit lang festheften. Als
Wirtsfisch für die Glochidien eignet sich die Bachforelle (Salmo trutta f. fario). Das Laichverhalten der Flussperlmuschel wird vom Temperaturverlauf des Wohngewässers bestimmt. Etwa im Juni/Juli
werden die reifen Eier in den Bruträumen der Kiemen eingelagert und befruchtet. Aus den Eiern entwickeln sich die Glochidien, die bereits über eine zweiklappige Schale verfügen. Die Muschellarven werden in den
Monaten Juli/August von der Muschel ausgestoßen und werden vom Wasserstrom verdriftet. Sofern sie von Forellen mit dem Atemwasser aufgenommen werden, heften sie sich an deren Kiemen. Die Verwandlung zur eigentlichen
Jungmuschel erfolgt im April/Mai des darauf folgenden Jahres. Im Juni lassen sich die Jungmuscheln dann von den Kiemen abfallen und graben sich im Sediment des Gewässers ein. Hier leben sie bis zum 4.-5. Lebensjahr
und erscheinen anschließend an der Substratoberfläche. Sie sind dann etwa 15 bis 20 mm groß.
weitere Informationen:
Durch ihre Fähigkeit aus Fremdkörpern (z.B. Sandkörnern) Perlen zu bilden, bekam die Muscheln ihren deutschen Namen. Flussperlmuscheln sind überwiegend getrenntgeschlechtlich, es können aber auch Zwitter
auftreten, vor allem wenn es zu Verringerungen der Bestandsgröße kommt. Bei zu geringer Anzahl von Muscheln in einem Gewässer wird dies von den weiblichen Muscheln registriert - diese bilden sich zu Zwittern um.
Männliche Flussperlmuscheln wandeln sich nie um. Sie bilden natürlicherweise dichte Bestände, das so genannte „Muschelpflaster".
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