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Barben - harte Kämpfer in scharfer Strömung

Barbenspezis fasziniert vor allem die Kampfkraft und die unglaubliche Ausdauer dieses Flussfisches. Scheinbar mühelos steht die Barbe in der schärfsten Strömung, um mit vorgestülpten Lippen den Flussgrund nach Fressbarem abzugrasen. Wenn die Rüsselträgerin jedoch erst  einmal an der Angel sitzt, ist es mit der Gemütlichkeit vorbei.

Perfekter Körperbau

Durch ihre stromlinienförmige Körperform sind Barben hervorragend an den Aufenthalt in der Strömung angepasst. Bevorzugte Standplätze sind Wehrschüsse, Rauschen und sonstige Flussabschnitte mit kräftiger Strömung, aber auch Kraftwerk- und Schleusenausläufe.
Typisch für die Barbe sind die beiden Bartelpaare am Maul, die als Tastorgan zum Aufspüren der Nahrung dienen. Nicht selten kann man die Fische vom Ufer aus bei der Futtersuche am Grund beobachten und erhält dabei wichtige Hinweise auf Anzahl und Größe der zu erwartenden Fänge. Das Aufblitzen der goldschimmernden ”Torpedos” am Flussgrund ist für den Angler das Signal zum Vorbereiten des Geräts.

Sicherheit durch richtiges Gerät

Wie bei kaum einer anderen Fischart, hängt der Erfolg beim Barbenangeln sehr stark von der optimalen Zusammenstellung des Geräts ab. Zum gezielten Fang dieser Kraftpakete kommen eigentlich nur mehrteilige Feederruten mit mittlerer Aktion in Frage. Eine solche Rute bietet die beste Bisserkennung: Barbenbisse machen sich zwar gelegentlich als wuchtige, unübersehbare Schläge bemerkbar, viel häufiger sind jedoch die so genannten ”Rückläuferbisse”. Dabei nimmt die Barbe den Köder ins Maul und bewegt sich ein kleines Stück stromauf. Die Rutenspitze erzittert leicht, weil sich das Blei kurz vom Grund abhebt. In diesem Moment muss der Anschlag kommen, sonst ist die Barbe weg.
Im allgemeinen leistet eine Stationärrolle mit einer hochwertigen 30er Schnur gute Dienste. Bei der Hakengröße scheiden sich die Geister. Während viele Angler nach der Devise ”Großer Fisch, großer Haken” handeln und keinesfalls unter Hakengröße 6 gehen, bevorzugen andere Petrijünger etwas kleinere Haken, etwa 8er oder 10er. Am besten, man macht die Hakengröße vom Kaliber der zu erwartenden Barben und vom verwendeten Köder abhängig. Im Maul selbst einer mittelstarken Barbe ist reichlich Platz - kein Grund also, den Haken zu klein zu wählen.

Die Erfolgsköder der Profis

Eines hat die Barbe mit dem
Döbel gemeinsam: Beide fressen so ziemlich alles, was auch nur halbwegs genießbar ist. Allerdings kann es vorkommen, dass ein bestimmter Köder von den Barben des einen Reviers ohne zu zögern genommen wird, während derselbe Köder in einem anderen Fluss verschmäht wird. Die Rüsselträgerin lässt sich mit Maden, Fleisch, Hanf, Mais, Würmern, Brot und Käse zum Anbiss verführen. Hin und wieder werden sogar Fänge auf Spinner oder kleine Köderfische gemeldet, die keineswegs zufällig erfolgen. In den letzten Jahren hat sich ein Köder als echter ”Joker” erwiesen: Frühstücksfleisch aus Dosen. Diese sehr fetthaltige Wurst wird gewürfelt und mit der Ködernadel auf den Haken gezogen. Die Stücke dürfen ruhig eine Kantenlänge von bis zu 5 cm haben, das geräumige Maul der Barbe nimmt solche Brocken problemlos auf. Man kann das Fleisch auch in einer Bratpfanne leicht anbräunen und dann möglichst rasch abkühlen lassen; es gewinnt dadurch an Festigkeit und lässt sich besser auf den Haken ziehen.

Mit Futterkörbchen und Bodenblei

Ganz gleich, welchen Köder man der Barbe vorsetzt, man muss sie immer bei Laune halten. Sprich: Kleine Kostproben anbieten, um die Fische im Angelbereich zu halten. Am besten geschieht dies mit Hilfe eines Futterkörbchens, das man beispielsweise mit gequollenen Hanfsamen, Maden oder mit beidem auffüllt. Es schadet auch nichts, wenn in gewissen Abständen einige Hakenköder als Zugabe eingeworfen werden, um das Interesse der Fische zu wecken. Aber alles in Maßen, denn satte Fische beißen nicht! Die beste und wirkungsvollste Montage ist übrigens ein schweres Birnenblei, das dem Fisch beim Anbiss so viel Widerstand entgegensetzt, dass er sich von selbst hakt.

Dem Lachs ebenbürtig

Die Kampfkraft einer Barbe ist - gemessen am Körpergewicht - mit der eines
Lachses vergleichbar. Der Fisch durchpflügt völlig mühelos die schärfste Strömung und sitzt gerade in der Anfangsphase des Drills am längeren Hebel. Der Angler muss also zusehen, dass er die Fluchten reaktionsschnell pariert und nach und nach die Oberhand gewinnt. Hat man die Barbe nach viel Getöse und Geplantsche schließlich gekeschert, empfiehlt sich ein Platzwechsel. Die anderen Fische im Angelbereich haben längst das Weite gesucht und brauchen etwas Zeit, um sich wieder an den ”verdächtigen” Bereich zu gewöhnen.


von ??, veröffentlicht bei dam.de




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