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Brassenangeln

Zum Glück sind Brassen gesellige Fische, die sich gerne in ziemlich großen Schwärmen aufhalten. Wo ein Brassen ist, da gibt es mit einiger Sicherheit noch andere. Brassen findet man zwar in allen möglichen Gewässertypen, am wohlsten fühlen sie sich jedoch in tiefen, trägen Flüssen und in großen Seen.

Die meiste Zeit verbringen Brassen damit, den Gewässergrund nach Fressbarem abzugrasen. Brassenschwärme bestehen oft aus Fischen von ähnlicher Größe, und dies gilt auch für Gewässer, in denen die Einzelgewichte stark schwanken können. Die Stärke des Schwarms kann sehr verschieden sein und ist von der Gewässergröße abhängig. In großen Flüssen und Seen kann ein Brassenschwarm durchaus 400 bis 500 Exemplare enthalten. In kleineren Gewässern bestehen die Schwärme meist nur aus 20 bis 30 Fischen. Brassen stehen meist dicht an dicht. Auf einer Fläche von 10 x 10 m können sich an die hundert Fische aufhalten - oder mehr, wenn der Schwarm zieht. Daher muss man beim Brassenangeln unbedingt gezielt vorgehen.

Brassen
Richtig füttern

Positiv ist, dass Brassen gerne angefütterte Bereiche ansteuern. Anders als
Karpfen oder Schleien bevorzugen Brassen ein etwas feineres Lockfutter mit wenig Partikeln. Genau richtig sind feine, braune Semmelbrösel, zu gleichen Teilen mit einem hochwertigen Spezial-Lockfutter vermischt. Der Zielbereich sollte möglichst markiert werden. Dazu kann man eine einfache Markierungspose verwenden oder einen auffälligen Punkt am anderen Ufer oder am Horizont anvisieren. Beim Mischen des Lockfutters muss darauf geachtet werden, dass Kugeln von gleicher Größe entstehen. Dadurch lässt sich das Lockfutter genauer auf große Distanz einwerfen. Brassen vertilgen Lockfutter in großen Mengen; werfen Sie also ruhig eine ordentliche Menge davon ein, und zwar gezielt. Ich selbst verwende etwa ein Kilo Trockengewicht, wenn ich mit 25 Pfund Brassen rechne. Grundsätzlich ist es sinnvoller, ein einziges Mal massiv vorzufüttern, anstatt während des Angelns immer wieder nachzufüttern. Wenn man nur wenig Lockfutter einbringt und laufend nachfüttert, verziehen sich die Brassen meist. Das Lockfutter sollte so beschaffen sein, dass es sofort absinkt, ohne sich aufzulösen. Es bringt nichts, wenn die Futterkugeln an der Oberfläche zerplatzen und die Futterpartikel sich verteilen. Dadurch werden nicht nur die Brassen verstreut, sondern es finden sich auch andere Arten wie z. B. Rotaugen oder Rotfedern ein.

Würmer zum Einschlürfen

Als Hakenköder verwende ich am liebsten Würmer. Brassen lieben sie einfach, ganz gleich, ob man ihnen dicke, halbierte Tauwürmer, kleine Rotwürmer oder Gelbschwänze anbietet. Wichtig ist die richtige Anköderung. Die meisten Angler machen den Fehler, den Wurm zweimal oder dreimal aufzuspießen, um den Fisch besser haken zu können. In Wirklichkeit erreicht man damit das genaue Gegenteil: Brassen schlürfen Würmer wie Spaghetti ein, deshalb sollte der Wurm immer nur am Kopf- oder Schwanzende angeködert werden. Wird der Wurm zweimal oder dreimal aufgespießt, erhält man eine Art Knäuel. Das ist jedoch wenig attraktiv, und macht es dem Brassen viel schwerer, den Wurm einzusaugen. Bei der Hakengröße richtet man sich am besten nach der Größe des Wurms. Meist verwende ich 12er oder 14er.

Keine Angst vor großen Posen

Von der Tiefe und der Entfernung des Angelbereichs hängt es ab, welche Methode ich zum Brassenangeln verwende. Ist der angefütterte Bereich nur 10 oder 12 Meter vom Ufer entfernt und höchstens drei Meter tief, fische ich mit der Pose. Weiter draußen und in extrem tiefen Uferbereichen verwende ich eine einfache Bodenblei- oder Schwimmfeeder-Montage.
Als Pose verwende ich einen unten befestigten Waggler. Dabei liegt das Vorfach zu mindestens 20 cm auf dem Grund. Das Schrotblei konzentriere ich im unteren Viertel der Montage und bringe ein einzelnes Schrotblei als Bissanzeiger und zum Verankern des Köders etwa 10 cm vor dem Haken an. Wichtig ist, dass die Pose nicht durch den Angelbereich treibt, da Brassen bewegte Köder ablehnen. Hier macht sich das oben erwähnte Ankerschrot bezahlt. Vermeiden Sie allzu leichte Posen, dazu besteht keine Notwendigkeit. Das Mindeste ist ein 4- oder 5 BB-Waggler, bei starkem Wind ruhig auch eine doppelt so große Pose.

Schnurbisse?

Wenn die Brassen erst einmal da sind, werden Sie unweigerlich viele Schnurbisse bekommen. Da die Fische im Schwarm dicht an dicht stehen, streifen sie immer wieder die Schnur. Auf solche Schnurbisse dürfen Sie nicht anschlagen, weil der restliche Schwarm dadurch aufgeschreckt und schlimmstenfalls sogar Fische von außen gehakt werden könnten. Entscheidend ist, dass Sie geduldig warten, bis die Pose abzieht oder sich aus dem Wasser hebt, wenn der Brassen das Bißanzeiger-Schrot anhebt.
Zum Brassenangeln eignet sich gut eine Matchrute von 3,60 oder 3,90 m Länge mit weicher Spitzenaktion. Die Schnur sollte eine Tragkraft von 4 bis 6 Pfund haben. Eine 30er oder 40er Rolle passt gut zu dieser Zusammenstellung. Die Schnur muss untergetaucht bleiben, daher lege ich meine Rute in einem leichten Winkel zum Ufer auf zwei Rutenständern ab und tauche die Spitze ins Wasser ein. Der Anschlag muss nicht blitzschnell erfolgen; es genügt, wenn die Rute mit einer seitlichen Bewegung schwungvoll zurückgezogen wird. Damit die Schnur schnell absinkt, entfettet man sie am besten mit einer dünnen herkömmlichen Spülmittellösung.

Feederangeln: Auf die Spitze kommt es an

Zum Grundangeln auf Brassen verwende ich eine einfache Paternoster-Montage. Das Blei kommt an ein Schnurstück von ca. 30 cm Länge, und das Vorfach ist etwa einen Meter lang. Ansonsten braucht man nur noch ein kleines Birnenblei, das gerade schwer genug ist, um die erforderliche Wurfweite zu erreichen. Manchmal ersetze ich das Bodenblei durch ein kleines Futterkörbchen, das es mir ermöglicht, Lockfutter nachzulegen, ohne dass der Schwarm sich gestört fühlt. Zum Grundangeln eignet sich eine Multipicker-Rute von 2,7 m Länge mit einer möglichst leichten Glasfaserspitze; eine Testkurve von einer dreiviertel oder einer ganzen Unze (21 oder 28 g) ist genau richtig. Mit einer steifen Kohlefaserspitze kann man Schnurbisse nicht so gut erkennen wie mit einer weichen Glasfaserspitze. Die Rute sollte auf zwei Rutenständern fast parallel zum Ufer abgelegt werden, mit der Spitze etwa 15 cm unter Wasser. Auf diese Weise läuft die Schnur fast rechtwinklig ab, was eine optimale Bisserkennung gewährleistet. Auch beim Grundangeln muss man mit vielen Schnurbissen rechnen. Wiederum kommt es darauf an, sich in Geduld zu üben und das kräftige Umbiegen der Spitze abzuwarten. Nach dem Auswerfen und Eintauchen der Schnur muss diese gestrafft werden, damit die Zitterspitze sich ganz leicht biegt. So kann sich die Spitze schön bewegen, was die Unterscheidung zwischen Schnurbissen und echten Bissen erleichtert. Für Hakengröße, Schnur und Rolle gilt das für die Posenangel Gesagte.
Bedenken Sie immer: Wer viele Brassen fangen will, muss gezielt werfen und sorgfältig anfüttern. Und ein wenig Geduld brauchen Sie auch, bis die Brassen sich endlich bemerkbar machen.

von ??, veröffentlicht bei dam.de




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