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wesentlichste Merkmale: Flußneunaugen haben einen
aalförmigen Körper. Außerhalb der Laichzeit liegen die beiden Rückenflossen voneinander getrennt, während der Laichzeit stoßen sie aneinander. Die Oberseite des Körpers ist dunkelgrau bis grünlichblau, die
Bauchseite ist weiß und die Flossen schimmern lila.
Lebensräume: Das Flußneunauge bewohnt als adultes Tier die Küstengewässer Europas. Es fehlt in Süditalien, im Seengebiet der Alpen, in Schottland und
im nördlichen Skandinavien.
Lebensweise: Das Flussneunauge lebt in den Flüssen als Bodenbewohner.
Nahrung: Die Flußneunaugen verbringen ihre parasitische Lebensweise vorwiegend im
Schelfbereich oder im Mündungsgebiet der großen Flüsse. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Fischen (Heringe, Dorsche). Sie
ernähren sie parasitisch, indem sie sich an Fische anheften, von denen sie Gewebestückchen herausraspeln und verzehren.
Größe: ca. 30 cm, max. bis 50 cm und 100 g schwer
Alter:
Mindestmaß: kein Mindestmaß festgesetzt, da ganzjährig geschont !
Laichzeit: Zur Vermehrung – im Frühjahr (Februar-Mai) - benötigt das Flußneunauge beschattete Bachbereiche mit 5 - 30 cm (max. 60 cm) Wassertiefe
sowie mit Kies-Sand-Sedimenten. Hierfür schlagen sie flache Laichgruben, meist in Wassertiefen von 5 bis 30 cm Wassertiefe. Die Paarung erfolgt tagsüber in Gruppen bis zu 15 Tieren und bei einer Temperatur ab 10 –11
° C. Die Larven benötigen Feinsedimentbereiche (Ton-, Schlick- und Sandfraktionen) mit geringer Strömungsgeschwindigkeit unter 0,4 m/s. Nach der Eiablage (4.000 bis 40.000 Eier) gehen die Elterntiere zugrunde.
Die Lebensweise der jungen augen- und zahnlosen Neunaugen (Querder) gleicht denjenigen des Bachneunauges. Sie bleiben zunächst im Süßwasser, wo sie ihre
Nahrung (organische Partikel und Kleintiere) aus dem Substrat herausfiltern. Nach 3 bis 5 Jahren erfolgt die Umwandlung (Metamorphose) zum erwachsenen Tier. Anschließend wandern die Tiere, die nun 9 bis 15 cm lang
sind, ins Meer. Die Abwanderung findet nur nachts statt. Die Rückwanderung zu den Laichgebieten - hierbei wird die Nahrungsaufnahme eingestellt - erfolgt 2 -3 Jahre später.
weitere Informationen:
Die aalförmigen Flussneunaugen gehören nicht zu den echten Fischen sondern zur Gruppe der Rundmäuler. Sie verdanken ihren Namen neun reihenförmig angeordneten, runden Körperöffnungen auf jeder Körperseite. Sieben davon sind Kiemenlöcher, hinzu kommt noch je ein Geruchsorgan und ein Auge.
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